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Stellen Sie sich vor: Sie schauen auf Ihre Nachrichten, und unter der Uhrzeit zeigt ein kleines Messgerät unauffällig die Hintergrundstrahlung an. Absurde Vorstellung? Genau das ist die Idee hinter Caviars jüngstem modifizierten Gerät.
Wenn Luxus praktisch wird – und ein wenig laut
Caviar, der russische Veredler, der dafür bekannt ist, Apple-Geräte mit exotischen Metallen und ausgefallenen Motiven zu versehen, hat das iPhone 17 Pro in etwas verwandelt, das zugleich an ein Feldinstrument und ein Kunstobjekt erinnert. Das unter dem Namen Geiger angebotene Modell integriert auf der Rückseite ein echtes Dosimeter-Modul. Keine Spielerei-App, keine simulierten Anzeigen: An der Stelle, an der zuvor Glas war, sitzt ein funktionierender Geiger-Müller-Zähler namens SIG-RM1208.
Das kleine Digitaldisplay des Dosimeters zeigt Gamma-Strahlungswerte in Echtzeit an und lässt sich so konfigurieren, dass bei Überschreiten eines voreingestellten Schwellenwerts ein akustischer Alarm ertönt. Um das Display herum befindet sich ein klassisches Zifferblatt, das von einem Schweizer Ronda-763-Quarzwerk angetrieben wird. Damit vereint das Gerät Strahlenmessung und analoge Zeitanzeige in einer Hardwareeinheit. Eine Kombination, die bewusst theatralisch wirkt und auf überraschende Weise befriedigt.

Um Platz für das Instrument zu schaffen, ersetzte Caviar die Glasrückseite des iPhones durch eine Schale aus geschmiedetem Titan. Die neue Rückseite gibt sich unverhohlen industriell: sichtbare Schrauben, dicke Metallplatten, ein einzelner roter Streifen, der sich über die Rückseite zieht, sowie ein erhabenes Strahlungswarnsymbol im unteren Bereich. Mit spürbarem Gewicht ist zu rechnen: Das Telefon ist deutlich dicker und schwerer als ein unverändertes iPhone 17 Pro.
Die Stückzahl ist äußerst gering. Nur sieben Exemplare werden gefertigt, jedes mit einer Seriennummer versehen und inklusive Echtheitszertifikat ausgeliefert. Die Preise beginnen bei €12.211 für die 256-GB-Variante des iPhone 17 Pro und steigen mit mehr Speicher oder in der Pro-Max-Ausführung.
Für Beobachter von Caviars jüngsten Aktionen kommt die Neuheit kurz nachdem die Marke ein Ultra-Luxus-iPhone Ultra mit Sterlingsilber-Veredelung vorgestellt hatte, das bei etwa €17.521 lag. Das Muster ist klar: Seltenheit plus Handwerkskunst ergibt einen sehr hohen Preis. Ob der Geiger Käufer finden wird, ist eine andere Frage. Caviars Publikum besteht oft aus Sammlern, die Einzelstücke schätzen.

Ist das praktisch? Für Durchschnittsnutzer: nein. Für jemanden, der ein Gesprächsstück sucht, das zugleich als Strahlenmonitor dient: ja. Beim Geiger geht es weniger um Alltagstauglichkeit als darum, hochwertige Verarbeitung mit einem Spezialinstrument zu verbinden – ein handliches Hybridgerät, das gleichermaßen Stirnrunzeln und Fragen hervorruft.
Es existieren nur sieben Exemplare, und der Einstiegspreis beträgt €12.211.
Ob man es liebt oder belächelt: Der Geiger zeigt, wohin sich Luxus-Technik entwickelt, wenn Hersteller sich nicht mehr an Regeln halten. Funktion kann zur Mode werden, und die Grenze zwischen Werkzeug und Trophäe verschwimmt zunehmend.




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