WhatsApp: Nachrichten planen endlich in der iOS‑Beta

WhatsApp testet in der iOS‑Beta eine native Funktion zum zeitgesteuerten Versenden von Nachrichten. Wir erklären Funktionsweise, Anwendungsfälle, Sicherheitsfragen und was Nutzer in kommenden Betas erwarten können.

Lena Wagner Lena Wagner . Kommentare
WhatsApp: Nachrichten planen endlich in der iOS‑Beta

7 Minuten

Direkt zur Sache: WhatsApp führt Nachrichtenplanung in der iOS‑Beta ein

Es ist jedem schon passiert: der perfekte Zeitpunkt zum Abschicken einer Nachricht wurde verpasst — schlechtes Timing, peinliche Nachfragen, verpasste Erinnerungen. WhatsApp scheint das ändern zu wollen: In der iOS‑Beta wurde ein integriertes Planungswerkzeug entdeckt, das das zeitgesteuerte Versenden von Nachrichten erleichtern soll.

Was wurde entdeckt?

Fund durch WABetaInfo

WABetaInfo fand die Funktion in Version 26.7.10.72 von WhatsApp für iOS. Die Entdeckung zeigt, dass WhatsApp an einer nativen Möglichkeit arbeitet, Nachrichten zu einem späteren Zeitpunkt automatisch zu versenden. Diese Information stammt aus einer Analyse der Beta‑Version und wurde anhand von Screenshots und Interface‑Hinweisen dokumentiert.

So funktioniert der Workflow

Der grundlegende Ablauf ist einfach und benutzerfreundlich: Nachricht verfassen, Datum und Uhrzeit auswählen, und WhatsApp fügt die Nachricht einer Warteschlange hinzu, die zum gewählten Zeitpunkt automatisch versendet wird. Die Beta‑Ansicht zeigt außerdem einen Bereich namens „Geplante Nachrichten“ in der Info‑Ansicht eines Chats, in dem alle terminierten Einträge sichtbar sind und bei Bedarf vor dem Versand gelöscht werden können.

Die originale Beta‑Beschreibung im Kontext

Originaltext (übersetzt und erweitert): In der Beta ist ein Abschnitt für „Geplante Nachrichten“ auf dem Informationsbildschirm eines Chats sichtbar, wo terminierte Einträge auftauchen und vor Zustellung entfernt werden können. Das Leak‑Screencap zeigt die Funktion in einem Gruppenchat, jedoch gibt es keinen offensichtlichen Grund, weshalb die Planungsfunktion nicht auch in Einzelchats funktionieren sollte.

Anwendungsfälle: Warum das praktisch ist

Die praktische Relevanz einer integrierten Nachrichtenplanung ist hoch. Die Funktion eröffnet zahlreiche Einsatzmöglichkeiten für Privatnutzer, Teams und Unternehmen:

  • Geburtstags‑ oder Feiertagsgrüße zeitgenau versenden (z. B. Mitternacht in einer anderen Zeitzone).
  • Erinnerungen an Teammitglieder schicken, ohne jemanden außerhalb der Arbeitszeiten zu stören.
  • Kundenkommunikation planen, sodass Updates während der Geschäftszeiten eintreffen.
  • Marketing‑ und Informationskampagnen koordinieren, ohne Drittanbieter‑Tools verwenden zu müssen.

Solche Use Cases zeigen: Eine native Planungsfunktion reduziert die Abhängigkeit von klobigen Entwürfen oder externen Automatisierungsdiensten und erhöht die Benutzerfreundlichkeit.

Vergleich mit Alternativen

Was andere Messenger bieten

Andere Messaging‑Apps wie Telegram bieten bereits seit längerem native Planungsfunktionen. Dort können Nutzer Nachrichten zeitgesteuert versenden oder als Entwurf ablegen. Wenn WhatsApp diese Option erhält, schließt die App eine oft kritisierte Lücke im Funktionsumfang und bietet eine vertraute, integrierte Lösung.

