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Could the Lexus GS Make a Comeback?
Autofans fragen sich seit einiger Zeit, ob Lexus das GS-Emblem wieder ausgraben könnte. Obwohl die Marke bislang keine konkreten Pläne angekündigt hat, die klassische GS-Limousine kurzfristig wieder in den US-Markt aufzunehmen, hat ein jüngst veröffentlichtes CGI-Konzept des Instagram-Künstlers @tedoradze.giorgi die Diskussion neu entfacht — und dabei ebenso viel Debatte wie Bewunderung ausgelöst. In Fachforen und sozialen Medien wird intensiv darüber spekuliert, ob ein moderner Lexus GS unter dem Gesichtspunkt von Design, Antriebsstrang und Markenstrategie heutzutage noch eine realistische Chance hätte.
What the CGI GS Looks Like
Die digitale Studie zeigt eine modernisierte Interpretation des GS, die eher zeitgenössische Designmerkmale aufgreift, statt die frühere Executive-Limousine eins zu eins wiederzubeleben. Der Entwurf setzt auf klare Linienführung und sportliche Proportionen, kombiniert mit aktuellen SUV- und Coupé-Einflüssen, die in der Premiumklasse zunehmend präsent sind. Auffällige Designdetails im Rendering sind unter anderem:
- Ein kompaktes Kühlergrill-Element, das zwischen schlanken, stark gestreckten Scheinwerfern sitzt, anstelle des für Lexus bekannten, übergroßen Spindelgrills.
- Eine große, tiefer angeordnete Lufteinlassöffnung im Stoßfänger und prägnante Falzlinien auf der Motorhaube, die sich zum vorderen Bereich hinziehen und dem Fahrzeug eine dynamische Frontpartie verleihen.
- Deutlich ausgeformte Radhäuser und glatte Seitenflächen, die für eine muskulöse Erscheinung sorgen, ohne optisch zu überladen zu wirken. Diese Gestaltung betont die Breite und vermittelt einen sportlichen, aber eleganten Charakter.

Rear Design and F Sport Flavor
Im Heckbereich überzeugt das Rendering besonders: Y-förmige Rückleuchten sind durch einen feinen Lichtbalken über der Heckklappe verbunden, wodurch eine breite, moderne Lichtharmonie entsteht. Der integrierte Ducktail-Spoiler, die zentral angeordneten Doppelendrohre und ein sportlich gezeichneter Diffusor unterstreichen den Performance-Ansatz. Die Lackierung des digitalen Modells in einem tiefen Rot kombiniert mit schwarzen Leichtmetallrädern und dezenten Chromakzenten erinnert einige Beobachter an aktuelle Premium-Finishs anderer Hersteller wie Mazda, bleibt dabei aber erkennbar als Lexus-Interpretation mit F Sport-Akzent. Solche Designentscheidungen signalisieren klar eine Ausrichtung auf Fahrdynamik und emotionalen Markenappeal, der vor allem für eine sportlich positionierte Variantenlinie relevant wäre. Zusätzlich würde ein F Sport-Paket typische Merkmale wie straffere Fahrwerksabstimmung, spezielle Sitze und optische Differenzierungen beinhalten, die den GS in einem performance-orientierten Segment positionieren könnten.
Would a New GS Fit in Lexus’ Lineup?
Hier treffen Realismus und Markenpolitik aufeinander. Aktuell führt Lexus in Regionen wie den USA Modelle wie den kompakten IS, die mittelgroße ES und die Flaggschiff-Limousine LS. Die unverbindlichen Preisempfehlungen (MSRP) bewegen sich in einem Spektrum, das bei rund 41.830 USD für den IS beginnt, bei etwa 43.435 USD für die ES liegt und die LS-Topmodelle nahe 99.280 USD positioniert. Eine Rückkehr des GS — gleichgültig ob als klassische Limousine, als Liftback oder als crossover-inspirierte Coupé-Variante — birgt das Risiko, die Positionierung innerhalb dieser Baureihen zu verwässern und Preis- sowie Ausstattungsüberschneidungen zu erzeugen. Für Lexus wäre es wichtig, die Position des GS so zu definieren, dass er klar unterschieden ist: etwa durch sportlichere Fahrwerkstechnik, spezielles Design, exklusivere Ausstattungsoptionen oder eine andere Antriebsstrategie (z. B. stärkere Elektrifizierung).
Die Geschichte des GS ist von gradueller Weiterentwicklung geprägt: Lexus stellte die Produktion des GS nach vier Generationen ein und beendete 2020 die Fertigung in Japan. Abschiedseditionen wie die nur in Japan angebotene "Eternal Touring" Edition (vergleichbar mit der in den USA bekannten GS Black Line) boten der letzten GS-Generation ein würdiges Finale mit F Sport-Fahrwerk und unterschiedlichen Hybrid- und Benzinmotoren wie dem 450h, 350, 300h und 300. Diese Varianten zeigen, dass Lexus schon zuvor bemüht war, das Modell über ein breites Spektrum an Antriebsoptionen attraktiv zu halten — eine Erfahrung, die bei einer potenziellen Wiederbelebung hilfreich sein könnte. Entscheidend wäre jedoch, ob Lexus die Markenarchitektur anpasst, um klarere Abgrenzungen zwischen IS, ES, GS und LS zu schaffen, ohne einzelne Kundengruppen zu verprellen.

