Samsung Galaxy S26: Alle Modelle mit 3x 10MP-Kamera

Leak deutet an, dass Galaxy S26, S26+ und S26 Ultra denselben 3x-Telefotomodul mit 10MP ISOCELL nutzen. Analyse zu technischen Folgen, Bildqualität, Software-Optimierung und Auswirkungen für Käufer vor der erwarteten Ankündigung im Februar.

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Samsung Galaxy S26: Alle Modelle mit 3x 10MP-Kamera

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Die nächste Flaggschiff-Familie von Samsung scheint mit einer vertrauten Kamerakonfiguration auf den Markt zu kommen. Laut dem zuverlässigen Leaker IceUniverse sollen alle drei Galaxy S26-Modelle – das S26, S26+ und S26 Ultra – denselben 3x-Telefotomodul verwenden: einen 10MP ISOCELL-Sensor. Falls sich das bestätigt, wäre das eher eine Fortführung der S25-Strategie als der große Sprung, den sich viele erhofft hatten.

Was der Leak tatsächlich aussagt

Der Tipp nennt konkret einen 10MP ISOCELL-Sensor im Format 1/3.94" mit 1,0 µm Pixelpitch und einem Sichtwinkel (FoV) von 36° hinter einer f/2.4-Optik. Kurz gesagt: ein 67mm-äquivalenter 3x-Modul mit f/2.4 – sehr ähnlich zu dem, was bereits im Galaxy S25 und S25+ eingesetzt wurde. Diese technischen Eckdaten geben Hinweise auf die optische Kennlinie und die erwartbare Bildwirkung bei mittlerer Telebrennweite.

Technische Details aus dem Leak im Überblick:

  • Sensor: 10MP ISOCELL
  • Größe: 1/3.94"
  • Pixelpitch: 1.0 µm
  • Blende / FoV: f/2.4, 36° (≈67 mm äquivalent)
  • Effektive Pixelanzahl: 10 MP (nicht 12 MP)

IceUniverse deutet – über den Account PhoneArt geteilt – eindeutig an, dass alle drei Geräte dieselbe 3x-Hardware nutzen. Das lässt nur wenig Spielraum für deutliche Unterschiede in der Telefotoleistung innerhalb der Modellreihe, auch nicht beim Ultra-Modell, das traditionell als das fotografisch beste Gerät positioniert wird.

Warum das für die Fotografie relevant ist

Auf dem Papier ist ein 10MP f/2.4 67mm-Modul für mittlere Teleaufnahmen ausreichend: Porträts, moderate Freistellung und leichte Details bei gutem Licht sind damit gut machbar. Es handelt sich jedoch nicht um ein headline-taugliches Upgrade, das deutlich bessere Teleaufnahmen oder neue kreative Möglichkeiten verspricht. Entscheidend ist, dass dieser Sensor offenbar kein Pixel-Binning unterstützt und auch keine erweiterten digitalen Zoom-Tricks, die in einigen modernen Kameras die Detailwiedergabe oder die Low-Light-Qualität verbessern können.

Für Nutzer, die gehofft hatten, das S26 Ultra würde ein größeres oder höher auflösendes 3x-Sensorpaket bekommen, dürfte die Meldung enttäuschend wirken. Bei 1,0 µm Pixelgröße und 10MP-Auflösung sind die Grenzen in Bezug auf Rauschverhalten und Auflösung bei starken Zuschnitten bereits absehbar, insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen.

Wichtig ist außerdem die historische Perspektive: Die S25-Serie war in Bezug auf Kameraupdates ebenfalls eher konservativ. So erhielt das S25 Ultra zwar einen höher auflösenden Ultraweitwinkel-Sensor (50MP), der aber nicht physisch größer war; Standard- und Plus-Modelle behielten im Wesentlichen die gleiche Kamerakonfiguration wie zuvor. Wenn Samsung diese Linie beim S26 beibehält, dürften die meisten fotografischen Verbesserungen eher softwareseitig (Computational Photography), durch Bildverarbeitung, KI-Algorithmen und Optimierungen bei HDR/RAW-Processing erzielt werden als durch ein radikal neues 3x-Objektiv.

Technische Implikationen für Bildqualität und Zoom

Die Kombination aus 10MP-Auflösung und 1,0 µm Pixelpitch bringt klare Vor- und Nachteile mit sich. Bei guten Lichtbedingungen liefert ein solcher Sensor scharfe, kontrastreiche Bilder mit ausreichendem Detail für Social-Media-Posts und alltägliche Aufnahmen. Probleme tauchen häufiger in Low-Light-Situationen auf: kleinere Pixel sammeln weniger Licht, was zu stärkerem Rauschen führt, sofern die Software nicht effektiv per Rauschunterdrückung eingreift.

Ohne Pixel-Binning (bei dem benachbarte Pixel zu größeren, lichtempfindlicheren Einheiten zusammengefasst werden) fehlen dem Sensor hardwareseitig eine einfache Methode zur Verbesserung der Low-Light-Fähigkeiten und Dynamik. Das bedeutet, dass Samsung hier besonders auf intelligente Rauschunterdrückung, Multi-Frame-Stacking und optimierte ISO-Algorithmen angewiesen wäre, um die Bildqualität in dunkleren Szenarien zu steigern.

Der 67mm-Äquivalentwert ist aus fotografischer Sicht interessant: Er bietet eine natürliche Telebrennweite für Porträts und Detailaufnahmen, ohne zu stark zu komprimieren wie längere Brennweiten (z. B. 3x bis 5x bei Periskoplösungen). Für viele Anwender ist dieser Brennweitenbereich ein guter Kompromiss zwischen Bildwirkung und Handlichkeit.

