Samsung startet heimlich One UI 9-Tests für Galaxy-Foldables

Samsung testet intern One UI 9 auf ersten Galaxy-Geräten, vor allem Foldables wie Z Fold 8 und Z Flip 8. Die Tests bleiben vorerst geschlossen; Hinweise kommen über Firmware-Tracker und Leaks.

Lukas Schmidt Lukas Schmidt . Kommentare
Samsung startet heimlich One UI 9-Tests für Galaxy-Foldables

8 Minuten

Überblick

Samsung hat offenbar still und leise mit internen Tests von One UI 9 auf einer kleinen Auswahl von Galaxy-Geräten begonnen, und die ersten Hinweise deuten auf einen beschleunigten Vorstoß in das nächste Software-Kapitel hin. Diese Entwicklung ist relevant für Nutzer, Entwickler und Mobilfunkpartner, da sie Einblicke in Samsungs Plan zur Weiterentwicklung von Benutzeroberfläche, Stabilität und Kompatibilität gibt.

Erste Hinweise und betroffene Modelle

Berichte traten zuerst auf Testservern auf, wo Build-IDs mit Verweisen auf One UI 9 auftauchten und mit einigen Modellen verknüpft wurden. Die sichtbarsten Namen waren das kommende Galaxy Z Fold 8 und das Galaxy Z Flip 8 — die beiden Foldables, die voraussichtlich um Juli 2026 vorgestellt werden und angeblich ab Werk mit der neuen Oberfläche ausgeliefert werden sollen. Kurz gesagt: Samsung bereitet die Grundlagen vor, noch bevor die große Ankündigung folgt.

Ein mysteriöser Modellcode

Es gibt jedoch eine überraschende Wendung. Ein rätselhafter Modem-Code, SM-F971U, tauchte mit einem One UI 9-Build-Tag auf. Diese Zeichenfolge deutet möglicherweise auf ein drittes Foldable hin, das später in diesem Jahr neben Fold 8 und Flip 8 erscheinen könnte. Einige Leaks und Gerüchte nennen es Galaxy Wide Fold, aber Samsung selbst hat keine offizielle Bestätigung abgegeben. Bis zu einer Einladung zur Produktvorstellung bleiben es Gerüchte.

Ältere Hardware im Test

Interessant ist außerdem, dass sogar ältere Hardware in den Testlisten auftauchte. Das Z Fold 7 — das noch nicht flächendeckend One UI 8.5 erhalten hat — erschien ebenfalls mit einem One UI 9-Test-Build. Das ist bemerkenswert, weil es zeigt, dass Samsung neue Software nicht nur für die neuesten Flagships validiert, sondern generationenübergreifend testet. Das kann auf eine Strategie hindeuten, langfristige Kompatibilität und Support für Bestandsgeräte sicherzustellen.

Diese Tests sind intern — Sie können diese One UI 9-Builds nicht direkt auf Ihrem Gerät herunterladen.

Warum interne Tests wichtig sind

Die Anwesenheit von Server-seitigen Test-Builds bedeutet nicht automatisch, dass eine öffentliche Beta unmittelbar bevorsteht. Vielmehr zeigt sie, dass Samsung aktiv neue Funktionen und Fehlerbehebungen hinter verschlossenen Türen validiert, um spätere stabile Releases reibungsloser zu gestalten. Das ist besonders wichtig bei großen Betriebssystem- und UI-Sprüngen, da die Komplexität mit jeder neuen Funktion steigt.

Die Rolle von Ingenieuren, Netzbetreibern und Laboren

Ingenieure untersuchen Randfälle und Ausnahmesituationen, um Abstürze oder Funktionsstörungen zu vermeiden. Netzbetreiber und regionale Kompatibilitätslabore führen erweiterte Tests durch, um sicherzustellen, dass Funkmodule, VoLTE, 5G, Netzwechsel und Carrier-spezifische Dienste sauber funktionieren. All diese Arbeit ist unsichtbar für Endnutzer, aber entscheidend, damit Major-Updates nicht als fehleranfällige Rollouts enden.

Aktueller Stand der Testgeräte

Derzeit ist die Liste der Testgeräte noch überschaubar. Das ist normal: Die interne Validierung beginnt üblicherweise mit einer kleinen Gruppe, bevor sie allmählich auf weitere Modelle ausgeweitet wird. Während One UI 8.5 schrittweise verteilt wird, ist nicht auszuschließen, dass das Testfeld für One UI 9 später auf Mittelklasse- und ältere Galaxy-Smartphones ausgeweitet wird. Samsung neigt dazu, solche Phasen zu staffeln, um Stabilität und Kompatibilität zu prüfen, bevor größere öffentliche Betas freigegeben werden.

