Huawei Mate XT 2: Kompaktes, robustes Tri-Fold-Tablet

Das Huawei Mate XT 2 ist ein robustes Tri-Fold mit 10,2-Zoll-Innen-Display, Kirin 9050 Pro, HarmonyOS 7 und Lingdun-Privatsphäre. Fokus liegt auf Alltagstauglichkeit, hoher Helligkeit, starken Kameras und Gesundheitsfunktionen.

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Huawei Mate XT 2: Kompaktes, robustes Tri-Fold-Tablet

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Das Aufklappen fühlt sich fast wie ein Ritual an. Das Huawei Mate XT 2 lässt sich wie ein Taschennotizbuch schließen und entfaltet sich zu einer tabletgroßen Arbeitsfläche. Die eigentliche Ingenieursleistung steckt jedoch unter der Oberfläche und im Scharnier.

Mit nur 12,3 mm im gefalteten Zustand und 3,5 mm im vollständig geöffneten Zustand verbindet dieses Tri-Fold überraschende Kompaktheit mit einem 10,2 Zoll großen Innendisplay mit 3K-Auflösung im breiten 12,8:9-Format. Das Außendisplay misst praxistaugliche 6,5 Zoll, löst mit 2442 x 1140 Pixeln auf und erreicht bis zu 6.500 Nits Helligkeit. Das ist keine Marketingübertreibung, sondern ein Display, das für den Einsatz bei Tageslicht ausgelegt ist.

Huawei hat Gehäuse und Scharnierstruktur von Grund auf neu entwickelt. Das Mate XT 2 ist nach IP58 und IP59 gegen Staub und Wasser geschützt und damit das erste Tri-Fold mit diesem Schutzniveau.

Die Materialwahl beim Glas ist mutig: Für das Außendisplay kommt Basaltglas zum Einsatz, das laut Huawei die Sturz- und Kratzfestigkeit deutlich verbessert. Das Innendisplay erhält einen mehrlagigen Verbundwerkstoff, der die Stoßfestigkeit etwa verdreifachen soll. Zur Auswahl stehen drei Ausführungen in Schwarz, Weiß und Lila – jeweils mit einem sternförmigen, diamantartigen Kameramodul, einem Brokatmuster mit Goldfäden und einem „Außergewöhnlich“-Emblem nahe des Scharniers.

Entwickelt für flexibles Arbeiten und private Momente

Im Inneren arbeitet der Kirin 9050 Pro, ein Chip, den Huawei bereits vor der Vorstellung angeteasert hatte und der offenbar gezielt auf ein Gerät mit mehreren Displayflächen ausgelegt ist. Huawei spricht von einem Leistungsplus von rund 42 % gegenüber den bisherigen Mate-XT-Modellen: 24 % mehr Single-Core-Leistung, 52 % mehr Multi-Core-Leistung sowie eine Ma-Liang-GPU, die Echtzeit-Raytracing über bis zu 50 Millionen Linien ermöglicht und die Rendering-Leistung um 142 % steigern soll. Die Da-Vinci-NPU betreibt ein Edge-Mixture-of-Experts-Modell mit rund 30 Milliarden Parametern, von denen zur Laufzeit etwa 2 Milliarden aktiv sind – eine große Wette auf KI direkt auf dem Gerät.

Auch bei der Konnektivität legt Huawei nach. Das Balong-Baseband unterstützt Satelliten-Paging und -Messaging. Laut Huawei reduziert es zudem Ruckler bei Videoanrufen in Hochgeschwindigkeitszügen gegenüber dem Vorgängermodell um rund 25 %.

Hinzu kommt Lingdun, das Datenschutz-Feature, das besonders auffällt. Dabei handelt es sich um ein auf Hardwareebene integriertes Sichtschutzsystem im faltbaren Display. Ein Doppeltipp auf dem Außendisplay oder ein Druck auf die Smart-Control-Taste verengt den Blickwinkel: Für den Nutzer bleibt der Bildschirm klar erkennbar, seitlich Mitlesende sehen deutlich weniger. Zudem lassen sich die Außenpanels aufstellen, um das Display physisch vor neugierigen Blicken abzuschirmen. Das ist eine greifbare, praktische Antwort auf Blicke über die Schulter.

Das Smartphone bietet außerdem eine EKG-Analyse und hat in China eine Zertifizierung als Medizinprodukt der Klasse II erhalten. Damit baut Huawei die Gesundheitsfunktionen als Teil des Gesamtpakets weiter aus.

Auch die Kameraausstattung soll dem Anspruch gerecht werden. Im Mittelpunkt steht eine Hauptkamera mit 18 EV extrem hohem Dynamikumfang, einem 50-MP-RYYB-Sensor und variabler Blende von F1,49 bis F4,0. Ergänzt wird sie durch ein 50-MP-RYYB-Periskop-Teleobjektiv mit 3,5-fachem optischem Zoom sowie ein 40-MP-RYYB-Ultraweitwinkel. Huaweis Red-Maple-Farbsystem der dritten Generation soll die Farbgenauigkeit gegenüber der Vorgängergeneration um bis zu 95 % verbessern.

Die Software macht das Tri-Fold-Format alltagstauglich. Das Mate XT 2 ist das erste Huawei-Gerät mit HarmonyOS 7 und bietet geteilte Bildschirmansichten, die auf Workflows mit drei Displaybereichen zugeschnitten sind. Denkbar sind etwa drei Apps nebeneinander oder bei Bedarf ein PC-ähnlicher Arbeitsbereich – nicht bloß eine in die Breite gezogene Smartphone-Oberfläche, sondern ein Arbeitsumfeld für mehrere gleichzeitig aktive Fenster.

Praktische Erkenntnis: Das Mate XT 2 ist als alltagstaugliches Tri-Fold konzipiert, nicht als fragiles Konzeptgerät.

Die Preise bewegen sich klar im Premiumsegment. Die Variante mit 16 GB + 256 GB startet bei 2.600 €. Das Modell mit 16 GB + 512 GB kostet 2.860 €, für 16 GB + 1 TB werden 3.120 € fällig. Mit dem Lingdun-Privatsphärendisplay steigt der Preis des 1-TB-Modells auf 3.250 €. Die Spitze markiert eine Konfiguration mit 16 GB + 2 TB inklusive Stylus-Set für 3.900 €. Frühkäufer erhalten ein rotierbares Stand-Cover im Wert von 65 € kostenlos dazu; der M-Pen 3 Mini wird separat für 156 € angeboten.

Huawei wird das Mate XT 2 „Außergewöhnlicher Meister“ ab dem 13. September in China verkaufen. Das Gerät sendet ein klares Signal: Faltbare Smartphones haben die Prototypenphase hinter sich gelassen und werden zunehmend für den täglichen Einsatz mit Blick auf Robustheit, Datenschutz und Produktivität entwickelt.

Tim Becker
"Gaming und E-Sports sind mehr als nur ein Hobby für mich. Ich berichte live von den größten Turnieren und Hardware-Releases."

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