Brave Ark: Leistungsstarkes Android-Tablet mit Riesenakku

Das Brave Ark ist ein 12,95" Android-Tablet mit 144 Hz-Display, Snapdragon 8s Gen 3, 14.550 mAh Akku, Desktop-Modus, mitgeliefertem Stift und magnetischer Tastatur – ideal für Studenten und mobile Profis.

Lena Wagner Lena Wagner . Kommentare
Brave Ark: Leistungsstarkes Android-Tablet mit Riesenakku

8 Minuten

Überblick

Nennen Sie es ambitioniert. Brave — ein indisches Startup, das denselben Namen wie ein bekannter Browser trägt, aber nicht derselbe Hersteller ist — hat gerade ein großes Android-Tablet vorgestellt, das mehr sein will als nur ein Mediengerät. Das neue Modell mit dem Namen Ark zielt darauf ab, Mobilität mit produktivitätsorientierten Funktionen zu verbinden und sich so von typischen Tablets abzugrenzen.

In diesem Artikel betrachten wir das Design, Display, die Leistung, den Akku, Zubehör, Audioqualität, Preis und die Zielgruppe des Ark. Wir beleuchten technische Details, erklären, wie sich der Desktop-Modus in echten Workflows einsetzen lässt, und ordnen das Tablet im aktuellen Marktumfeld ein.

Display und Software

Das Ark kommt mit einem 12,95 Zoll großen LCD-Panel, das mit 144 Hz arbeitet und eine Auflösung von 2.880 x 1.840 Pixeln bietet. Diese Kombination ergibt flüssiges Scrollen, scharfe Schrift und eine Bildwiederholrate, die Spiele und Animationen lebendiger wirken lässt. Für Nutzer, die Wert auf hohe Wiedergabefrequenzen legen — etwa Gamer oder Personen, die viel mit grafischen Benutzeroberflächen arbeiten — ist das ein klarer Vorteil.

Unter der Haube läuft Android 15, und Brave hat darüber hinaus einen eigenen Desktop-Modus integriert, der das Tablet in eine produktive Arbeitsstation verwandelt. Wird ein externer USB-C-Monitor angeschlossen, ermöglicht das System Multi-Screen-Workflows: Fenster lassen sich frei skalieren und positionieren, was echtes Multitasking und eine arbeitsplatzähnliche Bedienung erlaubt — nicht nur einfache Kachel- oder Ein-Knopfdruck-Lösungen.

Der Desktop-Modus bringt zudem Anpassungen an der Benutzeroberfläche mit: ein Desktop-ähnliches Dock, Kontextmenüs für Fenster, eine taskorientierte Fensterverwaltung und optimierte Tastaturkürzel. Das macht das Ark interessant für Studenten, Kreative und mobile Professionals, die sowohl Medien konsumieren als auch produktiv arbeiten möchten.

Leistung und Speicher

Im Inneren arbeitet ein Snapdragon 8s Gen 3 — nicht die allerneueste Plattform, aber leistungsfähig genug für die meisten Alltags- und Business-Anwendungen. Die CPU-Konfiguration kombiniert einen leistungsstarken Cortex-X4-Kern mit mehreren Effizienz-Kernen, und das SoC nutzt eine Adreno 735 GPU zur Grafikbeschleunigung. Diese Kombination liefert eine ausgewogene Mischung aus Single-Core-Power, Mehrkern-Effizienz und solider Grafikleistung.

Brave bietet das Ark aktuell in einer einzigen Speicherkonfiguration an: 12 GB RAM und 256 GB interner Speicher. Für Anwender, die viele Dateien, Fotos oder große Medienbibliotheken lagern möchten, gibt es einen microSD-Kartensteckplatz zur Erweiterung. Die 12 GB RAM sind für produktives Multitasking ausreichend dimensioniert; in Verbindung mit dem Desktop-Modus ergeben sich flüssigere Wechsel zwischen mehreren Fenstern und Aufgaben.

