Samsung One UI 8.5: Ausgeschlossene Galaxy-Modelle erklärt

Samsung verteilt One UI 8.5 zusammen mit der S26‑Serie, schließt aber zahlreiche ältere Galaxy‑Modelle aus. Dieser Artikel erklärt Gründe, Auswirkungen und Optionen für betroffene Nutzer.

Sarah Hoffmann Sarah Hoffmann . Kommentare
Samsung One UI 8.5: Ausgeschlossene Galaxy-Modelle erklärt

9 Minuten

Wenn Sie noch ein Galaxy S21 oder ein Z Fold 3 besitzen, sollten Sie mit Enttäuschung rechnen: Samsungs One UI 8.5 wird für eine Reihe von Geräten nicht erscheinen, die sich einst zukunftssicher anfühlten. Das Unternehmen wird das Update zusammen mit der Galaxy S26-Serie vorstellen, und während einige berechtigte Modelle zuerst an der Reihe sein werden, werden viele Geräte, die Android 15 (One UI 7) erhalten haben, dieses nächste Update nicht bekommen.

One UI 8.5 wurde bereits in der Beta auf der S25-Familie erprobt und ist mehr als nur eine kosmetische Überarbeitung. Auf Basis einer neueren Android 16 QPR2-Grundlage erlaubt es Samsung, tiefere systemseitige Änderungen einzuführen — Funktionen, die schlichtweg neuere Hardware oder längere Supportfenster erfordern. Das ist die nüchterne Realität hinter den Ausschlüssen: Nicht jedes Telefon, das One UI 7 ausgeführt hat, kann realistisch gesehen alles unterstützen, was Samsung in 8.5 ausrollen möchte.

Geräte, die von One UI 8.5 ausgeschlossen sind

  • Galaxy S21, S21+, S21 Ultra und ältere S-Modelle
  • Galaxy Z Fold 3, Z Flip 3 und ältere Z-Modelle
  • Galaxy A23, A14, A05, A05s und ältere A‑Serie-Geräte
  • Galaxy M14, M05 und ältere M‑Modelle
  • Galaxy F14, F05 und ältere F‑Modelle
  • Galaxy Tab Active 4 Pro und andere ältere Tab-Geräte
  • Galaxy XCover 6 Pro und vorherige XCover-Modelle

Es ist verständlich, dass es frustrierend ist, wenn das eigene Modell auf dieser Liste steht. Gleichzeitig erklärt diese Entscheidung, warum Samsung Nutzer in Richtung neuerer Hardware oder Modelle mit längerer Update-Garantie lenkt. Wenn es Ihnen wichtig ist, auf dem neuesten Stand zu bleiben, sollten Sie nach Smartphones suchen, die sechs oder sieben Android-OS-Upgrade-Zyklen versprechen — das sind die Geräte, die am wahrscheinlichsten One UI 8.5 und darüber hinaus erhalten.

Was bringt One UI 8.5?

Kurz gesagt: bedeutende Feinanpassungen im gesamten System. Der Schnellzugriffsbereich (Quick Settings) ist jetzt deutlich konfigurierbarer und erlaubt es, Schalter- und Schieberegler-Layouts in einer Weise anzupassen, die lange überfällig erschien. Samsungs App‑Symbole — zumindest die hausinternen — haben eine subtile 3D‑Schattierung erhalten, die das Erscheinungsbild des Homescreens stärker hervorhebt. Das sind kleine Änderungen, aber sie tragen spürbar zur Gesamtabstimmung bei.

Sperrbildschirm und Personalisierung

Der Sperrbildschirm verhält sich intelligenter: Er verschiebt Uhrzeit und Datum automatisch, damit sie nicht das Motiv Ihres Hintergrundbildes überdecken. Hinzu kommen neue wasserartige Animationen und frische Schriftarten zur Auswahl. Diese visuellen Anpassungen zielen darauf ab, die Ästhetik und Lesbarkeit zu verbessern, ohne die Performance zu belasten.

Teilweise Bildschirmaufzeichnung und Bedienkomfort

Neu ist auch ein Teilbildschirm‑Aufnahmemodus, ideal um nur einen Ausschnitt einer App oder eines Spiels zu erfassen, ohne den gesamten Bildschirm aufzuzeichnen. Das ist nützlich für Tutorials, Fehlerberichte oder das Teilen kurzer Clips, ohne private Bereiche zu offenbaren.

