Pixel 10 Pro im Test: Was neu ist und was fehlt

Pixel 10 Pro im Test: Was neu ist und was fehlt

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17 Minuten

Was das Pixel 10 Pro mitbringt (und was nicht)

Googles Pixel 10 Pro kommt als evolutionäres Update statt als Revolution. Auf den ersten Blick wirkt es vertraut — dieselben hochwertigen Materialien, ein ähnliches Kameralayout und ein Einstiegspreis von 999 $, der dem Marktstart des Pixel 9 Pro entspricht. Unter der Oberfläche hat Google schrittweise Hardware‑Verfeinerungen vorgenommen, lang angekündigte Standards wie Qi2‑magnetisches Laden (unter dem Namen Pixelsnap) eingeführt, einen neuen Tensor G5‑Chip verbaut und eine neue Palette von KI‑Funktionen in Android 16 eingebracht. Die Frage für Käufer ist, ob diese subtilen Anpassungen und noch junge KI‑Tools ein Upgrade oder einen Neukauf in einem wettbewerbsintensiven Flaggschiffmarkt rechtfertigen.

Dieser Test geht auf Design, Display, Leistung, Akku, Kameras, Software und die Nutzung im Alltag des Pixel 10 Pro ein. Wo es sinnvoll ist, vergleichen wir es mit dem Pixel 9 Pro, OnePlus 13 und iPhone 16, wägen Vor‑ und Nachteile ab und bewerten die Marktrelevanz für Technikenthusiasten und Profis, die Wert auf Bildqualität, Konnektivität und Zukunftssicherheit legen.

Design und Verarbeitungsqualität

Außen und Ergonomie

Das Pixel 10 Pro behält weitgehend die Optik bei, die das Pixel 9 Pro als Premiumgerät erscheinen ließ. Ein Aluminiumrahmen mit glänzender Oberfläche, minimale Bildschirmränder und Gorilla Glass Victus 2 auf Vorder‑ und Rückseite sorgen weiterhin für ein solides Gefühl in der Hand. Wenn Ihnen das Design des Pixel 9 Pro gefallen hat, werden Sie sich beim Pixel 10 Pro wohlfühlen: Es liegt komfortabel in der Hand, ist gut ausbalanciert und sauber verarbeitet.

Die sichtbarsten Veränderungen sind dezente Farbanpassungen und eine physische Änderung, die leicht zu übersehen ist, wenn man die Kanten des Telefons nicht genau inspiziert: Die herausnehmbare SIM‑Schublade ist verschwunden. Google hat das SIM‑Fach komplett entfernt, wodurch das Gerät stärker versiegelt ist, aber auch der einfache Weg zur Nutzung physischer SIM‑Karten ohne eSIM‑Einrichtung oder Unterstützung des Providers entfällt. Am unteren Rand finden sich zwei Gitteröffnungen; nur eines fungiert als Lautsprecher, das andere beherbergt wahrscheinlich ein Mikrofon. Dieses zweite Gitter ist größer als zuvor, scheint aber überwiegend kosmetischen Charakter zu haben — ein klarer funktionaler Vorteil ist damit nicht verbunden.

Haltbarkeit und Schutz

Das Pixel 10 Pro behält die IP68‑Klassifizierung gegen Wasser und Staub und profitiert auf beiden Seiten von Gorilla Glass Victus 2. Das ist beruhigend für den Alltag und bei versehentlichen Stürzen. OnePlus hat beim OnePlus 13 zusätzlich IP69‑Tests ergänzt, was zeigt, dass es im Markt noch Raum für noch höheren Schutz gibt, aber für die meisten Nutzenden ist IP68 mehr als ausreichend.

