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Ein neues Serien-Kapitel für das Alien-Franchise
Mit Alien: Earth von Noah Hawley betritt die gefeierte Filmreihe erstmals das Fernsehformat – und das auf mutige Weise: Die Serie spielt zwei Jahre vor Ridley Scotts ursprünglichem Alien und fungiert somit als Prequel. Gleich zu Beginn wird die Erde zum Schauplatz eines rätselhaften Absturzes: Ein fremdartiges Raumschiff, das verschiedenste außerirdische Spezies beherbergt, geht zu Boden. Eine bunt zusammengewürfelte Truppe von Soldaten wird daraufhin in eine Mission geschickt, aus der schnell ein existenzieller Wettlauf gegen den Tod wird. Im Mittelpunkt steht Sydney Chandler in der Rolle der Wendy – eine neuartige Heldin, deren menschliches Bewusstsein in einen synthetischen Körper verpflanzt wurde. Wendy, in Interviews als Hybrid und erster Vertreter ihrer Art im Alien-Kosmos beschrieben, steht sinnbildlich für die mutige Neuausrichtung der Reihe.
Handlung: Überleben, Rätsel und moralische Dilemmata
Die Serie begleitet eine ungleiche Einheit aus Militärangehörigen, die das mysteriöse Wrack und seine gefährliche Fracht untersuchen sollen. Während sie auf außerirdische Lebensformen und brisante Sicherheitsverletzungen treffen, entwickelt sich die Geschichte weit über den klassischen Monster-Horror hinaus. Zentrale Fragen stehen im Raum: Was bedeutet Menschsein, wenn Bewusstsein übertragen werden kann? Wendy, deren kindliche Wahrnehmung in einem erwachsenen, synthetischen Körper steckt, verleiht der Serie eine einzigartige Sicht auf Angst, Mitgefühl und das Überleben. Fans können sich auf intensive Begegnungen mit xenomorphartigen Wesen, klaustrophobische Schauplätze und eine Charakter-Drama-Erzählweise freuen, in welcher Identität und Anstand unter Druck ausgelotet werden.

Besetzung und kreatives Team
Der Schöpfer, Autor und Showrunner Noah Hawley – bekannt durch Fargo – bringt eine markante Handschrift in das Science-Fiction-Horror-Universum ein. Sydney Chandler verkörpert Wendy, während Timothy Olyphant als Kirsh auftritt, der als Ausbilder für Wendy fungiert. Mit Hawleys Mitwirkung steht fest: Vielschichtige Figuren, moralische Ambivalenz und schwarzer Humor werden ebenso tragende Elemente sein, wie es Fans seiner früheren Arbeiten schätzen.
Hauptdarsteller:innen
- Sydney Chandler als Wendy – Hybrid aus Mensch und Maschine
- Timothy Olyphant als Kirsh – Wendys Mentor und zentrale Bezugsperson
- Noah Hawley – verantwortlich für Schöpfung, Konzeption und Drehbuch
Produktion: Eine ambitionierte Serienadaption
Alien: Earth präsentiert sich als ehrgeizige Serienumsetzung innerhalb des Alien-Universums, die beeindruckende Produktionswerte bietet: Handgemachte Kreatureneffekte verschmelzen mit moderner Computergrafik und einem kinoreifen Soundkonzept. Hawleys Ansatz setzt konsequent auf charakterzentrierte Erzählweise, während Berichte aus der Produktion auf Sorgfalt bei Design und Atmosphäre hinweisen – stets mit Blick auf die Wurzeln der Filmreihe, aber mit frischem Zugang für das serielle Format. Die Entscheidung, das Geschehen vor die Ereignisse des Kinoklassikers von 1979 zu legen, eröffnet erzählerischen Spielraum, neue Aspekte des Mythos zu erkunden, ohne die Filme infrage zu stellen – zugunsten von Spannung und Weltbau statt bloßer Nostalgie.
Wendy: Eine Mischung aus Ripley und Newt
Laut Chandlers und Hawleys Aussagen wurde Wendy als Kombination zweier ikonischer Alien-Figuren erdacht: Ellen Ripley (Sigourney Weaver) und Newt aus Aliens (James Cameron). Von Ripley übernimmt Wendy einen Überlebensinstinkt, der sie dazu zwingt, in jedem Augenblick präsent zu sein. Newts Einfluss zeigt sich in kindlicher Offenheit, unmittelbarer Ehrlichkeit und purer Emotion – Ängste werden nicht versteckt, sondern unmittelbar ausgedrückt. Chandler hebt Hawleys subtil nuanciertes Drehbuch hervor, das ihr Raum lässt, emotionale Reaktionen authentisch auszuspielen. So entsteht eine Heldin, die zwar kampferfahren, aber dennoch verletzlich und emotional direkt ist – ein Charakter, der auf neue Weise mit außerirdischen Bedrohungen und ethischen Fragen konfrontiert wird.

Kritik und erste Stimmen
Die ersten Kritikerstimmen bescheinigen Alien: Earth großes Potenzial innerhalb der Franchise, vor allem in den Bereichen Figurenzeichnung und Produktionsqualität. Besonders gelobt werden die facettenreiche Darstellung von Sydney Chandler und Hawleys Vision, die klassisches Alien-Muster in ein modernes, serielles Drama verwandelt. Gelungen sei zudem die Balance aus Spannung, Horror und philosophischen Überlegungen zum Thema Identität. Mehrere Kritiker prophezeien der Serie den Status eines modernen Klassikers innerhalb des Alien-Universums.
Weshalb sich Serien- und Filmfans einschalten sollten
Für Cineasten und Sci-Fi-Enthusiasten bietet Alien: Earth die Möglichkeit, eine vertraute Marke unter neuer künstlerischer Leitung und mit frischem Ansatz zu erleben. Wendys hybride Natur, ihr Training durch Kirsh und ihre kindliche Emotionalität sorgen für packende moralische Konflikte, überraschende Zärtlichkeit und intensive Actionszenen. Die Serie verbindet Horror, Thriller und Science-Fiction-Drama und spricht damit besonders Freunde fokussierter Charaktergeschichten und Zukunftsvisionen innerhalb des Alien-Universums an.
Subjektives Fazit
Aus Ripleys Unnachgiebigkeit und Newts Unschuld einen neuen Charakter zu schmieden, beweist kreative Raffinesse. Diese Mischung erlaubt es, dem Vermächtnis der Saga treu zu bleiben und gleichzeitig Neuland zu betreten – thematisch etwa bei Fragen zu Empathie, der Ethik synthetischen Lebens und der Unerschütterlichkeit von Menschlichkeit. Die ersten Episoden deuten auf eine überzeugende Heldin, ein mutiges Update des Mythos und eine Serie hin, die dem Alien-Universum neues Leben einhaucht.
Starttermin und Ausstrahlung
Am 12. August feiert Alien: Earth Premiere mit den ersten zwei Folgen auf FX und FX on Hulu. Für eingefleischte Alien-Fans zählt diese Serienadaption zu den TV-Highlights des Jahres: eine serielle Erweiterung des filmischen Horrors, die sowohl für frisches Grauen als auch für tiefgründige Fragen sorgt.
Quelle: screenrant
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