Praktische Performance-Details: Bei intensiven Aufgaben wie Videobearbeitung in mobilen Apps, 3D-Rendering in leichtgewichtigen Szenarien oder grafikintensiven Spielen dürften Nutzer eine zufriedenstellende Erfahrung erwarten. Für sehr anspruchsvolle Desktop-Aufgaben oder professionelle Workloads, die von Desktop-CPUs und dedizierten GPUs profitieren, bleibt ein klassisches Notebook dennoch überlegen. Trotzdem positioniert sich das Ark als leistungsfähige, portable Alternative mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Software-Optimierungen und Kompatibilität

Android 15 bringt moderne Sicherheits- und Datenschutzverbesserungen sowie Energieoptimierungen mit. Brave ergänzt das Betriebssystem mit spezifischen Optimierungen für den Desktop-Modus, Unterstützung für Tastatur- und Maus-Layouts, Verknüpfungen und potenziell angepasste Multi-Window-APIs. Die Kompatibilität mit gängigen Android-Apps ist gegeben; bei einigen spezielleren Desktop-Anwendungen können jedoch Einschränkungen bestehen, weil Android-Apps nicht immer Desktop-optimiert sind.

Akkulaufzeit und Ladeverhalten

Das wohl auffälligste Merkmal des Ark ist der Akku: Eine Dual-Cell-Batterie mit 14.550 mAh Kapazität steckt in einem Gehäuse, das nur 7,6 mm dick ist. Das ist eine außergewöhnlich hohe Kapazität für ein relativ schlankes Tablet-Design. In der Praxis bedeutet das deutlich verlängerte Laufzeiten für Streaming, Office-Arbeit, Web-Browsing und lange Reisetage ohne Steckdose.

Brave gibt eine Ladeleistung von bis zu 33 W über USB Power Delivery an. Zwar ist das nicht die schnellste Ladeleistung am Markt, doch angesichts der riesigen Kapazität des Akkus sind die Ladezeiten insgesamt angemessen: Ein vollständiges Aufladen wird länger dauern als bei kleineren Tablets mit höherer Ladeleistung, bietet dafür aber eine sehr lange Nutzungsdauer pro Ladung.

Realistische Nutzungsprognosen: Bei moderater Nutzung — Mix aus Web, Video-Streaming und Produktiv-Apps — dürfte das Tablet leicht einen bis anderthalb Tage durchhalten, bei sparsamer Nutzung sogar zwei Tage oder mehr. Intensives Gaming oder längere, hochauflösende Videostreams reduzieren die Laufzeit entsprechend, aber die große Kapazität puffert diese Belastungen besser ab als viele dünnere Alternativen.

 

 

 

Zubehör und Eingabegeräte

Brave hat an Zubehör gedacht: Eine magnetische Tastatur lässt sich per Pogo-Pins anstecken und rasten. Die Integration über Pogo-Pins sorgt für stabile Verbindung und gleichzeitige Stromversorgung bzw. Kommunikation ohne Bluetooth-Pairing. Auffällig ist die dedizierte AI-Taste auf der Tastatur, die schnellen Zugriff auf KI-Funktionen, Shortcuts und vorgefertigte Prompts ermöglichen soll — ein Merkmal, das produktive Nutzer mit Interesse an moderner Assistenztechnologie ansprechen dürfte.

Für Stift-Nutzer liegt der Ark Pen im Lieferumfang bei. Der Digitizer verfolgt den Stift mit 240 Hz Abtastrate, bietet eine Latenz unter 10 ms, erkennt 4.096 Druckstufen und liest Neigung über 50 Grad. Diese Werte sind für handschriftliche Notizen, Skizzen und flüssiges Zeichnen sehr gut und schaffen eine präzise Eingabe. Der Stift haftet magnetisch am Gehäuse und erreicht bei aktivem Einsatz eine Laufzeit von bis zu etwa 12 Stunden — ausreichend für einen ganzen Arbeitstag.