Display und Audio

Panelqualität und Helligkeit

Das Display des Pixel 10 Pro bleibt ein Highlight. Es nutzt ein hochauflösendes 1280 x 2856 OLED‑Panel mit adaptiver Bildwiederholrate von 1–120 Hz. Das sorgt für flüssiges Scrollen und Animationen, wenn es nötig ist, und ermöglicht gleichzeitig Stromersparnis bei statischen oder wenig bewegten Inhalten. Die Spitzenhelligkeit ist beeindruckend: 2200 Nits für HDR‑Inhalte und bis zu 3300 Nits für kleine spekulare Highlights — etwa 10 % mehr als beim Pixel 9 Pro. Dieser Anstieg verbessert die Ablesbarkeit im Freien und das HDR‑Highlight‑Rendering, bleibt aber eine schrittweise Verbesserung statt eines grundlegenden Sprungs.

Stereolautsprecher und Medienwiedergabe

Die Stereo‑Lautsprecher des Pixel 10 Pro klingen zuverlässig und klar. Sie bieten ausreichend Lautstärke für Podcasts oder gelegentliche Mediennutzung, ohne starke Verzerrungen, und vermeiden aggressives automatisches Lautstärke‑Absenken, das das Hörerlebnis stören kann. Audiophile Nutzer bevorzugen vielleicht externe Lautsprecher oder kabelgebundene Kopfhörer über einen USB‑C‑DAC, aber das integrierte Stereo‑Setup ist konkurrenzfähig im Vergleich zu anderen Android‑Flaggschiffen.

Laden, Magnetismus und Anschlüsse

Eine der bedeutendsten, aber weniger sichtbaren Verbesserungen des Pixel 10 Pro ist die Unterstützung für Qi2‑drahtlosladung. Google vermarktet seine Umsetzung als Pixelsnap, was native magnetische Ausrichtung und Zubehörbefestigung ermöglicht, vergleichbar mit Apples MagSafe‑Ökosystem, das mit dem iPhone 12 eingeführt wurde. Das bedeutet, dass offizielle und Drittanbieter‑Qi2‑Ladegeräte und -Zubehör, die magnetische Ausrichtung nutzen, sauber am Pixel 10 Pro haften, ohne spezielle Magnetringe oder Spielereien.

Ich habe das Pixel 10 Pro mit einer MagSafe‑Brieftasche getestet, die sich problemlos anbrachte und damit die Cross‑Kompatibilität zwischen etablierten magnetischen Ökosystemen demonstrierte. Das Pixel 10 Pro behält außerdem einen USB‑C‑Anschluss mit USB‑3.2‑Geschwindigkeit und Video‑Ausgabe bei, um es an einen externen Monitor oder TV anzuschließen. Eine dedizierte Desktop‑Umgebung wie Samsung DeX fehlt weiterhin, aber kabelgebundene Bildschirmfreigabe und Laden bleiben Optionen.

Konnektivität und Sensoren

Das Telefon bietet moderne Funk‑Features: Wi‑Fi 7 für Netzwerke der nächsten Generation, Bluetooth 6 für bessere Audio‑ und Peripherie‑Leistung, einen Ultra‑Wideband‑Chip (UWB) für präzise Ortung und Zubehör sowie Satellitenkonnektivität, die aus der Pixel‑9‑Serie übernommen wurde. Diese Konnektivitätsverbesserungen positionieren das Pixel 10 Pro gut für fortgeschrittene Zubehör‑Ökosysteme und künftige ortsbasierte Anwendungsfälle.

Biometrisches Entsperren bleibt schnell und zuverlässig, mit Gesichtserkennung und einem In‑Display‑Fingerabdrucksensor für schnellen Zugang.

Software, KI‑Funktionen und Langzeit‑Updates

Android 16 und Update‑Versprechen

Das Pixel 10 Pro wird mit Android 16 ausgeliefert, und Google verspricht sieben Jahre Software‑Updates — ein starkes Signal für Käufer, die Wert auf Langlebigkeit und Sicherheit legen. Das Kern‑Android‑Erlebnis bleibt sauber und minimalistisch, auch wenn Googles fortwährende Entscheidungen zu Schnelleinstellungen und Benachrichtigungs‑Design eine Frage des persönlichen Geschmacks sind.

