Huawei hat das Mate 90 Pro Max mit dem Kirin 9050 Pro vorgestellt. Erste Tests zeigen eine auffallend effiziente Gaming-Performance im Alltag, die in nativen HarmonyOS-Titeln an aktuelle Spitzenchips von Snapdragon und Apple heranreicht.
Bei der Präsentation am 1. Oktober erklärte Huawei, das LogicFolding-Design des Smartphones ermögliche gegenüber der Vorgängergeneration eine Leistungssteigerung von insgesamt 31 %. Der Kirin 9050 Pro setzt auf eine CPU mit neun Kernen in vier Clustern: einen Prime-Kern, zwei große Performance-Kerne, vier Effizienzkerne und zwei besonders stromsparende Kerne. Laut offiziellen Angaben steigt die Multi-Core-Leistung um rund 23 %, das GPU-Rendering beschleunigt sich um 40 % und die NPU-Leistung legt um 140 % zu.
Bei LogicFolding werden zwei Schichten von Logikschaltungen gestapelt und mittels dichtem Hybrid-Bonding verbunden. Huawei zufolge lassen sich so auf derselben Fläche mehr Transistoren unterbringen und höhere Taktraten erzielen als mit einem konventionellen flachen Design.

Das reguläre Mate 90 und das Mate 90 Pro nutzen die verwandten, aber nicht gestapelten Kirin-9030- und Kirin-9035-Chips. Huawei zufolge basieren diese auf derselben Kernarchitektur und denselben HarmonyOS-Optimierungen. Gegenüber der vorherigen Mate-Serie sollen sie jeweils rund 27 % beziehungsweise 20 % mehr Leistung bieten.
Frühe unabhängige Tests, darunter Teardowns und Messungen von Geekerwan, bestätigen das gestapelte Design. Sie zeigen zudem, dass das Pro Max insbesondere in nativen HarmonyOS-Spielen sehr energieeffizient arbeitet.
In Genshin Impact bei 890p hielt das Mate 90 Pro Max konstante Bildraten bei einer Systemleistungsaufnahme von rund 4,2 W. Dieses Effizienzniveau übertrifft einige Geräte mit Snapdragon 8 Elite Gen 5 und liegt in denselben Tests auf dem Niveau des iPhone 17 Pro Max mit A19 Pro sowie höherwertiger Konfigurationen mit Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6.
Eine ähnliche Effizienz zeigen Tests in Wuthering Waves, wobei die Huawei-Version auf eine niedrigere Auflösung beschränkt bleibt, sowie in einigen weiteren nativen Titeln. Spiele, die Übersetzungsschichten benötigen, laufen zwar akzeptabel, doch der Effizienzvorteil fällt geringer aus.

Bei reinen synthetischen CPU-Benchmarks liegen die Werte weiterhin hinter den absoluten Spitzenmodellen von Snapdragon und Apple, zudem bleiben die Fertigungsgrenzen ein Faktor. Dennoch markieren die neue Architektur, tiefgreifende Systemoptimierungen und die gemessene Gaming-Effizienz einen deutlichen Fortschritt für Huaweis eigene Siliziumentwicklung.
Wer bei gut optimierten nativen Spielen mehr Wert auf dauerhafte Leistung und Akkulaufzeit als auf absolute Benchmark-Bestwerte legt, findet im Mate 90 Pro Max ein überzeugendes Praxisargument für den Kirin 9050 Pro.




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