Smartphones versuchen selten, dich zu überraschen, indem sie ein zweites Display dort platzieren, wo die Kameraerhöhung sitzt. Genau das hat Honor beim Play20A getan: ein günstiges Smartphone, das darauf besteht, bemerkt zu werden, auch wenn man es nicht vollständig versteht.
Das winzige Rückdisplay ist der Haupttrick. Es spiegelt grundlegende Informationen wie Uhrzeit, eingehende Anrufer-ID und die aktuelle Wiedergabe und bietet eine schnelle Möglichkeit, Selfies mit der Hauptkamera aufzunehmen. Es gibt jedoch einen Haken: Auf der Rückseite befindet sich nur ein echter Sensor, ein 13-MP-Sensor, der alle Aufnahmen von hinten übernimmt. Er wird höchstwahrscheinlich die 5-MP-Frontkamera in Bezug auf die Bildqualität deutlich übertreffen, aber das Konzept wirkt eher schlau als zwingend.

Drehst du das Telefon um, triffst du auf ein sehr großes LCD: ein 6,9-Zoll-Panel mit 90 Hz. Das ist für diese Preisklasse ungewöhnlich groß und verändert den Charakter des Geräts. Medienwiedergabe und Spiele wirken dadurch immersiver. Das gilt auch für lange Scrollvorgänge. Der Rest der Vorderseite ist jedoch vertraut: eine asymmetrische Einfassung, eine Displaykerbe für die Selfiekamera und ein seitlich angebrachter Fingerabdrucksensor im Rahmen.

Unter der Haube bleibt das Play20A pragmatisch. Es ist ein 4G-Gerät, angetrieben vom MediaTek Helio G81, kombiniert mit 4 GB RAM und erhältlich mit 64 GB oder 128 GB Speicher. Honor hat an Flexibilität nicht gespart: Das Fach nimmt zwei SIM-Karten sowie eine microSD-Karte auf, erweiterbar bis zu 1 TB. Für viele Käufer ist diese Dreifach-Slot-Lösung ein echter Vorteil.

Der 6.000-mAh-Akku ist das überzeugendste Merkmal des Geräts. Diese Kapazität verspricht bei durchschnittlicher Nutzung eine mehrtägige Laufzeit. Das Aufladen ist mit 15 W jedoch moderat, sodass Nachladungen Zeit benötigen. Wenn Ausdauer wichtiger ist als schnelles Laden, ist dieses Telefon buchstäblich und im übertragenen Sinn auf deiner Seite.

Es gibt Kompromisse. Das Kamerasystem ist einfach, die Einsatzmöglichkeiten des zweiten Bildschirms sind praktisch, aber begrenzt, und das Gerät verzichtet auf 5G. Auch der Preis ist noch offen; das Play20A ist zwar auf Honors globalen und regionalen Seiten aufgetaucht, aber ohne angegebenen Preis, was den Vergleich mit konkurrierenden Budget-Modellen erschwert.

Am Ende wirkt das Play20A wie ein Experiment: kleine, auffällige Ideen angewendet auf ein ansonsten konventionelles Budget-Smartphone. Ein riesiges Display, ein gewaltiger Akku und ein skurriles Rückdisplay. Nicht jedes Experiment wird zum Trend. Aber es macht Spaß, zu beobachten, wie eines es versucht.



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