KI‑Funktionen: Gemini, Magic Cue und die neue Pixel‑Erfahrung

Google treibt vor allem die KI‑Integration weiter voran. Das Pixel 10 Pro soll ein Schaufenster für Googles Gemini‑Modelle und verschiedene systemweite KI‑Werkzeuge sein, die den Alltag erleichtern sollen: automatische Foto‑Bearbeitungen, kontextuelle Vorschläge in E‑Mails oder Messaging und mehr. Zwei zentrale Funktionen sind hervorzuheben:

  • Gemini‑gestützte Fotobearbeitung: Ein lokal laufender Bearbeitungsassistent, der Bilder automatisch zuschneiden, verbessern oder retuschieren kann, unter Nutzung generativer Modellierungstechniken. Die Verfügbarkeit ist regionsabhängig und kann durch lokale Richtlinien oder regulatorische Beschränkungen eingeschränkt sein.
  • Magic Cue: Ein kontextueller Assistent, der relevante Informationen aus E‑Mails, Nachrichten und Kalenderereignissen genau dann anzeigen soll, wenn man sie braucht. In der Praxis soll Magic Cue automatisch Details vorschlagen, etwa Flugnummern oder Reservierungszeiten, während man Nachrichten verfasst.

Im Test zeigten diese KI‑Funktionen Potenzial, aber auch Grenzen. Einige Fähigkeiten sind geo‑beschränkt; zum Beispiel waren automatisierte Gemini‑Edits in der Testregion des Rezensenten nicht verfügbar. Magic Cue, das beim Verfassen einer Antwort Flugdetails aus einer geöffneten E‑Mail hervorheben sollte, erschien während der Testsession nicht. Ursachen können die Vorab‑Stabilität, serverseitige Rollouts, nicht vollständig aktivierte Einstellungen oder schlicht die frühe Entwicklungsphase dieser Funktionen sein. Die Erfahrung spiegelt eine allgemeine Realität wider: Viele KI‑Funktionen in Flaggschiffen sind in der Idee überzeugend, brauchen aber Zeit, um zu reifen, ihre Verfügbarkeit auszuweiten und zuverlässig in den Tagesablauf zu integrieren.

Leistung und Gaming

Tensor G5: CPU‑Zuwächse, GPU‑Lücken

Das Pixel 10 Pro nutzt Googles neuen Tensor G5‑Silizium. Im Vergleich zum Tensor G4 liefert der G5 spürbare CPU‑Zuwächse: Tests zeigen etwa 17,5 % mehr Leistung bei Single‑Core‑Aufgaben und rund 34,8 % bei Multi‑Core‑Workloads in Geekbench 6. Diese Verbesserungen machen sich in flüssigerem Multitasking und besserer App‑Reaktionsfähigkeit bei typischen Produktivitäts‑ und Medienaufgaben bemerkbar.

In reinen Leistungswerten bleibt der Tensor G5 jedoch hinter den Spitzen‑Snapdragon‑Chips und Apple Silicon zurück. Das iPhone 16 mit dem A18 und High‑End‑Android‑Geräte wie das OnePlus 13 mit Snapdragon 8 Gen 3 oder 8 Elite übertreffen das Pixel 10 Pro in vielen synthetischen Benchmarks und GPU‑intensiven Aufgaben.

GPU und Gaming‑Benchmarks

Die GPU‑Leistung ist eine Schwäche. In einigen synthetischen Tests erzielte das Pixel 10 Pro schlechtere Werte als das Pixel 9 Pro, was auf Unterschiede in GPU‑Treibern oder Testbedingungen hindeuten kann. Im 3DMark Wildlife Extreme Benchmark erreichte das Pixel 10 Pro einen soliden Durchschnitt (etwa 3.289 Punkte im Test), rund 27 % besser als das Pixel 9 Pro — wahrscheinlich teils durch CPU‑Optimierungen begünstigt. In stärker GPU‑gebundenen Tests wie Steel Nomad Light lag das Pixel 10 Pro gleichauf mit dem Pixel 9 Pro und erreichte noch weniger als die Hälfte der Grafikleistung führender Android‑Flaggschiffe wie dem OnePlus 13.

