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Online bildeten sich Warteschlangen, Nutzer klickten schnell zu: Huaweis jüngster Versuch mit einem ungewöhnlichen Smartphone-Format – einem Gerät mit deutlich breiterem Display – weckte nicht nur Neugier, sondern verkaufte sich online auch rasant.
Das Pura X View kam am 7. September in China auf den Markt und wurde mit Studentenrabatten sowie Einführungsangeboten beworben. Berichten zufolge wurden am ersten Tag mehr als 180.000 Geräte verkauft. Das ist eine beachtliche Zahl für ein Smartphone, das mit einem Format jenseits klassischer Foldables experimentiert. Zum Vergleich: Frühere Pura-X-Modelle haben die Serie bereits auf über 2,9 Millionen ausgelieferte Einheiten gebracht. Das neue Modell scheint an diese Dynamik anknüpfen zu wollen.
Was macht das Gerät also besonders? Zunächst das Display: Die Front dominiert ein flaches 6,39-Zoll-OLED mit 2232 × 1320 Pixeln und einem ungewöhnlich breiten Seitenverhältnis von 16:9,5 – ideal für Breitbildvideos auf einem klassischen Smartphone. Die rundum etwa 1,05 mm schmalen Ränder sorgen laut Hersteller für ein Screen-to-Body-Verhältnis von 96,1 %. Das Panel unterstützt 120 Hz, setzt auf 2160-Hz-PWM-Dimming und erreicht hinter Kunlun-Glas eine lokale Spitzenhelligkeit von 6.500 Nits.

Auch beim Wärmemanagement setzt Huawei auf hohe Belastbarkeit: Unter der Oberfläche sitzt eine 6.400 mm² große Vapor Chamber, kombiniert mit dem hauseigenen Kirin-9030S-Chipsatz. Die Leistung soll auch unter dauerhafter Last stabil bleiben – nicht nur bei kurzen Benchmark-Sprints.
Huawei meldete am ersten Tag eine starke Nachfrage: In China wurden mehr als 180.000 Pura X View verkauft.
Bei der Kamera orientiert sich die Hardware am Flaggschiff-Segment. Herzstück des rückwärtigen Kamerasystems ist ein 200-MP-RYYB-Sensor im 1/1,28-Zoll-Format mit f/1,8-Blende und OIS. Hinzu kommen ein 50-MP-Periskop-Teleobjektiv mit f/2,6-Blende, OIS und einer entsprechenden Brennweite von rund 88 mm, eine 8-MP-Ultraweitwinkelkamera sowie Huaweis Primärfarbsensor der zweiten Generation. Für Selfies steht eine 40-MP-Frontkamera mit 1/2,55-Zoll-Sensor bereit. Zu erwarten sind eine starke Zoomleistung, hochauflösende Aufnahmen mit der Hauptkamera und eine auf Huaweis Farbprofil abgestimmte Bildverarbeitung.
Bei der Akkulaufzeit soll das Pura X View Sorgen um die Reichweite mindern: Verbaut sind eine Silizium-Anoden-Zelle mit 7.000 mAh, 66-Watt-Schnellladen per Kabel und 50-Watt-Laden ohne Kabel. Das Gerät ist etwa 6,68 mm dick und wiegt rund 201 g – angesichts von Akku und Displayfläche ein akzeptabler Wert. IP68- und IP69-Zertifizierungen, bidirektionale BeiDou-Satellitennachrichten und eSIM-Unterstützung runden die Ausstattung bei Gehäuse und Widerstandsfähigkeit ab.

Als Betriebssystem kommt HarmonyOS 7 zum Einsatz. Integriert sind Komfortfunktionen wie Huawei Share für die Datenübertragung über Distanz. Zur Auswahl stehen die Farben Schattenrot, Leinen-Grau, Reinweiß und Mitternachtsschwarz – eine Palette, die eher hochwertig als verspielt wirkt.
Es wäre leicht, diesen Marktstart auf eine einzelne Kennzahl zu reduzieren. Doch das Pura X View ist mehr als nur eine Schlagzeile. Es zeigt gezielt, was ein besonders breites Smartphone ohne Faltmechanismus sein kann: eine bessere Fläche für Videos, ein Konzept für längere Akkulaufzeiten und ein anderer ergonomischer Kompromiss für Nutzer, die mehr horizontale Displayfläche wünschen, ohne ein Gerät aufklappen zu müssen.
Die Käufer haben am ersten Tag mit ihrem Kauf entschieden. Die größere Frage lautet nun, ob sich das breite, flache Format im Mainstream durchsetzt oder eine überzeugende Nische bleibt. So oder so zeigt Huawei, dass in einem Markt, der häufig denselben flachen Formfaktor wiederholt, Nachfrage nach neuen Geräteformaten besteht.




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