Vorteile gegenüber Drittanbieter‑Lösungen

Externe Tools oder Workarounds bergen Sicherheits‑, Datenschutz‑ und Zuverlässigkeitsrisiken. Eine native Implementierung durch WhatsApp hat den Vorteil, dass die Funktion in das vorhandene Sicherheitsmodell integriert werden kann, was in der Praxis sicherer und stabiler ist.

Technische und sicherheitsrelevante Überlegungen

Ende‑zu‑Ende‑Verschlüsselung

Eine zentrale Frage ist, wie terminierte Nachrichten mit dem bestehenden Ende‑zu‑Ende‑Verschlüsselungsmodell von WhatsApp zusammenspielen. Standardmäßig werden Nachrichten auf dem Sendergerät verschlüsselt und erst beim Empfänger entschlüsselt. Bei zeitgesteuerten Nachrichten gibt es mehrere mögliche Implementierungsansätze:

  1. Die Nachricht wird lokal auf dem Absendergerät verschlüsselt und bis zum Sendezeitpunkt lokal gespeichert. Das setzt voraus, dass das Gerät verfügbar ist und die Nachricht nicht verloren geht.
  2. Die verschlüsselte Nachricht wird auf WhatsApp‑Servern zwischengespeichert. Das würde zusätzliche Sicherheitsfragen aufwerfen und müsste transparent kommuniziert werden.
  3. Eine hybrider Ansatz, bei dem Metadaten und Zeitstempel serverseitig verwaltet werden, während der Nachrichteninhalt verschlüsselt bleibt.

Jeder Ansatz hat Vor‑ und Nachteile in Bezug auf Sicherheit, Zuverlässigkeit und Backup‑Verhalten.

Backups und Synchronisation

Ein weiterer technischer Aspekt ist, wie geplante Nachrichten in Backups behandelt werden — etwa in iCloud‑ oder lokalen Sicherungen. Werden wartende Nachrichten in Backups einbezogen? Können geplante Nachrichten auf einem neuen Gerät wiederhergestellt werden? Entwickler müssen sicherstellen, dass Nutzer nicht versehentlich Nachrichten verlieren oder dass geplante Nachrichten nach einer Wiederherstellung nicht zu unerwarteten Zeitpunkten versendet werden.

Offline‑Verhalten und Gerätewechel

Wenn das sendende Gerät offline ist oder der Nutzer zwischen Geräten wechselt, muss das System robust reagieren: automatischer Versand bei Netzwerkwiederherstellung, Abgleich zwischen Geräten und sinnvolle UX‑Hinweise an den Nutzer (z. B. die Möglichkeit, geplante Einträge manuell neu zu synchronisieren).

Benutzeroberfläche und Bedienbarkeit

Die Beta‑Screenshots geben erste Hinweise darauf, wie WhatsApp die Funktion darstellen könnte. Gut gestaltete UI‑Elemente sind entscheidend:

  • Einfache Auswahl von Datum und Uhrzeit, inklusive Zeitzonenunterstützung.
  • Übersichtlicher „Geplante Nachrichten“-Bereich im Chat‑Info‑Screen, in dem Nutzer Einträge überprüfen, bearbeiten oder löschen können.
  • Kontextmenüs für das schnelle Planen direkt aus dem Texteingabefeld heraus.

Gute Usability minimiert Fehleinsendungen und macht die neue Funktion für eine breite Nutzerschaft zugänglich.

Rechtliche und datenschutzrelevante Aspekte

Bei jeder neuen Kommunikationsfunktion sind auch rechtliche Fragen zu adressieren: Speicherung von zeitlich geplanten Inhalten, Erreichbarkeit in verschiedenen Jurisdiktionen und mögliche Compliance‑Anforderungen für Unternehmensnutzer. Insbesondere Unternehmen, die WhatsApp Business einsetzen, werden klare Regeln für Archivierung und Aufbewahrung benötigen.