Praktisches Gaming auf dem Gerät ist für Casual‑Titel und die meisten Mainstream‑Spiele ausreichend. Längeres Spielen mit hoher Belastung führt jedoch zu Erwärmung: Eine 15–20‑minütige Sitzung eines 3D‑Fighting‑Spiels erhöhte die Gehäusetemperatur über 40 °C mit einem Hotspot nahe dem Kamerabuckel von etwa 44 °C. Das Telefon hielt die Leistung unter Stress stabil — es hielt rund 96 % seiner Spitzenleistung über einen 20‑Zyklen‑3DMark‑Stresstest — aber diese Stabilität steht neben einer absoluten Performance, die nicht führend ist. Anspruchsvollere Titel könnten höhere Grafikstufen oder Framerate‑Optionen sperren. Für mobile Gamer, die maximale fps und Grafikqualität wollen, bleiben Geräte mit stärkeren GPUs vorzuziehen.

Akkulaufzeit und Laden im Alltag

Das Pixel 10 Pro besitzt einen 4.870‑mAh‑Akku. In alltäglichen Szenarien — E‑Mail, Web‑Browsing, Social Media, etwas Fotografie und leichtes Gaming — kommt man verlässlich durch einen vollen Tag. Intensivnutzer, die Video streamen, ausgedehnt spielen oder stundenlang GPS‑Navigation nutzen, sollten nicht mit zwei ganzen Tagen Akkulaufzeit ohne Nachladen rechnen.

Die Lademöglichkeiten sind flexibel: kabelgebundenes USB‑C‑Schnellladen und Qi2‑drahtlosladen mit Pixelsnap‑magnetausrichtung. Das kabellose Laden ist dank verbesserter Standards schneller und stabiler, und die magnetische Befestigung hilft, das Telefon während längerer Ladevorgänge ausgerichtet zu halten.

Kamerasystem: Hardware, Software und reale Ergebnisse

Kamera‑Hardware und Spezifikationen

Das Pixel 10 Pro verwendet dieselbe Kernkamera‑Hardware wie das Pixel 9 Pro. Das ist nicht per se ein Problem, da das Setup bereits stark war. Hier sind die Sensoren und wichtigsten Spezifikationen des Geräts:

  • 50MP Hauptsensor (Weitwinkel), 1/1.3" Größe, f/1.68, Laser‑AF, optische Bildstabilisierung (OIS), elektronische Bildstabilisierung (EIS)
  • 48MP Ultraweitwinkel, 1/2.55" Sensor, f/1.7, 123° Sichtfeld
  • 48MP Telefoto, 1/2.55" Sensor, f/2.8, 5x optischer Zoom, Laser‑AF, OIS, EIS
  • 42MP Frontkamera für Selfies, f/2.2, 103° Sichtfeld

Bildqualität und Farbgebung

Das Pixel 10 Pro liefert vorhersehbare, hochwertige Bilder mit einem neutralen Farbstil und ausgewogener Weißabstimmung. Der Hauptsensor erzeugt scharfe, detailreiche Aufnahmen mit realistischer Farbwiedergabe — eine gute Basis für Nutzer, die genaue Fotos bevorzugen oder eigene Nachbearbeitungen vornehmen wollen. Das Ultraweitwinkel bleibt fähig, weite Szenen mit minimaler Verzerrung und konsistenter Tonalität über die Objektive hinweg einzufangen.

