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Sieben Fuß zwei groß, in Schwarz gekleidet und mit einer Gelassenheit aufs Feld rollend, die manch ein Rookie beneiden würde, ist Toyotas neuer CUE7-Roboter nicht als Gag gedacht. Er ist zum Punkten da.
Das allein sagt viel darüber aus, wohin Toyota steuert. Das Unternehmen ist zwar als weltgrößter Autobauer bekannt, seine Geschichte war jedoch nie auf Fahrzeuge beschränkt. Lange bevor es Limousinen, SUVs und Hybride baute, begann Toyota im Textilgewerbe und entwickelte Anfang des 20. Jahrhunderts automatische Webstühle. Autos kamen später. Jetzt drängt die Marke mit einer Maschine in die Robotik vor, die mit verblüffender Präzision werfen, dribbeln und über ein Basketballfeld gleiten kann.
CUE7 gab sein öffentliches Debüt bei einem Heimspiel von Alvark Tokyo in der Toyota Arena in Tokio und schrieb damit ein neues Kapitel des faszinierenden CUE-Projekts. Was 2017 als ehrenamtlich getriebene Initiative innerhalb der Engineering Society von Toyota begann, hat sich zu einem der ungewöhnlichsten und überzeugendsten Experimente in den Bereichen Künstliche Intelligenz, maschinelles Sehen und Bewegungssteuerung entwickelt, die von einem Autohersteller zu sehen sind.
Und das ist nicht der erste Versuch. Frühere Versionen von CUE haben bereits einen ernstzunehmenden Ruf erarbeitet. 2019 stellte der Roboter einen Guinness-Weltrekord für die meisten aufeinanderfolgenden Freiwürfe eines humanoiden Roboters auf und versenkte unglaubliche 2.020 Würfe in Folge. Diese Zahl klingt noch immer erfunden. Ist sie aber nicht. 2024 setzte CUE6 einen weiteren Rekord, indem er den längsten Basketballwurf eines humanoiden Roboters aus 24,55 Metern landete.

Mehr als nur ein Wurftrick
CUE7 markiert einen viel größeren Sprung. Toyota beschreibt ihn als kompletten Modellwechsel, und das erscheint gerechtfertigt. Frühere Versionen waren beeindruckende Spezialisten. Dieses Modell wirkt mehr wie ein echter Spieler auf dem Feld. Es kann sich frei bewegen, den Ball dribbeln und mit Bewegungen werfen, die natürlicher und menschlicher wirken sollen. Das ist wichtig, denn die Herausforderung besteht nicht mehr nur darin, einen perfekten Wurf zu wiederholen. Es geht darum, die Umgebung zu lesen, die Position anzupassen, den Ball zu kontrollieren und all die körperlichen Entscheidungen in Sekundenschnelle zu treffen, die bei Sportlern mühelos erscheinen.
Der Roboter erreicht das durch ein Netzwerk aus Kameras und Sensoren vom Kopf bis zum Rad. Gemeinsam ermöglichen sie die Analyse von Distanz, Winkel, Timing und Ballführung in Echtzeit und berechnen dann die benötigte Kraft und Flugbahn für den Wurf. Anders gesagt: Das ist nicht nur ein auffälliges Maskottchen für die Halbzeitshow. Es ist eine rollende Demonstration von maschinellem Sehen, Balancekontrolle und präziser Mechanik.
Er sieht dabei auch aus wie ein Profi. In einer schwarz gebrandeten Toyota-Uniform und auf zwei Rädern balancierend, hat CUE7 eine Präsenz irgendwo zwischen Sport-Spektakel und Science-Fiction. Er ist 2,18 Meter groß und wiegt 74 Kilogramm, damit größer als viele Profi-Basketballer und leichter, als man bei einer Maschine mit so viel Hardware erwarten würde.
Falls Sie sich fragten, was es kosten würde, einen solchen Spieler in Ihr imaginäres Aufgebot aufzunehmen: Die Schätzung liegt bei etwa 138.000 Euro nach aktuellem Wechselkurs. Nicht gerade ein Schnäppchen.
Interessant an CUE7 ist aber nicht nur, dass er Körbe trifft. Es ist die Art und Weise, wie Toyota ein spielerisches Format nutzt, um tiefere Fähigkeiten in Robotik und KI zu demonstrieren. Ein Basketballfeld ist ein überraschend anspruchsvolles Prüfgelände. Es verlangt Genauigkeit, Wiederholbarkeit, Bewegung und Anpassung in Echtzeit. Setzt man all das zusammen, wird CUE7 mehr als eine Neuheit. Er bietet einen Einblick, wie fortgeschrittene robotische Systeme die physische Welt interpretieren und mit wachsender Feinheit reagieren können.
Perfekt ist er noch nicht, und offen gesagt macht das einen Teil des Reizes aus. Die gelegentlichen Unvollkommenheiten erinnern daran, dass dies keine Filmzauberei ist. Es ist Technik in Bewegung, die öffentlich lernt und sich weiterentwickelt. Toyota baut vielleicht noch keine Roboter-Athleten, um die NBA herauszufordern, aber mit CUE7 hat das Unternehmen etwas deutlich Interessanteres als einen einfachen Stunt geschaffen. Es hat eine Maschine gebaut, die Sport zum Testfeld für die Zukunft macht.
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