Die KI-Assistenten, die mit Apple Creator Studio eingeführt werden, sind laut Apple nur auf US-Englisch verfügbar und erfordern ein Gerät mit Unterstützung für Apple Intelligence.
Apple hat ein umfassendes Update für Creator Studio angekündigt, das der Konzern als die spannendste Aktualisierung seit dem Start der Suite als Abo-Bundle für Kreativprofis im Januar bezeichnet. Die Neuerungen betreffen Final Cut Pro, Motion, Compressor, Pixelmator Pro, Logic Pro, Keynote, Pages, Numbers und Freeform. Die neuen Versionen erscheinen im November im App Store und sind für bestehende Abonnenten kostenlos.

Schnitt, Effekte und Bild-Workflows
Final Cut Pro für Mac integriert nun MotionVFX und bietet Tausende Templates, Grafiken, Titel und Übergänge sowie Werkzeuge für Rotoscoping, Tracking und Color Grading. Der in Final Cut Pro verfügbare Content Hub stellt von Apple kuratierte Stockvideos, Fotos und Hintergründe bereit. Editorinnen und Editoren können einzelne Bilder aus der Timeline in Pixelmator Pro öffnen; Änderungen werden automatisch in das Projekt übernommen. Außerdem lassen sich Bilder in Pixelmator Pro anhand von Textbeschreibungen generieren. Weitere Neuerungen für Final Cut Pro sind zusätzliche Optionen für das Keyframe-Easing, die Möglichkeit, Clips von der primären Storyline zu lösen und an beliebiger Stelle in der Timeline zu platzieren, sowie 23 neue Transkriptionssprachen.
Motion erhält MotionVFX-Plug-ins für filmisches Color Grading, 3D-Kamera-Tracking und die Auswahl per Klick. Hinzu kommen Text-zu-Bild-Generierung, Round-Trip-Bearbeitung mit Pixelmator Pro und ein neuer Displacement-Filter. Compressor ermöglicht künftig das Codieren von Cinematic-Mode-Videos, die mit dem iPhone 18 Pro und iPhone Duo aufgenommen wurden. Pixelmator Pro führt „Generate Fill“ ein: Nutzer markieren einen Bereich oder verwenden vorhandene Auswahlwerkzeuge, beschreiben die gewünschte Änderung, und das Tool passt Beleuchtung, Perspektive und Textur an, skaliert das Bild mit Super Resolution hoch und kann das Ergebnis als neue Ebene mit Maske einfügen.

Audio, KI-Assistenten und Produktivitätsfunktionen
Logic Pro für Mac erhält ein vollständig neues Liquid-Glass-Design sowie einen neuen Assistenten in der Beta-Phase, der laut Apple auf hauseigenen und Drittanbieter-Modellen basiert. Der Assistent kann beim Start eines neuen Songs helfen, eine Gesangsspur aus einem einzelnen Prompt erstellen oder ein laufendes Projekt verfeinern. Der überarbeitete Browser von Logic bündelt Loops, Instrumente und Effekt-Patches und ergänzt eine Splice-Bibliothek. Eine On-Device-Funktion zur Musikerkennung analysiert und taggt Sounds automatisch, sodass Nutzer einen Loop hineinziehen und passende Audiospuren finden können. Stem Splitter kann Schlagzeug isolieren, ersetzen oder neu abmischen. Hinzu kommen ein Producer Pack des 20-fachen Grammy-Gewinners Sergio George sowie Voice Memo Studio Sound, das Raumklang und Hintergrundgeräusche in Aufnahmen reduziert, die auf unterstützten iPhones erstellt wurden.
Keynote, Pages und Numbers erhalten einen KI-Assistenten, der auf Apple- und OpenAI-Modellen basiert und den Kontext von Dokumenten versteht. Apple zufolge kann der Assistent Folien in Keynote entwerfen, animieren und verfeinern, Texte in Pages erstellen und umstrukturieren sowie Daten in Numbers berechnen, visualisieren und organisieren. Dort empfiehlt er zudem Diagrammtypen und kann Tabellen mithilfe von Weltwissen erstellen. Die neue Unterstützung für das Model Context Protocol ermöglicht externen KI-Agenten, Inhalte zu lesen, Änderungen vorzunehmen und automatisierte Aktionen in allen drei Apps auszuführen. Die Apps erhalten außerdem Stockvideos über den Content Hub, neue Vorlagen und Designs. Keynote ergänzt zudem ein offenes, JSON-basiertes Keynote-Interchange-Format (.keyx). Freeform bekommt Textstile und anpassbare Hintergrundfarben für Boards und wird im Dezember die Bildbearbeitung mit Pixelmator Pro sowie editierbare, aus Textbeschreibungen generierte Formen ergänzen.

Die Updates sollen im November im App Store erscheinen und sind für bestehende Creator-Studio-Abonnenten kostenlos. Die KI-Assistenten sind ausschließlich auf US-Englisch verfügbar und setzen ein Apple-Intelligence-fähiges Gerät voraus. Der Assistent für Logic Pro benötigt macOS 27 Golden Gate. Die Assistenten für Keynote, Pages und Numbers erfordern iOS 27, iPadOS 27 oder macOS 27. Die Unterstützung für das Model Context Protocol ist nur auf dem Mac mit macOS 27 verfügbar.
Neue Creator-Studio-Abonnenten zahlen nach einem kostenlosen Testmonat 12,99 USD pro Monat oder 129 USD pro Jahr. Beim Kauf eines neuen Mac oder eines qualifizierten iPad sind drei Monate kostenlos enthalten. Hochschulstudenten und Lehrkräfte erhalten das Angebot für 2,99 USD pro Monat oder 29,99 USD pro Jahr. Ein Abonnement kann mit bis zu sechs Familienmitgliedern geteilt werden.





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