Zum Vergleich produziert das OnePlus 13 tendenziell etwas wärmere, lebendigere Bilder bei Haupt‑ und Ultraweitwinkel — ein Look, den manche Nutzer für Social‑Sharing bevorzugen. Das 5x‑Tele des Pixel bietet einen deutlichen Reichweitenvorteil gegenüber Geräten mit nur 3x optischem Zoom, was das Pixel 10 Pro bei weit entfernten Motiven nützlicher macht.

Pro Res Zoom: KI‑unterstütztes Zoomen

Googles neues Pro Res Zoom ist ein KI‑gestützter Modus, der die nutzbare Zoom‑Reichweite durch Synthese von Details erweitern soll. Bei moderaten Zoomstufen kann er überzeugende Ergebnisse liefern, die schärfer wirken als einfacher digitaler Zoom. Bei extremer Vergrößerung (z. B. 30x) muss der Algorithmus jedoch Bilddetails anhand kontextueller Hinweise „erfinden“, und die Ergebnisse können inkonsistent sein.

In kontrollierten Aufnahmen, in denen das Ausgangsbild bereits ausreichend Daten enthielt, kann Pro Res Zoom die wahrgenommene Schärfe erhöhen. Bei schlechter Beleuchtung oder wirklich weit entfernten Motiven halluziniert die Funktion manchmal Details — sie erzeugt Artefakte, seltsame Muster oder unnatürliche Texturen, die nicht der Originalszene entsprechen. Ein Nummernschild‑Beispiel zeigte, wie das Pro Res‑verarbeitete Bild Zeichen oder Formen erzeugen konnte, die von der tatsächlichen Beschriftung abwichen, wodurch die Funktion eher ein kreatives Werkzeug als ein verlässliches forensisches Hilfsmittel ist.

Video und Stabilisierung

Die Videoaufnahme profitiert von OIS und EIS an Haupt‑ und Teleobjektiv und liefert stabile Handaufnahmen für Vlogging und Alltagsaufnahmen. Das Gerät unterstützt hochwertige Aufnahmeprofile und On‑Device‑Stabilisierung, die für mobile Creator wettbewerbsfähig bleibt.

Vergleich: Pixel 10 Pro vs Pixel 9 Pro, OnePlus 13, iPhone 16

Pixel 10 Pro vs Pixel 9 Pro

  • Design und Haptik: Nahezu identisch, mit leicht anderen Farben und dem Wegfall der SIM‑Schublade beim Pixel 10 Pro.
  • Display: Kleine Helligkeitssteigerung (~10 %) beim Pixel 10 Pro.
  • Leistung: Tensor G5 zeigt CPU‑Zuwächse gegenüber dem Tensor G4, GPU‑Verbesserungen sind gemischt.
  • Kameras: Gleiche Hardware; Software‑Verarbeitung und Pro Res Zoom sind die wichtigsten Änderungen.
  • Laden und Zubehör: Pixel 10 Pro ergänzt Qi2/Pixelsnap‑Magnetunterstützung.

Insgesamt ist das Pixel 10 Pro eine Verfeinerung, keine Neuerfindung. Wer bereits ein Pixel 9 Pro besitzt, findet nur begrenzten Mehrwert — es sei denn, Qi2‑magnetisches Zubehör oder die lokal laufenden KI‑Funktionen sind Prioritäten.

Pixel 10 Pro vs OnePlus 13

  • Leistung: Das OnePlus 13 ist in CPU‑ und GPU‑Workloads schneller und damit besser für Gamer und anspruchsvolles Multitasking geeignet.
  • Kamerateinordnung: OnePlus tendiert zu wärmeren, lebendigeren Bildern; das Pixel setzt auf neutralere und anpassbare Farbwiedergabe.
  • Zoom: Das 5x optische Tele des Pixel bietet mehr Reichweite als das 3x des OnePlus 13.
  • Robustheit: Die höhere Schutzklasse des OnePlus 13 könnte für sehr anspruchsvolle Nutzer attraktiv sein.

