Seit Wochen kursieren Gerüchte, dass OnePlus bei der Kamerahardware deutlich aufrüsten will. Ein neuer Leak führt die Spekulationen nun in besonders ambitionierte Gefilde: Das OnePlus 16 soll eine 200-Megapixel-Hauptkamera erhalten. Das klingt zunächst nach Tech-Theater – mehr Pixel, mehr PR. Die technischen Daten deuten jedoch darauf hin, dass der Schritt funktionalen Nutzen haben könnte und nicht nur der Außendarstellung dient.
Der Tippgeber Digital Chat Station, der bei mehreren OnePlus-Enthüllungen richtiglag, berichtet, dass das Unternehmen das Smartphone Anfang Oktober in China vorstellen werde. Die Leaks sind so detailliert, dass sie einen Blick hinter die Kulissen erlauben: Diskutiert werden Sensorgrößen, Zoomstufen und sogar der Autofokus der Frontkamera.
Im Mittelpunkt steht eine 200-MP-Hauptkamera mit einem 1/1,4-Zoll-Sensor. Diese physische Größe ist entscheidend: Eine größere Sensorfläche fängt mehr Licht ein, was bei entsprechender Verarbeitung sauberere Aufnahmen bei wenig Licht und eine höhere Farbtiefe ermöglichen kann. OnePlus soll den großen Sensor einem speziellen Modell der Subserie vorbehalten, was auf einen gezielten Schritt zur Verbesserung der Hauptkamera hindeutet.
Ergänzt werden soll der Hauptsensor durch ein 50-MP-Teleobjektiv, das dank Periskop-Aufbau angeblich einen dreifachen optischen Zoom bietet. Dabei soll es sich um einen 1/1,95-Zoll-Sensor von Sony handeln. Zusätzlich ist ein 50-MP-Ultraweitwinkel vorgesehen. Das Smartphone könnte damit ein ausgewogenes Dreifach-Kamerasystem aus Weitwinkel, Zoom und Ultraweitwinkel erhalten – jeweils mit hoher Auflösung.

Selfie-Fans könnten von mehr als einer höheren Megapixelzahl profitieren. Die Frontkamera soll als 50-MP-Einheit mit Autofokus ausgeführt sein. Dadurch kann sie die optimale Fokusebene selbstständig finden, statt auf eine feste Brennweite angewiesen zu sein. Das könnte Gruppenaufnahmen und Nahporträts schärfer wirken lassen sowie die Motivtrennung verbessern.
Auch das Display soll aufgewertet werden. Leaks deuten auf ein neues „Oriental“-Panel von BOE hin, das OnePlus mitentwickelt haben soll. Es soll X4-lichtemittierendes Material nutzen und eine Bildwiederholrate von 165 Hz bieten, die systemweit und in mehr Apps zum Einsatz kommt. In unterstützten Spielen könnte das Gerät Bildraten von bis zu 185 Hz darstellen. OnePlus soll zudem seine High-Refresh-Technik weiterentwickeln: Bezeichnungen wie Fengchi Gaming Core und E-Sports Triple-Core weisen auf Gaming-Optimierungen hin, die über reine Bildraten hinausgehen.
Weitere Hardware-Details aus derselben Quelle runden das Bild ab: ein Snapdragon 8 Elite Gen 6 Pro-Chipsatz, ein überraschend großer 9000-mAh-Akku mit 100 W kabelgebundenem und 50 W kabellosem Laden, ein ultraschallbasierter In-Display-Fingerabdrucksensor, ColorOS 17 auf Basis von Android 17, Stereo-Lautsprecher, ein X-Achsen-Haptikmotor sowie IP68/IP69-Schutz gegen Staub und Wasser.
Wenn die Leaks zutreffen, entwickelt sich das OnePlus 16 zu einem kamerafokussierten Flaggschiff mit beeindruckenden Spezifikationen bei Akku, Display und Leistung.
Leaks sind jedoch das eine. Entscheidend wird die praktische Abstimmung sein – also Software-Tuning, Wärmemanagement und Bildverarbeitung. Sie wird darüber entscheiden, ob OnePlus diese Rohdaten in Fotos umsetzen kann, die Nutzer gerne behalten. Der Oktober dürfte den Rest der Geschichte erzählen.



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