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Xiaomi hat das Erfolgsrezept für erschwingliche Flaggschiffe still und leise neu geschrieben. Die neuen Redmi Note 17 Pro und Pro Max verabschieden sich vom 200-MP-Kamerawettrennen der Vorgängergeneration und setzen stattdessen auf etwas anderes: hohe Ausdauer und effizientere Chips. Kurz gesagt: Diese Smartphones halten länger durch, laden schneller und fühlen sich dennoch nicht nach einem Kompromiss an.
Akku: Kapazität trifft Ladegeschwindigkeit
Bei der Akkukapazität machen die Details den Unterschied. Das Redmi Note 17 Pro verfügt über einen 8.340-mAh-Silizium-Kohlenstoff-Akku statt der 6.580-mAh-Zelle des Note 15 Pro. Xiaomi verspricht 28 Stunden ununterbrochene Videowiedergabe. Das Smartphone unterstützt 67W HyperCharge und soll sich damit in rund 34 Minuten auf etwa 50 Prozent aufladen lassen. Außerdem bietet es 22,5W Reverse Charging, um andere Geräte zu laden.
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Das Pro Max legt noch einmal nach. Es besitzt einen 9.210-mAh-Si/C-Akku mit 16 Prozent Siliziumanteil. Als offizielle Laufzeiten nennt Xiaomi 37 Stunden Videowiedergabe, 19 Stunden Gaming oder 13 Stunden Daueraufnahme. Um diese Kapazität zügig wieder aufzuladen, stattet Xiaomi das Max mit 100W HyperCharge aus und verspricht einen Nutzungstag nach rund 20 Minuten Ladezeit. Hinzu kommen 27W Reverse Charging.
Zahlen auf dem Datenblatt sind das eine, Laufzeit und thermisches Verhalten in der Praxis etwas anderes. Dennoch macht Xiaomi mit größeren Akkus und schnellerem Laden deutlich, worauf der Fokus liegt: Die meisten Käufer dürften einen Akku für mehr als einen Tag einem weiteren Megapixel-Wettrüsten vorziehen.
Beide Geräte verfügen über dasselbe 6,83-Zoll-OLED-Display. Es löst mit 1.280 × 2.772 Pixeln auf, bietet eine Bildwiederholrate von 120 Hz und 12-Bit-Farbdarstellung. Die Spitzenhelligkeit liegt bei bis zu 3.500 Nits, geschützt wird das Glas von Gorilla Glass Victus 2. Kurz gesagt: Das Display überzeugt dort, wo es zählt, und ist heller als beim Vorgänger.

Im Inneren arbeitet im Pro der Snapdragon 6s Gen 4, während das Pro Max den neueren Snapdragon 6 Gen 5 erhält. Beide setzen auf ein Octa-Core-Design mit vier Cortex-A78- und vier A55-Kernen. Der Gen-5-Chip bietet jedoch leicht höhere Taktfrequenzen und eine stärkere GPU. Zudem profitiert das Max von TSMCs 4-nm-Fertigungsprozess statt von Samsungs 4-nm-Prozess. Bei Speicher und Arbeitsspeicher gibt es Unterschiede: Das Pro ist mit 6, 8 oder 12 GB LPDDR4X-RAM sowie mit bis zu 512 GB Speicher erhältlich. Die meisten Varianten nutzen UFS 3.1, lediglich die 128-GB-Version bleibt bei UFS 2.2.
Beim Pro Max kommt in den Varianten mit 256 und 512 GB UFS 4.1 zum Einsatz, was deutlich höhere sequenzielle Transferraten verspricht. Das dürfte sich etwa beim Verschieben großer Videodateien oder bei der Installation umfangreicher Apps bemerkbar machen. Die 128-GB-Ausführung bleibt bei UFS 2.2. Beim Arbeitsspeicher stehen für das Max 8 oder 12 GB LPDDR4X zur Wahl.

Trotz der unterschiedlich großen Akkus ähneln sich beide Smartphones bei Abmessungen und Haptik überraschend stark: Sie sind jeweils 8,6 mm dick und wiegen rund 223 g beim Pro beziehungsweise 225 g beim Max. Xiaomi verweist zudem auf eine verbesserte Wasserresistenz: Beide Modelle sind nach IP66 und IP68 zertifiziert. Laut Xiaomi sollen sie bis zu 72 Stunden in drei Metern Wassertiefe überstehen – deutlich länger als die Vorgängergeneration.
Bei Audio und Konnektivität gibt es Unterschiede. Stereo-Lautsprecher mit Dolby Atmos gehören bei beiden Modellen zur Ausstattung, doch das Max soll mit einer Steigerung von 400 Prozent gegenüber 300 Prozent beim Pro lauter abgestimmt sein. Das Pro Max bietet zudem Bluetooth 6.0 und Wi-Fi 6, während das Pro bei Bluetooth 5.1 und Wi-Fi 5 bleibt. Beide unterstützen NFC, Dual-SIM mit eSIM-Option und verzichten auf einen 3,5-mm-Klinkenanschluss.

Bei den Kameras hat Xiaomi die auffälligen 200-MP-Sensoren gestrichen. Beide Modelle der 17-Pro-Reihe setzen nun auf einen 50-MP-Hauptsensor mit optischer Bildstabilisierung sowie ein 8-MP-Ultraweitwinkel. Das Pro Max profitiert von einem größeren Sensor und einer besseren Optik: Die Pixel sind mit 0,8 µm größer als die 0,6 µm des Pro, zudem ist die Blende mit f/1.5 lichtstärker als f/1.8. Bei den Frontkameras bietet das Max 32 MP und 4K-Video-Unterstützung, das reguläre Pro 16 MP.
Ausgeliefert werden die Geräte mit Xiaomis HyperOS 3 und einem langfristigen Sicherheitsversprechen: sechs Jahre Updates. Das macht die Modelle für Käufer interessant, denen Langlebigkeit und Softwarepflege ebenso wichtig sind wie reine Spezifikationen.
Das Redmi Note 17 Pro startet bei rund 370 € und wird in fünf Speichervarianten sowie in den vier Farben Himmelblau, Satin-Orange, Lila und Schwarz angeboten. Das Redmi Note 17 Pro Max beginnt bei etwa 460 € und ist in vier Speichervarianten erhältlich. Neben Lila und Schwarz stehen außerdem Wolkenrosa und Grün zur Auswahl.

Ganz ohne Kompromisse geht es nicht. Die Pro-Reihe verzichtet auf das Megapixel-Spektakel und konzentriert sich stattdessen auf Akkutechnik und pragmatische Verbesserungen: schnelleres Laden, leistungsfähigere Mittelklasse-Chips, hellere OLED-Displays und robustere Hardware. Für viele Käufer dürfte das attraktiver sein als die Jagd nach immer höheren Kamerazahlen. Wer hingegen Zoom oder extrem hochauflösende Aufnahmen priorisiert, könnte diese Generation als verpasste Chance sehen.
So oder so signalisiert Xiaomi einen Wandel: Ausdauer und Effizienz statt publikumswirksamer Kamerazahlen. Das erinnert daran, dass Fortschritt bei Smartphones ebenso sehr auf unauffälliger Ingenieursarbeit beruhen kann wie auf spektakulären Megapixelwerten.









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