Schätzungen der US-Forschungsgruppe Rhodium zufolge entspricht der kombinierte jährliche wiederkehrende Umsatz chinesischer KI-Modelle etwa einem Zehntel der von OpenAI und Anthropic gemeldeten Umsätze. Trotz des schnellen Nutzerwachstums in China zeigt sich damit eine deutliche Umsatzlücke.
Rhodiums Methodik und zentrales Ergebnis
Für den Vergleich stützte sich Rhodium auf den jährlichen wiederkehrenden Umsatz (ARR), eine Branchenkennzahl, bei der der zuletzt gemeldete Monatsumsatz mit 12 multipliziert wird. Demnach beläuft sich der gesamte ARR chinesischer KI-Modelle auf rund 10 Prozent des von OpenAI und Anthropic zusammen gemeldeten ARR.
Gemeldeter ARR großer chinesischer und US-Unternehmen
Der Rhodium-Bericht führt ARR-Schätzungen für mehrere große chinesische KI-Unternehmen und ihre Plattformen auf. DeepSeek identifizierte die Forschungsgruppe als kleinsten der bedeutenden chinesischen Akteure – mit einem geschätzten ARR von 500 Millionen USD.
- DeepSeek: ARR von 500 Millionen USD
- MiniMax: ARR von 800 Millionen USD
- Moonshot: ARR von 1 Milliarde USD
- Z.ai: ARR von 1,8 Milliarden USD (neueste Angabe von Investoren)
- ByteDance: ARR von 4 Milliarden USD
- Alibaba: ARR von 2,4 Milliarden USD

Selbst mit diesen Zahlen bleibt der Gesamtwert laut Rhodium deutlich unter dem gemeldeten ARR von OpenAI, den der Bericht mit 40 Milliarden USD beziffert, sowie von Anthropic, das mit 65 Milliarden USD genannt wird.
Bewertungsmultiplikatoren und Börsenpläne
Rhodium verweist zudem auf eine erhebliche Diskrepanz zwischen den Investorenbewertungen und den aktuellen Umsätzen einiger chinesischer Start-ups. Die Gruppe erklärte: „Das Verhältnis von Bewertung zu Umsatz erscheint derzeit bei Moonshot und DeepSeek sehr hoch.“ Die Analysten von Rhodium schätzen dieses Verhältnis für die beiden Start-ups auf etwa das 50-Fache bei Moonshot und rund das 163-Fache bei DeepSeek.
Mit Blick auf Börsengänge heißt es in dem Bericht, Anthropic werde voraussichtlich im kommenden Monat in den Vereinigten Staaten an die Börse gehen, während OpenAI seinen Börsengang auf das nächste Jahr verschoben habe. Zudem soll Moonshot Berichten zufolge vertraulich einen Antrag für einen Börsengang in Hongkong eingereicht haben. DeepSeek bereite sich auf sein Börsendebüt vor.




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