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Leakergebnisse zeigen Galaxy S26 Ultra deutlich vorn
Ein geleaktes Geekbench-6-Ergebnis zeigt das Galaxy S26 Ultra in der Öffentlichkeit und ist schwer zu übersehen. Die Auflistung weist eine Single-Core-Punktzahl von 3.852 und ein Multi-Core-Ergebnis von 11.738 aus — Werte, die Samsungs nächstes Flaggschiff deutlich weiter vorne positionieren, als viele erwartet hatten.
Solche Rohdaten lösen erhitzte Diskussionen in der Smartphone-Community aus, denn sie liefern erste Hinweise darauf, wie sich die Rechenleistung in synthetischen Tests entwickelt. Gleichzeitig darf man nicht vergessen: Benchmarks sind Indikatoren, keine vollständigen Urteile über den Alltagseindruck eines Geräts.
Was die Zahlen konkret bedeuten
Die gemeldeten Werte — 3.852 (Single-Core) und 11.738 (Multi-Core) — setzen die Messlatte speziell im Multi-Core-Bereich deutlich höher als bei bisherigen Leaks für konkurrierende Geräte. In synthetischen Tests wie Geekbench wird die rohe CPU-Leistung in standardisierten Workloads bewertet; höhere Multi-Core-Werte deuten generell auf Vorteile bei parallelisierten Aufgaben hin, etwa beim Videotranscoding, 3D-Rendering oder aufwendigen Hintergrundprozessen.
Warum der Leistungsprung möglich ist
Teil der Erklärung liegt in Samsungs „for Galaxy“-Tuning, einer eher unauffälligen, aber gezielten Optimierung des firmeneigenen Snapdragon-Siliciums. Samsung passt Firmware, Thermal- und Leistungsprofile sowie Software-Scheduler für die „for Galaxy“-Versionen an, um gegenüber Standard-Android-Implementierungen mehr Leistung aus der gleichen Hardware zu kitzeln.
„For Galaxy“-Optimierung: Technik hinter dem Tuning
„For Galaxy“-Tuning umfasst mehrere Ebenen:
- Firmware-Feinabstimmung der CPU-Cluster (P-Core, E-Core-Strategien)
- Thermisches Management, das kurzfristig höhere Taktraten erlaubt
- Software-Scheduler-Anpassungen, um Latenzen zu reduzieren und Threads effizienter zu verteilen
- GPU- und NPU-Anpassungen für bestimmte Workloads
Diese Maßnahmen ergeben zusammen oft spürbare Vorteile in Benchmarks — vor allem in Multi-Threading-Szenarien. Während Single-Core-Ergebnisse weiterhin nahe an Apples Spitzenwerten liegen, zeigen sich die größten Unterschiede im Multi-Core-Bereich.
Vergleich zu Apples iPhone-Leaks
Frühere Leaks zum iPhone 17 Pro Max zeigten Multi-Core-Werte im hohen 9.000er-Bereich. Im Vergleich dazu liegt das S26 Ultra hier mit rund 11.738 deutlich darüber — ein Unterschied von etwa 19–20 Prozent in synthetischen Multi-Core-Tests. Das ist kein kleiner Vorsprung: Er kann in Anwendungen, die über mehrere Kerne verteilt rechnen, zu merklichen Zeitgewinnen führen.
Was der Multi-Core-Vorsprung wirklich bringt
Ein solcher Multi-Core-Vorsprung deutet auf praktische Vorteile in folgenden Szenarien hin:
- Videobearbeitung und -export (H.264/H.265/AV1-Encoding)
- 3D-Rendering und komplexe AR/VR-Aufgaben
- Multitasking mit vielen Hintergrundprozessen
- Einige moderne Spiele, die mehrere Kerne effektiv nutzen
Allerdings ist die reale Umsetzung dieser Vorteile abhängig von mehreren Nebenfaktoren, weshalb Benchmarks allein nicht alle Antworten liefern.
Warum Benchmarks nicht alles sagen
Zahlen in Diagrammen sind nur ein Teil der Geschichte. Kurzfristige Leistungsspitzen sehen in Grafen immer gut aus; die entscheidende Frage für den Alltag ist jedoch die anhaltende Leistung unter längerer Last. Diese hängt von mehreren technischen Faktoren ab:
Thermisches Design
Ein effizientes Kühlkonzept (Heatpipes, Vapor Chambers, Graphit) erlaubt es einem Smartphone, höhere Taktraten über längere Zeit zu halten. Ist das thermische Budget begrenzt, droht Throttling: Das Gerät reduziert Taktraten, um Überhitzung zu vermeiden. Ein hoher Spitzenwert kann dann im praxisnahen Dauerbetrieb kaum noch erreicht werden.