Sicherheits- und Störungsmanagement

Sicherheit und Störungsbekämpfung haben ebenfalls Aufmerksamkeit erhalten. Ein fehlgeschlagener Authentifizierungsversuch kann das Gerät automatisch in einen gesicherten Zustand versetzen, wenn verdächtiges Verhalten erkannt wird. Eine intelligente Blockierfunktion zielt darauf ab, Apps zu dämpfen, die Werbe‑Benachrichtigungen in großer Zahl versenden. Photo Assist wurde verbessert, sodass abgebrochene Bild-Generierungen nicht mehr dazu zwingen, jeden Zwischenschritt zu speichern — das reduziert unnötige Dateien und vereinfacht den Workflow beim Erstellen von Bildern.

Technische Grundlage: Android 16 QPR2

One UI 8.5 basiert auf einem späteren Android 16 QPR2-Build. QPRs (Quarterly Platform Releases) bringen systemnahe Änderungen, Performance‑Optimierungen und neue APIs mit sich. Manche dieser Neuerungen erfordern Hardwarefunktionen oder Treiber, die auf älteren Geräten nicht vorhanden sind, oder sie setzen längere Software‑Supportzeiträume voraus, damit Hersteller und App‑Entwickler stabil auf die neuen Schnittstellen reagieren können.

Beispielsweise können neue Grafik‑APIs, verbesserte Energiemanagement‑Mechanismen oder erweiterte Sicherheits‑Frameworks auf Chipsätzen basieren, die erst in neueren SoCs (System on Chip) vollständig unterstützt werden. Daraus ergibt sich ein technischer Grund für die Entscheidung, bestimmte Geräte auszuschließen.

Warum werden ältere Geräte ausgeschlossen?

Die Entscheidung, Einzelmodelle auszulassen, ist oft eine Kombination aus technischen, logistischen und geschäftlichen Gründen:

  • Hardware-Limitierungen: Manche neuen Funktionen benötigen spezifische Hardware‑Fähigkeiten, die ältere SoCs nicht bieten.
  • Treiber- und HAL-Kompatibilität: Neue Android- und GPU-Treiber erfordern oft Herstellungsunterstützung, die für ältere Geräte nicht mehr praktikabel ist.
  • Ressourcen‑Priorisierung: Hersteller fokussieren Entwicklungs- und Testressourcen auf aktuelle Flaggschiffe und Geräte mit langer Update‑Garantie.
  • Testaufwand: Jede neue OS‑Version muss umfangreich getestet werden. Für ältere Modelle ist der Nutzen des Aufwands oft geringer.
  • Marktstrategie: Produkte mit längerer vermarkteter Lebensdauer werden priorisiert, um Konsistenz und Vertrauen zu schaffen.

Konsequenzen für Nutzer

Wenn ein Gerät vom Update ausgeschlossen wird, bedeutet das nicht sofort einen Funktionsverlust. Vielmehr heißt es:

  • Weniger neue Funktionen: Künftige UI‑Verbesserungen, Optimierungen und Komfortfunktionen werden nicht verfügbar sein.
  • Weniger Sicherheits-Updates: Langfristig kann es weniger oder verzögertere Sicherheitsupdates geben, insbesondere solche, die auf neuen System-Frameworks aufbauen.
  • Eingeschränkte App‑Kompatibilität: Neue Apps oder App‑Updates, die auf neuere API‑Level setzen, könnten schlechter laufen oder nicht mehr unterstützt werden.

Für viele Nutzer bleibt das Gerät im Alltag noch brauchbar, aber die Zeitspanne, in der moderne Apps flüssig laufen und Sicherheitsrisiken minimiert sind, verkürzt sich.

Empfehlungen für betroffene Nutzer

Wenn Ihr Gerät auf der Ausschlussliste steht, haben Sie mehrere sinnvolle Optionen, je nach Bedarf und Budget:

  • Kauf eines neueren Galaxy mit mehrjähriger OS‑Garantie: Achten Sie auf Geräte mit 4–7 Android‑Upgrades (ein Verkaufsargument bei vielen aktuellen Modellen).
  • Geduld bei der gestaffelten Verteilung: Samsung rollt Updates oft gestaffelt aus; manche ältere, aber noch unterstützte Modelle erhalten Updates Wochen bis Monate nach dem ersten Rollout.
  • Alternative Softwarequellen: Enthusiasten-Communitys bieten gelegentlich inoffizielle ROMs, die neue UI‑Versionen auf älteren Geräten nutzbar machen. Dabei gilt: Risiko und Aufwand sind höher, Garantie und Sicherheitsgarantien entfallen.
  • Fokussierung auf Sicherheitspraktiken: Unabhängig vom Update‑Status sollten Nutzer starke Passwörter, Zwei‑Faktor‑Authentifizierung und Backup‑Strategien verwenden.

Welche Galaxy-Modelle lohnen sich für Zukunftssicherheit?