Optional bietet Brave zusätzliches Schutz- und Komfortzubehör an: eine stoßfeste Schutzhülle sowie eine TPU-Ledertasche mit Kickstand, die ergonomische Aufstellwinkel unterstützt. Solche Cases sind besonders nützlich für Vielreisende und Studierende, die Schutz und Flexibilität bei Präsentationen oder Vorlesungen benötigen.

Audio

Beim Klang setzt Brave auf acht Lautsprecher, angeordnet als vier Woofers und vier Tweeter, die mit DTS-Abstimmung laufen. Diese Konfiguration zielt darauf ab, ein volleres Klangbild mit klareren Höhen und kräftigerem Bass zu liefern — vorteilhaft für Videostreaming, Videokonferenzen und Casual-Gaming. Lautere Umgebungen profitieren von der räumlicheren Wiedergabe, während die DTS-Tuning-Profile vermutlich zusätzliche EQ-Optionen und Sound-Presets bieten.

Allerdings gilt: Die natürlichste Klangqualität erreicht man bei externen Lautsprechern oder Kopfhörern. Das Ark bietet mit seinem Lautsprecher-Setup dennoch eine ausgesprochen gute Onboard-Lösung, die für die meisten mobilen Anwendungsfälle völlig ausreicht.

Preis, Verfügbarkeit und Bundles

Das erste Verkaufsangebot startet auf Amazon India mit einer unverbindlichen Preisempfehlung (MSRP) von ₹35.000 für die 12/256 GB-Variante. Zum Launch erhalten frühe Käufer ein attraktives Angebot: Die ersten 200 Käufer bekommen die Tastatur kostenlos dazu. Im Standard-Lieferumfang sind der Stylus, eine Schutzhülle und ein Ladegerät enthalten.

Zusätzlich verkauft Brave optionales Zubehör wie die bereits erwähnte stoßfeste Schutzhülle und eine TPU-Ledertasche mit Kickstand separat. Solche Bundles können das Gesamtpaket abrunden und sind für Anwender interessant, die das Tablet besonders intensiv nutzen oder häufig transportieren.

Zielgruppe, Positionierung und Fazit

Das Ark richtet sich klar an Studierende, mobile Professionals und Kreative, die die Portabilität eines Tablets mit produktiveren Desktop-Funktionen verbinden wollen. Es ist kein reiner Performance-Bolide, der teure High-End-Flaggschiffe in allen Benchmarks übertrifft, aber es bietet eine ausgewogene Kombination aus großem Akku, nützlichem Desktop-Modus, präzisem Stift und einem umfassenden Lautsprecher-Setup — und das zu einem wettbewerbsfähigen Preis.

Wichtigste Differenzierungsmerkmale gegenüber vielen Konkurrenten sind die außergewöhnlich große Akkukapazität in Kombination mit einer überraschend schlanken Bauhöhe, der Desktop-Mode für echtes Multitasking, die mitgelieferte Stiftlösung und die Option zur Speichererweiterung per microSD. Diese Kombination macht das Ark zu einer interessanten Alternative für Käufer, die Wert auf Ausdauer und produktive Funktionen legen und nicht unbedingt das maximale Rohleistungspotenzial eines Top-SoCs benötigen.

Wenn Sie ein Tablet suchen, das mehr kann als Medienwiedergabe — eines, das produktives Arbeiten unterwegs ernst nimmt und sich als Ersatz für einen kompakten Laptop eignen kann — dann ist das Ark einen näheren Blick wert. Das Gerät ist jetzt verfügbar und bietet eine reale Möglichkeit, ein Android-Tablet mit größerem Funktionsumfang in der Praxis zu testen.

Neugierig auf ein Tablet, das größer denkt als die üblichen Slates? Das Ark ist live und bereit für den Praxis-Einsatz.

Quelle: gsmarena

"Smartphone-Expertin mit einem Auge fürs Detail. Ich teste nicht nur die Leistung, sondern auch die Usability im Alltag."

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