3 Minuten
Die Perücke, die in Hollywood Aufsehen erregte
Jennifer Aniston schreckt nicht vor kreativen Entscheidungen zurück – selbst dann nicht, wenn es sich scheinbar nur um eine kleine Veränderung wie eine neue Frisur handelt. In einem offenen Beitrag für die „Rewatch“-Serie von Vanity Fair erzählte die mit dem Emmy ausgezeichnete Schauspielerin, dass sie sich vehement gegen die Studiobosse durchsetzen musste, um in der Komödie „Kill the Boss“ aus dem Jahr 2011 eine brünette Perücke zu tragen. Das Studio Warner Bros. bestand ursprünglich darauf, dass Aniston bei ihrer berühmten blonden Frisur bleiben sollte; sie hingegen wollte mit einer dunkleren Haarfarbe dafür sorgen, dass ihre Figur sich von ihrem bekannten Image im öffentlichen Leben abhebt.
Handlung: Schwarzer Humor mit unerwarteten Wendungen
In „Kill the Boss“ dreht sich alles um drei Freunde, die von ihren herrischen und tyrannischen Chefs so frustriert sind, dass sie einen immer absurderen Plan schmieden, um ihre Vorgesetzten endgültig loszuwerden. Die Komödie kombiniert handfesten Humor mit pointierter Satire und verwandelt alltäglichen Bürokummer in ein turbulentes, oft vollkommen verrücktes Abenteuer.
Ensemble und Filmteam
Regisseur Seth Gordon inszenierte das Werk mit Jason Bateman, Charlie Day und Jason Sudeikis als die verzweifelte Dreiergruppe. Jennifer Aniston spielt Dr. Julia Harris, eine sexuell übergriffige Zahnärztin, die für viele der chaotischen Szenen verantwortlich ist. In der Rolle eines der besonders boshaften Chefs ist Kevin Spacey zu sehen. Das Ensemble besticht durch einen Mix aus Slapstick und scharfen Dialogen, was dem Film zu großer Beliebtheit beim Publikum verhalf.
Die Bedeutung der brünetten Perücke
Für Aniston war der Wechsel zur dunklen Perücke ein bewusstes, kreatives Statement. Gegenüber Vanity Fair erklärte sie, dass das Studio befürchtete, das Publikum würde sie nicht wiedererkennen, während sie dagegenhielt, dass gerade das Ziel sei, in der Figur – und nicht im Star – aufzugehen. Die Perücke steht so symbolisch für ihren Wunsch, das „Mädchen von nebenan“-Image abzulegen, das sie seit den Zeiten von Friends begleitete.
Produktionshintergründe und Einblicke vom Set
Die groß angelegte R-Rated-Komödie „Kill the Boss“ setzte auf präzises Timing bei den Gags, Spontaneität während der Dreharbeiten sowie die Bereitschaft des Casts, Humorgrenzen auszuloten. Anistons Beharren auf der Perücke ist nur ein Beispiel dafür, wie scheinbar kleine und durchdachte Entscheidungen bei Kostüm und Spiel den Ton eines Films maßgeblich beeinflussen und Figuren in einer Komödie Tiefe verleihen können.
Kritische Stimmen und Nachwirken
Von Fachpresse erhielt „Kill the Boss“ gemischte Reaktionen, doch das Publikum zeigte sich begeistert: Der Film spielte an den Kinokassen ordentlich ein und war so erfolgreich, dass 2014 eine Fortsetzung entstand. Besonders Anistons Verkörperung von Julia Harris wurde dafür gelobt, dass sie überzeugend mit ihrem bisherigen Rollentypus brach – ein Aspekt, der häufig als Beispiel für gelungene Rollenwechsel genannt wird.
Persönliche Einschätzung
Der Streit um die Perücke ist mehr als nur eine Anekdote: Er zeigt auf, dass auch in großen Studiokomödien gerade die feinen Entscheidungen der Schauspieler eine Figur glaubwürdig machen. Für Film- und Serienfans liefert Anistons Beharrlichkeit ein Vorbild – und erinnert daran, dass selbst kleine kreative Überzeugungen entscheidend sein können, wie ein Film und eine Rolle wahrgenommen werden.
Quelle: hollywoodreporter
Kommentare