Market Forces and Electrification
Der Hauptgrund für das Auslaufen des GS war einfach: rückläufige Verkaufszahlen. Die Luxusautomobilmärkte haben sich in den letzten Jahren stark in Richtung SUVs und elektrisch unterstützter Antriebe verschoben. Diese strukturelle Verschiebung wirkt sich auf die Nachfrage nach klassischen zwei- oder viertürigen Limousinen aus. Sollte Lexus das GS neu auflegen, erscheint eine konventionelle Benzinlimousine heute unwahrscheinlich — die Marktdynamik verlangt nach elektrifizierten Antriebssträngen oder nach Segmenten, die mehr Alltagsnutzen bieten, wie Crossover- oder Fastback-Varianten.
Branchentrends deuten auf einige wahrscheinliche Entwicklungsrichtungen hin, die auch für die Diskussion um einen neuen Lexus GS relevant sind:
- Ein Crossover- oder Fastback-Modell, das Hybrid- oder Plug-in-Hybrid-Technik nutzt, um Effizienz und Alltagstauglichkeit zu kombinieren. Eine solche Karosserieform würde den Nutzenfaktor erhöhen und gleichzeitig emotionales Design ermöglichen.
- Stärkere Elektrifizierung insgesamt — von Mild-Hybrid-Unterstützung über Vollhybrid-Systeme bis hin zu batterieelektrischen oder Brennstoffzellen-Optionen — um Emissionsvorgaben einzuhalten und um Kunden zu bedienen, die Wert auf umweltfreundliche Technologien legen.
- Eine klare Preis- und Ausstattungspositionierung, die Überschneidungen mit IS und ES vermeidet. Das könnte durch performance-orientierte Modelle (F Sport) oder durch exklusive Komfort- und Sicherheitsfeatures geschehen, die nur dem GS vorbehalten sind.
Zusätzlich beeinflussen regulatorische Vorgaben, Zulieferketten und Plattformstrategie die Entscheidung für oder gegen ein neues Modell. Wenn Lexus zum Beispiel eine modulare Plattform nutzt, die bereits in anderen Toyota-/Lexus-Modellen eingesetzt wird, könnten Entwicklungskosten gesenkt werden. Andererseits bedingt die Differenzierung zur IS/ES-Familie häufig spezifische Fahrwerksabstimmungen, Längs- und Quersteifigkeiten sowie andere Produktionsaufwände, die den Preis nach oben treiben.
Final Thoughts for Enthusiasts
Für Enthusiasten wäre ein zurückkehrender GS dann besonders attraktiv, wenn er die fahrdynamischen Tugenden der Marke — etwa präzises Lenkverhalten, ausgewogene Gewichtsverteilung und eine sportliche, aber nicht überharte Federungsabstimmung — beibehält. Ein F Sport-Halo mit stärkeren Motoroptionen, adaptiven Dämpfern und einer Performance-Orientierung könnte die Nische bedienen, die heute nur noch wenige Modelle abdecken: luxuriöse Sportlimousinen mit echter Fahrdynamik. Dennoch sprechen Markenstrategie, Produktionseffizienz und veränderte Käuferpräferenzen klar gegen eine einfache Reanimation der klassischen Limousine.
Wenn Lexus den GS-Namen jemals wieder aufgreifen sollte, wäre zu erwarten, dass das Modell an moderne Marktbedingungen angepasst wird: als Premium-Crossover mit sportlichem Anspruch, als elektrifizierter Gran Turismo mit Reichweiten- oder Effizienzvorteilen oder als Hybrid-fastback, der praktische Alltagstauglichkeit mit einer emotionalen Formensprache verbindet. Solche Varianten würden dem Konzept eines modernen Luxusfahrzeugs entsprechen und gleichzeitig das Lexus-Markenspektrum sinnvoll ergänzen, ohne direkte Kannibalisierung der bestehenden Baureihen zu provozieren.
Meinen Sie, Lexus sollte den GS als elektrifizierte Limousine oder lieber als neuen Crossover wiederbeleben? Teilen Sie Ihre Meinung — die Debatte zwischen Markenerbe und modernen Marktanforderungen bleibt eine spannende Fragestellung für Autoliebhaber, Marktbeobachter und Branchenspezialisten. Letztlich hängt eine Wiederbelebung des GS von strategischen Prioritäten, technischen Machbarkeiten und der Einschätzung der Zielgruppen ab: Will Lexus ein sportlich orientiertes, emotionales Mittelklasse-Modell zurückbringen, oder setzt die Marke auf Zukunftstechnologien und neue Karosserieformen, um relevante Marktsegmente zu besetzen?
Quelle: autoevolution
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