Vergleich mit Konkurrenz und früheren Modellen

Wenn man Samsungs Ansatz mit aktuellen Angeboten von Apple und Google vergleicht, erkennt man unterschiedliche Prioritäten: Apple setzt bei iPhones oft auf enge Integration von Hardware und Software und kombiniert moderate optische Hardware mit sehr starker Bildverarbeitung. Google setzt stark auf Computational Photography und kann aus vergleichsweise einfachen Sensoren beeindruckende Ergebnisse herauskitzeln. Samsung wiederum hat in den letzten Jahren versucht, beides zu verbinden – solide optische Module mit ambitionierter Software.

Im Vergleich zum S25 sehen wir beim S26 offenbar weniger Hardware-Variation zwischen den Modellen. Während das S25 Ultra durch seinen 50MP-Ultraweitwinkel aufgefallen ist, waren die Telemodule weitgehend konstant. Das legt nahe, dass Samsung seine Ressourcen vielleicht eher in Sensorfusion, HDR-Processing, KI-gestützte Bildreparatur und videofokussierte Verbesserungen stecken könnte als in eine Vielzahl unterschiedlicher Teleobjektive innerhalb einer Generation.

Was das für Käufer bedeutet

Für Käufer ergibt sich eine einfache Faustregel: Wer ein Gerät mit herausragender Telefotoleistung sucht, sollte genau auf die Tests und realen Vergleichsbilder zum Release warten. Ein identischer 3x-Sensor in allen Modellen legt nahe, dass das S26 Ultra seine fotografische Überlegenheit eher durch zusätzliche Features, Software-Optimierungen oder andere Sensoren (z. B. Hauptsensor, Periskop je nach Leak) erreichen müsste, statt allein über ein besseres 3x-Objektiv.

Für die Mehrheit der Nutzer, die hauptsächlich Alltagsfotos, Porträts und Reisefotografie aufnehmen, dürfte der 67mm-3x-Modus jedoch ausreichend sein. Wichtig ist, worauf man persönlich Wert legt: optische Qualität bei Teleaufnahmen, Low-Light-Performance, Videofunktionen oder Software-Features wie verbesserter Nachtmodus, Porträt-Algorithmen und KI-gestützte Nachbearbeitung.

Software versus Hardware: Kann Software fehlende Hardware kompensieren?

Die Frage, ob Software das kompensieren kann, was die Hardware nicht verbessert, ist zentral. Moderne Smartphones erzielen oft erhebliche Qualitätsgewinne allein durch bessere Bildverarbeitungs-Pipelines: Multi-Frame-Stacking, KI-gestützte Schärfung, adaptive Rauschunterdrückung und maschinelles Lernen zur Szenenerkennung. Solche Methoden können Details rekonstruieren, Dynamik verbessern und in manchen Fällen den Eindruck einer höheren optischen Qualität erzeugen.

Allerdings sind Softwareverbesserungen keine magische Lösung: Sie können Rauschen reduzieren und Kontrast steigern, aber sie ersetzen nicht die physikalischen Vorteile größerer Sensoren oder lichtstärkerer Optiken im Zweifel vollständig. Für echte Fortschritte bei Auflösung und native Low-Light-Fähigkeit bleibt die Sensorgröße ein limitierender Faktor. Daher ist die entscheidende Frage, wie weit Samsung seine Bildverarbeitungsalgorithmen optimiert und welche Rechenleistung sowie welche KI-Modelle das Gerät nutzt, um die Schwächen des 10MP-Moduls zu kaschieren.

Wann bekommen wir offizielle Details?

Gerüchte platzieren die offizielle Galaxy S26-Ankündigung auf den 25. Februar. An diesem Tag wird Samsung entweder die Spezifikationen bestätigen oder mit Überraschungen aufwarten. Bis dahin bietet dieser Leak eine vorsichtige Vorab-Einschätzung: Erwarten Sie keinen dramatischen Umbau der 3x-Teleoptik, aber achten Sie auf Verbesserungen bei der rechnergestützten Fotografie und Anpassungen an anderen Linsen des Systemkameramoduls.

Wichtig für Käufer und Fotointeressierte ist es, die Zeit bis zur Vorstellung für einen Vergleich der Erwartungen zu nutzen: Verfolgen Sie Leaks, technische Teardowns, erste Hands-on-Berichte und professionelle Kameratests. Erst dann lässt sich seriös beurteilen, ob Samsung die Gesamtfotografie des S26 durch Software, Sensorfusion oder andere hardwareseitige Feinheiten verbessert hat.

Ob Sie nun ein Telefoto-Spezialist sind oder einfach Samsungs Flaggschiff-Strategie beobachten: Dieser frühe Leak dämpft die Erwartungen an deutlich verbesserte 3x-Optiken und wirft die Frage auf, in welchem Umfang Software künftig fehlende Hardwarevorteile ausgleichen kann – und ob das S26-Ökosystem als Ganzes bessere Bilder liefern wird.

Zusammenfassend: Der Leak zeigt einen konservativen Hardware-Ansatz im Telebereich, aber die finale Bewertung hängt stark von Samsungs Software-Optimierungen, Bildverarbeitungs-Workflows und dem Zusammenspiel mit anderen Sensoren ab. Testbilder, Labormessungen und reale Aufnahmen nach der Vorstellung werden letztlich ausschlaggebend sein.

Quelle: gsmarena

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