Was das für verschiedene Nutzergruppen bedeutet

  • Early Adopters und Entwickler: Sie sollten Firmware-Tracker und vertrauenswürdige Leak-Quellen im Auge behalten, da diese meist zuerst Build-IDs und Modell-Einträge erkennen.
  • Reguläre Nutzer: Sie können von einem stabileren und besser getesteten Release profitieren, müssen aber Geduld zeigen, bis öffentliche Betas oder stabile Updates ausgeliefert werden.
  • Unternehmen und IT-Administratoren: Frühzeitige Tests sind wichtig, um Kompatibilität mit Unternehmens-Apps, EMM/MDM-Lösungen und Sicherheitsrichtlinien zu validieren.

Welche Funktionen und Verbesserungen zu erwarten sind

Bei One UI 9 geht es vermutlich weniger um spektakuläre Designneuerungen als um praktische Verfeinerungen und Optimierungen. Samsung hat in der Vergangenheit die One UI-Entwicklung stark auf Benutzerfreundlichkeit, Performance und Akkueffizienz fokussiert. Hier einige Bereiche, in denen Verbesserungen wahrscheinlich sind:

Benutzeroberfläche und Bedienung

Erwartet werden subtile UI-Refinements, die vor allem auf größeren, faltbaren Displays spürbar sind: optimierte Menüs, verbesserte Layout-Anpassungen beim Multitasking und feinere Animationen für flüssigere Übergänge. Für Foldables könnten neue Multi-Window-Modi, verbesserte Task-Umschaltung und anpassbare Split-Screen-Konfigurationen kommen.

Multitasking und Produktivität

Multitasking-Funktionen sind ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal für Foldables. One UI 9 könnte erweiterte Möglichkeiten für Window-Management, Drag-and-Drop zwischen Apps, besseres App-Pinning und spezifische Optimierungen für S-Pen-Interaktionen (falls relevant) beinhalten. Ziel ist, produktivere Workflows auf den größeren Displays zu ermöglichen.

Akkulaufzeit und Performance

Optimierungen im Energiemanagement, Hintergrundprozess-Steuerung und ressourcenschonendere Animationen könnten die Akkulaufzeit verbessern. Zudem sind Performance-Tweaks zu erwarten, die die subjektive Systemgeschwindigkeit erhöhen — etwa durch reduzierte Latenzen, optimierte Speicherverwaltung und schnellere App-Starts.

Integration mit Wearables und PCs

Tiefere Verzahnung mit Wearables (Galaxy Watch) und PCs (Windows-Integration, DeX) ist wahrscheinlich. Das kann synchronere Benachrichtigungen, smootheres Continuity-Verhalten und erweiterte Funktionen beim Teilen von Inhalten oder beim Fortsetzen von Aufgaben auf unterschiedlichen Geräten umfassen.

Sicherheit, Updates und Entwickler-APIs

Mit jeder neuen UI-Version sind auch Updates an Sicherheitspatches, Berechtigungssteuerung und Entwicklerschnittstellen (APIs) zu erwarten. Entwickler sollten auf Anpassungen in den System-APIs achten, die neue Möglichkeiten, aber auch erforderliche Anpassungen an bestehenden Apps mit sich bringen können.

Wie man als Nutzer oder Interessierter auf dem Laufenden bleibt

Wer die Entwicklung von One UI 9 aktiv verfolgen möchte, sollte mehrere Informationsquellen kombinieren:

  1. Firmware-Tracker: Seiten und Datenbanken, die Build-IDs und Modellnummern erfassen, sind oft die erste Quelle für Hinweise.
  2. Vertrauenswürdige Leak-Portale: Erfahrene Leaker und Redaktionen sind in der Regel schnell bei der Interpretation von Servereinträgen.
  3. Offizielle Beta-Seiten von Samsung: Sobald Tests vom internen auf den öffentlichen Beta-Status wechseln, öffnet Samsung dort Registrierungsmöglichkeiten.
  4. Foren und Entwickler-Communities: Austausch in Foren wie XDA-Developers kann frühe Tests, Workarounds und Erfahrungen mit frühen Builds liefern.