Datenschutz und Transparenz

WhatsApp muss transparent darlegen, wo und wie geplante Nachrichten gespeichert werden. Nutzer sollten klar sehen können, welche Daten lokal verbleiben und welche serverseitig verwaltet werden — inklusive einer verständlichen Datenschutzrichtlinie zu dieser Funktion.

Limitierungen der Beta‑Entdeckung

Zur Zeit handelt es sich um eine experimentelle Funktion, die noch in Entwicklung ist und selbst vielen Beta‑Testern verborgen bleibt. Sie wird möglicherweise nie in die öffentliche Version integriert. Beta‑Funde zeigen oft neue Ansätze, aber nicht alle Prototypen überstehen den Entwicklungsprozess. WhatsApp könnte die Funktion anpassen, verschieben oder ganz verwerfen.

Was die Beta‑Funde nicht beantworten

Einige offene Fragen, die aus den Screenshots und kurzen Hinweisen nicht hervorgehen, sind:

  • Ob geplante Nachrichten bearbeitet oder nur gelöscht werden können.
  • Ob Support für wiederkehrende Nachrichten (z. B. tägliche Erinnerungen) geplant ist.
  • Wie genau die Integration mit WhatsApp Business‑Funktionen aussehen wird.

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Warum sich die Neuerung für verschiedene Nutzergruppen lohnt

Die Einführung einer nativen Nachrichtenplanung würde unterschiedliche Anwender positiv beeinflussen:

Privatnutzer

Für Privatpersonen erleichtert die Funktion das Timing von Glückwünschen oder Erinnerungen und reduziert die Gefahr, unpassend zu stören.

Teams und Organisationen

Arbeitsteams profitieren von der Möglichkeit, Erinnerungen oder Updates zu koordinieren, ohne Zeitzonenprobleme oder abendliche Störungen zu erzeugen.

Unternehmen und Kundenkommunikation

Unternehmen können Kunden gezielter informieren, z. B. über Wartungsfenster oder Aktionen, und dabei Geschäftszeiten besser treffen. Für WhatsApp Business wäre das ein nahtloser Zusatznutzen.

Ausblick: Was wir in kommenden Betas erwarten sollten

Wenn WhatsApp die Nachrichtenplanung tatsächlich implementiert, sind folgende Erweiterungen oder Anpassungen denkbar:

  • Unterstützung für wiederkehrende Nachrichten (täglich, wöchentlich, monatlich).
  • Integration in WhatsApp Business‑Profile und API‑Funktionen.
  • Detaillierteres Management von geplanten Nachrichten (Bearbeiten, Duplizieren, Priorisieren).
  • Feinere Kontrolle über Zeitzonen und Versandverhalten bei Gerätewechsel.

Beobachter sollten kommende Beta‑Versionen verfolgen, um die schrittweise Erweiterung der Funktionalität zu erkennen.

Fazit

WhatsApp arbeitet offenbar an einer eingebauten Möglichkeit, Nachrichten zeitlich zu planen. Das würde eine lang erwartete Funktion liefern, die viele Nutzer bereits von anderen Diensten kennen. Wichtig sind dabei die Implementierungsdetails — vor allem in puncto Ende‑zu‑Ende‑Verschlüsselung, Backups und UX. Bis die Funktion allgemein ausgerollt wird, bleibt abzuwarten, wie WhatsApp diese Herausforderungen löst. Falls die Funktion allerdings in die stabile Version übernommen wird, könnte das Ritual, den richtigen Moment genau zu treffen und manuell auf "Senden" zu drücken, bald der Vergangenheit angehören.

Behalten Sie künftige Beta‑Releases im Blick: Dort werden sich Hinweise auf Umfang, Sicherheit und Verfügbarkeit der Funktion am zuverlässigsten zeigen.

Quelle: gsmarena

"Smartphone-Expertin mit einem Auge fürs Detail. Ich teste nicht nur die Leistung, sondern auch die Usability im Alltag."

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