Software-Scheduling
Wie das Betriebssystem und der Scheduler Aufgaben an die CPU-Kerne verteilen, beeinflusst die gefühlte Performance. Optimierungen, die in synthetischen Benchmarks gut aussehen, müssen sich auch in realen App-Szenarien bewähren.
GPU-Verhalten unter Last
Viele Spiele und Grafik-Workloads belasten nicht nur die CPU, sondern vor allem die GPU. Wie die GPU-Taktraten aufrechterhalten werden, wie effizient die Speicherausnutzung ist und wie das Zusammenspiel mit der CPU funktioniert, prägt das Spielerlebnis deutlich.
Deshalb bleiben synthetische Spitzenwerte nur ein Hinweis — die Gesamterfahrung ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Chip, Kühlung, Software und Energiemanagement.

Jahresvergleich: S26 Ultra versus S25 Ultra
Im Vergleich zum Vorgänger wird der Unterschied noch deutlicher. Das S25 Ultra erreichte üblicherweise Single-Core-Werte im niedrigen 3.000er-Bereich und Multi-Core-Ergebnisse zwischen etwa 9.700 und 10.000. Betrachtet man diese Zahlen, könnte Samsung laut dem Leak eine mehr als 30-prozentige Steigerung der Multi-Core-Durchsatzleistung gegenüber dem Vorjahr liefern — ein erheblicher Sprung für Anwender, die produktivitätsorientierte, rechenintensive Apps unterwegs nutzen.
Praktische Auswirkungen des Year-over-Year-Sprungs
Für professionelle Nutzer oder Power-User bedeutet eine solche Verbesserung konkret:
- Schnellere Videorenderings auf dem Gerät
- Kürzere Exportzeiten bei großen Mediendateien
- Flüssigeres Multitasking unter hoher Systemlast
- Besseres Handling anspruchsvoller kreativer Anwendungen
Allerdings ist wichtig zu betonen, dass diese Vorteile in der Praxis nur dann dauerhaft spürbar sind, wenn das thermische und energetische Design des Geräts die Leistung über längere Zeiträume stützen kann.
Gerüchte und Hardware-Updates neben der CPU
Abgesehen von der reinen Silizium-Leistung gibt es mehrere Gerüchte zu handfesten Hardware-Änderungen beim S26 Ultra. Samsungs Unpacked-Event am 25. Februar sollte die finalen Spezifikationen, die regionale Chip-Set-Auswahl und die Preisgestaltung bestätigen. Bis dahin stützen sich Informationen auf Leaks und vertrauliche Quellen.
Mögliche Verbesserungspunkte am Ultra-Modell
Die bekannt gewordenen Leaks und Berichte deuten auf folgende, meist inkrementellen, aber sinnvollen Verbesserungen hin:
- Etwas schnelleres kabelgebundenes Laden mit optimierten Ladeprofilen
- Richtige Qi2-Unterstützung für kabelloses Laden, was das Auflegen erleichtert und bessere Effizienz verspricht
- Neue Display-Technologie mit Fokus auf Privatsphäre, etwa eine physische oder softwarebasierte Blickschutzfunktion
- Schrittweise Kameraverbesserungen durch Hard- und Software-Optimierung (verbesserte Rechenfotografie, stabilere Videoaufnahmen, teilweise neue Sensoren oder Objektivabstimmung)
In der Summe könnten diese Weiterentwicklungen dazu beitragen, dass Spitzenwerte aus Benchmarks auch in beständigeren, realitätsnahen Nutzungsszenarien einen Vorteil bringen.
Regionale Chip-Set-Varianten und deren Bedeutung
Samsung setzt bei High-End-Smartphones traditionell auf unterschiedliche SoC-Varianten je nach Region — typischerweise hauseigene Exynos-Chips in einigen Märkten und Qualcomm Snapdragon in anderen. Bei der S26-Generation scheinen jedoch viele Hinweise auf eine stärkere Präsenz von Snapdragon-basierten Konfigurationen, zumindest in wichtigen Märkten, hinzuweisen.
Warum regionale SoC-Entscheidungen relevant sind
Die Wahl des SoC beeinflusst nicht nur die Rohleistung, sondern auch Energieeffizienz, Modem-Funktionalität (5G-Leistung), Bildverarbeitung, NPU-Leistung für KI-Aufgaben und die thermische Integration. Anwender in unterschiedlichen Regionen könnten daher leicht unterschiedliche Erfahrungen machen — selbst wenn äußere Hardware und Software weitgehend identisch sind.
