Pantalasas schwimmende Stahlplattformen erzeugen Strom aus einem wellengetriebenen internen Wasserfluss und sind für den Betrieb ohne Stromkabel und ohne Verbindung zum Meeresboden ausgelegt.
Das US-Unternehmen gab 2026 eine Finanzierung in Höhe von 140 Millionen US-Dollar bekannt, um Ocean-3 weiterzuentwickeln und den Bau schwimmender Rechenzentren voranzutreiben. Diese sollen Wellenenergie zur Stromversorgung und kaltes Meerwasser zur Kühlung der Chips nutzen. Pantalasa erklärte, das neue Kapital werde die Fertigstellung einer Pilotfertigungsanlage nahe Portland ermöglichen sowie den Bau und die Bereitstellung von Ocean-3-Prototypen beschleunigen.
So funktioniert die Ocean-Plattform
Pantalasa beschreibt seine Ocean-Plattformen als schwimmende Stahlkonstruktionen, die sich mit den Wellen heben und senken und dabei Meerwasser durch interne Kanäle drücken. Dieser Wasserstrom treibt im Rumpf installierte Turbinen an, die Strom für den Betrieb der KI-Prozessoren erzeugen. Die verarbeiteten Daten werden per Satellitenverbindung an Land übertragen. Zur Temperaturregelung der Geräte setzt das Unternehmen nach eigenen Angaben auf die natürliche Kühlwirkung des Meerwassers. Pantalasa betont zudem, dass die Plattformen weder einen Stromkabelanschluss noch eine physische Verbindung zum Meeresboden benötigen.

Das Unternehmen hofft, dass die Kombination aus Wellenenergie und natürlicher Meerwasserkühlung die Energie- und Kühlkosten für groß angelegte KI-Verarbeitung in schwimmenden Rechenzentren senken kann. Zugleich räumt Pantalasa ein, dass ein unabhängiger Nachweis entsprechender Einsparungen im großen Maßstab noch aussteht.
Risiken, Entwicklungsgeschichte und Zeitplan
Pantalasa arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt an Wellenenergie, Autonomie und Offshore-Verarbeitung und hat bereits frühere Prototypen namens Ocean-1 und Ocean-2 getestet. Ocean-2 wurde in Gewässern nahe dem US-Bundesstaat Washington erprobt. Mit Ocean-3 will Pantalasa KI-Inferenzverarbeitung auf See demonstrieren. Das Unternehmen plant, Ocean-3-Prototypen 2026 im Nordpazifik einzusetzen, und strebt kommerzielle Einsätze ab 2027 an.
Das Projekt steht vor erheblichen operativen Herausforderungen: extreme Wellen und Stürme, Salzwasserkorrosion, Einschränkungen bei der Satellitenkommunikation sowie die Schwierigkeit und die Kosten von Reparaturen auf See. Pantalasa weist außerdem darauf hin, dass Wellenkrafttechnologien bislang keinen breiten kommerziellen Erfolg erzielt haben. Die langfristige Leistungsfähigkeit und Haltbarkeit der Ocean-Plattformen unter rauen Meeresbedingungen müssen daher noch nachgewiesen werden.
Ocean-3 befindet sich derzeit in der Entwicklungsphase und ist noch kein einsatzbereiter Ersatz für landgestützte Rechenzentren. Die Finanzierungsrunde von 2026 soll weitere Tests, die Fertigung und kurzfristige Prototypeneinsätze unterstützen.




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