Außerdem lohnt es sich, die Ankündigungen der Netzbetreiber und regionalen Labs zu beobachten, da Carrier-Freigaben und regionenspezifische Tests den Rollout beeinflussen können.

Warnhinweise für Beta-Tester

Wer an öffentlichen Betas teilnimmt, sollte sich der Risiken bewusst sein: frühe Builds können instabil sein, Akkuverbrauch und App-Kompatibilität problematisch sein. Wichtige Daten sollten gesichert werden, und ein Rollback-Plan auf eine stabile Version ist empfehlenswert.

Strategische Einordnung: Warum Samsung so testet

Dass Samsung intern breit testet, ist kein Zufall. Die Firma steht vor mehreren Herausforderungen und Zielen:

  • Fragmentierung vermeiden: Durch Tests auf älteren Geräten versucht Samsung, die Fragmentierung zu reduzieren und längeren Support glaubwürdig zu machen.
  • Carrier- und Länderanforderungen: Unterschiedliche Mobilfunkstandards und regulatorische Vorgaben erfordern regionale Validierung.
  • Wettbewerbsvorteil bei Foldables: Da Foldables eine noch junge Produktkategorie sind, will Samsung durch bessere Software-Erfahrung einen Vorsprung sichern.

Eine frühzeitige, generationenübergreifende Teststrategie verbessert die Erfolgschancen für einen reibungslosen Rollout und reduziert das Risiko von kritischen Bugs nach der Veröffentlichung.

Praktische Tipps für Galaxy-Besitzer

Was sollten Besitzer eines Galaxy-Smartphones konkret tun?

  • Aktivieren Sie Update-Benachrichtigungen in den Systemeinstellungen, um keine offiziellen Releases zu verpassen.
  • Abonnieren Sie Samsungs Beta-Programm nur, wenn Sie mit möglichen Instabilitäten leben können.
  • Nutzen Sie vertrauenswürdige Quellen (Firmware-Tracker, renommierte Tech-Seiten) für Hinweise, anstatt allein auf Social-Media-Gerüchte zu bauen.
  • Erwägen Sie, geschäftliche Geräte nicht an frühen Betas teilzunehmen, um Produktivität und Sicherheit nicht zu gefährden.

Zeithorizont und Erwartungen an den Rollout

Basierend auf den Leaks, die Fold 8 und Flip 8 als Launch-Kandidaten um Juli 2026 nennen, erscheint ein größerer Rollout im zweiten Halbjahr 2026 plausibel. Die genaue Verfügbarkeit hängt jedoch von den Testergebnissen ab: Wenn interne Builds stabil laufen, könnte Samsung schneller zu öffentlichen Betas und finalen Releases übergehen; bei Komplikationen dürfte sich der Zeitplan verschieben.

Historisch hat Samsung bei größeren UI-Updates sowohl sofortige Releases für neue Modelle als auch gestaffelte Updates für ältere Hardware gezeigt. Das gleiche Muster könnte sich bei One UI 9 wiederholen: neue Foldables mit vorinstalliertem System und gestaffelte Updates für Bestandsgeräte.

Fazit

Die frühe Präsenz von One UI 9-Build-IDs auf Testservern lässt darauf schließen, dass Samsung intensiv an der nächsten UI-Version arbeitet und dabei Foldables und ältere Geräte berücksichtigt. Internes Testing ist ein notwendiger und positiver Schritt, um die Stabilität und Kompatibilität großer Releases sicherzustellen. Für Nutzer heißt das: Geduld bewahren, Update-Benachrichtigungen aktivieren und vertrauenswürdige Informationsquellen verfolgen. Wer tiefer einsteigen will, kann Firmware-Tracker und offizielle Beta-Seiten beobachten, um bei einer kommenden öffentlichen Beta schnell reagieren zu können.

Kurz zusammengefasst: Samsung bereitet One UI 9 hinter den Kulissen vor. Eine offizielle Bestätigung und ein genauer Zeitplan stehen noch aus, doch die Anzeichen deuten auf eine fokussierte Vorbereitung — vor allem für Foldables und eine generationenübergreifende Kompatibilität. Bleiben Sie neugierig und halten Sie Ihre Geräte aktuell.

Quelle: smarti

"Als Technik-Journalist analysiere ich seit über 10 Jahren die neuesten Hardware-Trends. Mein Fokus liegt auf objektiven Tests und Daten."

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