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Apexel nutzte die IFA 2026, um zwei Bereiche seines Mobiloptik-Geschäfts zu präsentieren: klassische stark vergrößernde Teleobjektive für Smartphones und ein neues KI-gestütztes Smart-Optik-Gerät, das speziell für die Vogelbeobachtung entwickelt wurde.
Bei unserem Besuch am Messestand zeigte das Unternehmen, wie sich seine Teleobjektive an der Hauptkamera eines Smartphones befestigen lassen. Sie erweitern die Reichweite des Telefons bei Motiven wie Wildtieren, fernen Landschaften oder sogar dem Mond. Außerdem präsentierte Apexel ein weiterentwickeltes Smart-Optik-Konzept, das Arten über ein integriertes Display und eine Begleit-App identifizieren kann.

Apexel ist Marke und Hersteller zugleich
Der Vertreter betonte, dass Apexel sowohl Markeninhaber als auch Hersteller der ausgestellten Produkte sei.
Zum erweiterten Portfolio des Unternehmens zählen Smartphone-Teleobjektive, Makro- und Weitwinkelobjektive sowie weitere Clip-on-Objektive. Darüber hinaus bietet Apexel Outdoor-Optiken wie Ferngläser und Teleskope sowie OEM- und ODM-Fertigungsdienstleistungen für Optikprodukte an.
Auf der IFA lag der Schwerpunkt jedoch klar auf der Langstreckenfotografie mit dem Smartphone.

30-faches Teleobjektiv für Smartphones
Das erste gezeigte Produkt war ein 30-faches Teleobjektiv, das für die rückseitige Hauptkamera eines Smartphones konzipiert ist.
Zur Montage wird eine Befestigungsklammer an der Hauptkamera des Telefons ausgerichtet und fixiert. Anschließend wird das Teleobjektiv auf die Halterung geschraubt.
Ist das Objektiv angebracht, sorgt das optische System zunächst für eine deutliche Vergrößerung, bevor der digitale Zoom des Smartphones zum Einsatz kommt.
Laut dem Apexel-Vertreter bietet das Objektiv selbst eine 30-fache Vergrößerung. Über die Kameraoberfläche des Smartphones können Nutzer anschließend weiter hineinzoomen.
Bei der Vorführung bezeichnete der Vertreter dieses kombinierte Setup bei zusätzlichem Smartphone-Zoom als ungefähr 60-fach.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen beiden Werten: Die 30-fache Vergrößerung bezieht sich auf das am Stand gezeigte optische Zubehör, während die höhere Angabe den zusätzlichen Zoom des Smartphones einschließt.

Bei hoher Vergrößerung wird ein Stativ wichtig
Zum gezeigten Kit gehörte auch ein Stativ.
Bei diesen Brennweiten machen sich selbst kleinste Handbewegungen deutlich bemerkbar. Für Fotos und Videos wird eine stabile Haltung daher immer wichtiger.
Das deckt sich mit Apexels eigener Empfehlung für die Telefotografie: Das Unternehmen rät zu einem Stativ, weil kleine Bewegungen mit zunehmender Vergrößerung deutlich stärker ins Gewicht fallen.
Der Fokus lässt sich zudem direkt am Objektiv einstellen.

Naheliegende Einsatzfelder: Wildtier- und Mondfotografie
Apexel positionierte das Objektiv vor allem für Motive, denen man sich nur schwer physisch nähern kann.
Der Vertreter nannte insbesondere die Wildtierfotografie sowie die Beobachtung oder Fotografie des Mondes.
Diese Anwendungen passen zum breiteren Teleobjektiv-Angebot des Unternehmens. Apexel vertreibt bereits seit Längerem Smartphone-Objektive für Aktivitäten wie Natur- und Vogelbeobachtung, Reisen und die Mondbeobachtung.
Das System eignet sich sowohl für Fotos als auch für Videoaufnahmen.

Spannender sind Apexels KI-Smart-Optiken
Die ungewöhnlichere Vorführung folgte im Anschluss.
Apexel zeigte ein Gerät, das der Vertreter als neues KI-gestütztes Smart-Optik-Gerät beschrieb und das sich besonders an Vogelbeobachter richtet.
Anders als ein herkömmliches Teleskop oder Smartphone-Objektiv verfügt das Produkt über ein integriertes Display sowie eine integrierte Erkennungsfunktion.
Kommt ein Vogel ins Blickfeld, kann das System ihn analysieren und Informationen zur jeweiligen Art direkt auf dem Gerät anzeigen.
Damit geht Apexel über reine Vergrößerung hinaus und bewegt sich in Richtung computerunterstützter Naturbeobachtung.

Vogelerkennung über Begleit-App und Community
Der Vertreter erklärte, das System arbeite mit einer Apexel-App zusammen, die bei der Vorführung als GoBirding bezeichnet wurde.
Laut der Präsentation am Stand kann die Plattform mehr als 10.000 Vogelarten weltweit erkennen.
Nutzer können zudem Fotos und Videos aufnehmen und ihre Ergebnisse über die App mit einer Community von Vogelbeobachtern teilen.
Da uns während der Demonstration weder ein finaler Produktname noch ein vollständiges Datenblatt vorlagen, geben wir diese Angaben zur KI-Erkennung bewusst als Aussagen aus Apexels IFA-Präsentation wieder und ergänzen keine unbestätigten technischen Details.

Vom Smartphone-Zubehör zur intelligenten Optik
Interessant an Apexels IFA-Auftritt war der Kontrast zwischen den beiden Produktkategorien.
Das 30-fache Smartphone-Teleobjektiv steht für das vertraute Geschäftsfeld des Unternehmens: die Fähigkeiten einer Handykamera mit externen Optiken physisch zu erweitern.
Das KI-Smart-Optik-Gerät weist dagegen in eine andere Richtung.
Statt Nutzern lediglich dabei zu helfen, weiter entfernte Motive besser zu sehen, soll das System verstehen, was sie betrachten, und es automatisch identifizieren.
Für Vogelbeobachter könnte die Kombination aus Vergrößerung, Fotografie, Arterkennung und Community-Austausch das Erlebnis deutlich interaktiver machen.
Auf der IFA 2026 zeigte Apexel, dass der nächste Schritt womöglich weniger in noch stärkerer Vergrößerung liegt als darin, Optiken intelligenter zu machen.




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