Pixel 10 Pro vs iPhone 16

Die A18‑Siliziumplattform des iPhone 16 führt weiterhin in Single‑ und Multi‑Core‑Leistung und oft auch bei der GPU‑Durchsatzrate; das Pixel 10 Pro punktet hingegen bei Android‑Integration und Googles KI‑Diensten. Die Kameraphilosophien unterscheiden sich: Das iPhone bevorzugt eine charakteristische Farbwiedergabe und Bewegungsbearbeitung, während das Pixel neutrale Farben und rechnergestützte Bildgebung in den Vordergrund stellt.

Anwendungsfälle und für wen das Gerät geeignet ist

Das Pixel 10 Pro eignet sich besonders für:

  • Fotografen, die neutralere Farbtöne, konsistente Objektivübergänge und praktischen Telezoom schätzen.
  • Android‑Nutzer, die langfristige Software‑Sicherheit mit einem siebenjährigen Update‑Versprechen wünschen.
  • Käufer, die aufstrebende KI‑Funktionen schätzen und frühen Zugang zu Gemini‑gestützten Tools auf einem leistungsfähigen Flaggschiff haben wollen.
  • Nutzer, die robuste Konnektivität (Wi‑Fi 7, Bluetooth 6, UWB) und Pixelsnap‑magnetisches Zubehör bevorzugen.

Weniger geeignet ist das Pixel 10 Pro für:

  • Hardcore‑Mobile‑Gamer, die höchste Bildraten und GPU‑Performance verlangen.
  • Käufer, die radikale Hardware‑Neuentwicklungen oder deutliche Sprünge gegenüber dem Vorjahresmodell suchen.
  • Nutzer, die häufig physische SIM‑Karten wechseln, es sei denn, ihre Anbieter ermöglichen einfache eSIM‑Bereitstellung.

Vorteile und Einschränkungen

Vorteile:

  • Premium‑Verarbeitung mit Gorilla Glass Victus 2 und Aluminiumrahmen.
  • Helles, adaptives 1–120 Hz OLED‑Display mit starken HDR‑Highlights.
  • Native Qi2/Pixelsnap‑Magnetladekompatibilität.
  • Ausgewogenes Kamerasystem mit nützlichem 5x optischem Telezoom.
  • Sieben Jahre zugesicherte Android‑Updates und Sicherheitspatches.

Einschränkungen:

  • Schrittweises Upgrade gegenüber dem Pixel 9 Pro mit vielen unveränderten Elementen.
  • GPU‑Leistung hinkt Spitzen‑Snapdragon‑ und Apple‑Chips in anspruchsvollen 3D‑Aufgaben hinterher.
  • Einige KI‑Funktionen sind regional beschränkt oder zum Start inkonsistent.
  • Der Wegfall der SIM‑Schublade kann für Vielreisende, die physische SIMs tauschen, unpraktisch sein.

Marktrelevanz und strategische Positionierung

Google positioniert das Pixel 10 Pro als softwarefokussiertes Flaggschiff, das sich über On‑Device‑KI und lange Update‑Zeiträume differenziert. Diese Strategie erkennt an, dass die alleinige Spitzenstellung bei Silizium teuer und schwer zu halten ist; stattdessen setzt Google auf ein ganzheitliches Geräteerlebnis, bei dem Software (Gemini, Magic Cue, rechnergestützte Fotografie) der zentrale Differenzierungsfaktor ist.

Diese Ausrichtung hat Trade‑offs. Für Käufer, die höchste GPU‑Performance oder radikale Hardware‑Innovation priorisieren, sind Rivalen attraktiver. Für Nutzer, die langfristigen Support, integrierte KI‑Funktionen und verlässliche Bildgebung mit praktischem Telezoom schätzen, ist das Pixel 10 Pro eine überzeugende Wahl — besonders da das Pixel‑Ökosystem rund um Pixelsnap‑Zubehör und verbesserte On‑Device‑ML‑Workflows wächst.