Modelle, die in den letzten zwei Jahren eingeführt wurden und kommerziell mit langen Update‑Versprechen verkauft wurden, sind die beste Wahl. Insbesondere höhere Mittelklasse‑ und Flaggschiff‑Serien (z. B. S‑, Z‑ und bestimmte A‑ oder F‑Varianten mit beworbenem Multi‑Year‑Support) bieten größere Chancen, One UI 8.5 und zukünftige Versionen zu erhalten. Empfehlenswert sind Geräte mit modernen SoCs, aktuellem 5G‑Modem und aktiv beworbenem Software‑Support.

Zeitplan, Rollout und regionale Unterschiede

Samsungs Rollout‑Strategie ist in der Regel gestaffelt: Neue One‑UI‑Versionen erscheinen zuerst auf den neuesten Flaggschiffen (hier: S26‑Familie) und werden dann schrittweise auf ältere, aber unterstützte Modelle ausgeweitet. Die zeitliche Staffelung variiert je nach Region, Carrier und Zertifizierungsanforderungen. Operator‑gebundene Modelle können zusätzliche Zertifizierungsstufen durchlaufen, die Verzögerungen verursachen.

Die verlässlichste Informationsquelle ist Samsungs offizieller Update‑Tracker sowie regionale Support‑Seiten. Dort finden Sie veröffentlichte Zeitpläne für spezifische Modelle und Länder; beachten Sie, dass diese Zeitpläne dynamisch sind und sich während der Testphase ändern können.

Was beeinflusst die Reihenfolge des Rollouts?

  • Flaggschiff‑Priorität: Neue Flaggschiffe erhalten Updates zuerst, um neue Funktionen zu präsentieren.
  • Marktgröße: In Ländern mit hoher Nutzerzahl bestimmter Modelle wird das Update eher priorisiert.
  • Carrier‑Tests: Netzbetreiber verlangen oft zusätzliche Tests, vor allem für sicherheitsrelevante oder netzabhängige Funktionen.
  • Fehlerbehebungen und Stabilität: Wenn kritische Bugs auftreten, pausiert Samsung den Rollout, bis Patches bereitstehen.

Technische Details und Entwicklungsaspekte

Aus technischer Sicht ist der Übergang von One UI 7 (basierend auf Android 15) zu One UI 8.5 (basierend auf Android 16 QPR2) nicht nur ein Versionssprung, sondern auch eine Neuordnung von System-APIs, Berechtigungsmodellen und Hardware‑Abstraktionen. Entwickler müssen Apps testen und gegebenenfalls anpassen, um neue Verhaltensweisen, Hintergrundbeschränkungen oder optimierte Grafik- und Energie‑APIs zu unterstützen.

Darüber hinaus bietet Android 16 verbesserte JIT/Ahead‑of‑Time‑Kompilierung, effizientere Speicherverwaltung und optionale neue Sicherheitsfeatures, die von Samsung in One UI integriert werden können. Solche Integrationen erfordern sowohl Firmware‑Änderungen als auch umfassende Kompatibilitätstests mit OEM‑Treibern, wodurch der Aufwand für ältere Geräte steigt.

Auswirkungen für Entwickler

App‑Entwickler sollten prüfen, welche API‑Level ihre Zielgruppe verwendet, und gradlinige Fallback‑Mechanismen implementieren, damit Apps auch auf Geräten ohne One UI 8.5 stabil laufen. Nutzung von Feature‑Flags, inkrementellen Rollouts und Telemetrie helfen, Probleme früh zu erkennen und Kompatibilitätsprobleme zu mildern.

Fazit: Abwägen zwischen Komfort und Nachhaltigkeit

Die Entscheidung, bestimmte Galaxy‑Modelle von One UI 8.5 auszunehmen, ist zwar für viele Nutzer enttäuschend, aber technologisch und wirtschaftlich nachvollziehbar. Sie zeigt, wie schnell sich Softwareanforderungen und Hardwarefähigkeiten weiterentwickeln. Für Endkunden bedeutet das: Wer Wert auf die neuesten Funktionen, langfristigen Sicherheits‑ und OS‑Support legt, sollte beim nächsten Gerätewechsel verstärkt auf Update‑Versprechen achten.

Wenn Sie betroffen sind, bleibt die Wahl zwischen Weiterverwendung mit bekannten Einschränkungen, Wechsel zu einem neueren Gerät oder experimenteller Nutzung von Community‑ROMs. Unabhängig davon ist es sinnvoll, Sicherheitsvorkehrungen zu treffen und regelmäßig Backups anzufertigen.

Behalten Sie den S26‑Launch im Auge: Er wird deutlich machen, welche Geräte in dieser Generation weiter im Fokus stehen und welche damit langsam in ein begrenztes Upgrade‑Fenster übergehen.

Quelle: gizmochina

"Nachhaltige Technologie ist die Zukunft. Ich schreibe über Green-Tech und wie Digitalisierung dem Planeten helfen kann."

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