Was Tests und Reviews zeigen müssen
Ob sich die Leistungsdifferenzen des gelisteten Geekbench-Scores in praxistaugliche Vorteile verwandeln, beantworten erst ausführliche Tests. Rezensenten sollten das S26 Ultra durch eine Reihe standardisierter und realer Belastungsprozeduren führen:
- Dauerlastszenarien (CPU-Stresstest über mehrere Minuten/Stunden, um Throttling-Verhalten zu beobachten)
- Langzeit-Gaming mit Frametimings und thermischem Profiling
- Videorenderings und Kodierungstests in realen Formaten (z. B. 4K H.265)
- Kamera- und Video-Tests unter verschiedenen Lichtbedingungen sowie Stabilitätstests
- Akkulaufzeit- und Ladezyklen-Analysen bei typischer Nutzung und unter Last
Solche Prüfungen zeigen, wie nachhaltig die Leistung ist und wie gut das Zusammenspiel von Hardware und Software funktioniert.
Technische Details und Kontext für Anspruchsvolle Nutzer
Für technisch interessierte Leser sind einige ergänzende Punkte wichtig:
Architektur und Leistungsprofil
Moderne Smartphone-CPUs nutzen heterogene Kernel-Architekturen (Leistungs- vs. Effizienzkern). Die Art und Weise, wie diese Kerne getaktet und in verschiedenen Szenarien genutzt werden, entscheidet über Energieverbrauch und Peak-Performance. Zudem spielt der Cache-Aufbau (L2, L3) eine Rolle bei Multithread-Anwendungen.
Speicher und I/O
Die Speicherarchitektur (LPDDR5X vs. LPDDR5), Speicherbandbreite und der I/O-Durchsatz beeinflussen die Fähigkeit, große Datensätze schnell zu verarbeiten — etwa beim Videotranscoding oder bei großen Bilddateien. Ein System mit höherer Speicherbandbreite kann Multi-Core-Leistung besser ausspielen.
NPU/ISP und Kamera-Pipeline
Die Bildverarbeitung (ISP) und neuronale Prozessoren (NPU) übernehmen heutzutage viele Aufgaben, die früher rein in der CPU abliefen: Rauschunterdrückung, HDR-Combining, Motiverkennung, und vieles mehr. Verbesserungen in diesen Komponenten können bei Alltagsaufgaben wie Fotoveredelung und Videostabilisierung spürbar sein, auch wenn sie nicht unmittelbar in Geekbench erscheinen.
Was Käufer jetzt bedenken sollten
Wenn Sie ein Upgrade auf das S26 Ultra in Erwägung ziehen, sind folgende Überlegungen sinnvoll:
- Welche Nutzungsszenarien sind für Sie entscheidend? (Gaming, Foto/Video, Produktivität)
- Wie wichtig ist Ihnen anhaltende Leistung gegenüber Spitzenwerten?
- In welcher Region kaufen Sie? (Unterschiedliche SoC-Konfigurationen möglich)
- Welche Erwartungen haben Sie an Akkulaufzeit und Ladegeschwindigkeit?
Ein Gerät mit hohem Benchmarkscore ist attraktiv, aber nachhaltige Performance, Software-Support, Kameraqualität und Akkumanagement sind ebenso relevant für die tatsächliche Zufriedenheit.
Fazit und Ausblick
Die geleakten Geekbench-Zahlen signalisieren, dass Samsung mit dem S26 Ultra einen signifikanten Schritt in der Multi-Core-Leistung macht. Das kann für professionelle Anwender und Power-User echte Vorteile bringen. Allerdings bleibt offen, wie dauerhaft diese Vorteile im praktischen Einsatz sind — das hängt von Kühlung, Softwareoptimierung und dem Zusammenspiel aller Komponenten ab.
Am 25. Februar, wenn Samsung sein Unpacked-Event abhalten wird, erwarten wir die offiziellen Spezifikationen, mögliche regionale Unterschiede bei den Chipsätzen und die Preisgestaltung. Die anschließenden Tests und Langzeiterfahrungen werden entscheiden, ob die Benchmark-Spitzenwerte in spürbare Alltagsvorteile übersetzt werden oder ob sie vor allem ein beeindruckendes, aber kurzlebiges Ergebnis synthetischer Tests bleiben.
Bis dahin liefern die Geekbench-Werte einen provokativen Hinweis darauf, dass das Rennen um die mobile Leistung noch lange nicht entschieden ist — und dass sowohl Hardware- als auch Software-Optimierung weiterhin eine große Rolle spielen.
Quelle: gizmochina
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