Fazit: Wer sollte upgraden?

Das Pixel 10 Pro ist in vielerlei Hinsicht ein exzellentes Telefon: hochwertig verarbeitet, gut vernetzt, mit hellem, flüssigem Display und einem verlässlichen Kamerasystem. Es ist jedoch ein inkrementelles Upgrade gegenüber dem Pixel 9 Pro. Wenn Sie bereits ein Pixel 9 Pro besitzen und mit dessen Leistung und Kameraleistung zufrieden sind, sind die Gründe für ein Upgrade begrenzt — vor allem magnetische Qi2‑Zubehörunterstützung und einige KI‑Verbesserungen, die zum Start womöglich noch nicht voll ausgereift sind.

Wenn Sie neu kaufen und Wert auf langfristigen Software‑Support, natives magnetisches Laden, Googles KI‑Integration und ein neutrales, flexibles Kamerasystem legen, ist das Pixel 10 Pro einen Blick wert. Wenn Sie die schnellste GPU, das absolute beste Mobile‑Gaming‑Erlebnis oder eine radikale Hardware‑Überarbeitung verlangen, finden Sie stärkere Alternativen bei Konkurrenten wie dem OnePlus 13 oder dem neuesten iPhone 16.

Abschließende Gedanken

Google setzt beim Pixel 10 Pro verstärkt auf Software und kleine, aber sinnvolle Hardware‑Verbesserungen. Das Telefon liefert ein selbstbewusstes, poliertes Erlebnis für Mainstream‑Nutzende und Prosumer, die Bildgebung, Android‑Integration und langfristige Updates priorisieren. In einem Markt, in dem jährliche Iterationen spürbare Veränderungen erwarten lassen, wird die vorsichtige Evolution des Pixel 10 Pro jedoch einige Early‑Adopter nicht vollständig zufriedenstellen. Der Erfolg dieses Geräts hängt letztlich davon ab, wie gut Google seine KI‑Funktionen im Laufe der Zeit skaliert und weiterentwickelt — und ob aus anfänglichen Fähigkeiten unverzichtbare Werkzeuge werden, die das Pixel 10 Pro von Anfang an lohnenswert machen.

Spezifikationen auf einen Blick

  • Display: 1280 x 2856 OLED, 1–120 Hz, bis zu 3300 Nits Highlight
  • SoC: Google Tensor G5
  • RAM & Speicher: Herstellerkonfigurierte SKUs (regionabhängig)
  • Hauptkameras: 50MP Haupt, 48MP Ultraweit, 48MP 5x Tele
  • Frontkamera: 42MP
  • Akkukapazität: 4.870 mAh
  • Ladeoptionen: USB‑C kabelgebunden (USB 3.2 Unterstützung), Qi2 drahtlos (Pixelsnap)
  • Haltbarkeit: Gorilla Glass Victus 2, IP68
  • Konnektivität: Wi‑Fi 7, Bluetooth 6, UWB, Satellitenkonnektivität
  • Software: Android 16, sieben Jahre Updates

Kurz‑FAQ (siehe unten für ein detailliertes JSON‑LD‑FAQ)

  • Ist das Pixel 10 Pro ein großes Upgrade gegenüber dem Pixel 9 Pro? Nicht wirklich — es ist ein inkrementelles Update mit Fokus auf KI‑Funktionen und Qi2‑Unterstützung.
  • Wie sind die Kameras? Die Kamera‑Hardware ist wie im Vorjahr und bleibt stark; Pro Res Zoom ist ein interessantes, aber inkonsistentes KI‑Werkzeug.
  • Ist die Akkulaufzeit gut? Rechnen Sie mit einem vollen Tag bei typischer Nutzung; bei intensiver Nutzung ist eine Aufladung vor dem Ende des Tages einzuplanen.

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