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Googles Made by Google Showcase und die Pixel‑10‑Ära
Google eröffnete die Herbst‑Gerätesaison früh mit seinem Made by Google‑Event und stellte die neue Pixel 10‑Familie in den Mittelpunkt. Der Launch beschränkte sich jedoch nicht auf Telefone: Google präsentierte auch die Pixel Watch 4, aktualisierte Pixel Buds, ein offizielles MagSafe‑ähnliches Ökosystem namens Pixelsnap und ein breites Paket an On‑Device‑KI‑Verbesserungen, die vom neuen Tensor G5 und Gemini Nano angetrieben werden. Diese Ankündigungen markieren Googles Vorstoß, Hardware‑Design mit leistungsfähiger lokaler generativer KI, geräteübergreifender Kontinuität und neuen Funkstandards wie Qi2 zu verbinden.

Warum dieses Event wichtig ist
Für globale Tech‑Beobachter und Mobile‑Profis ist der Pixel‑10‑Start in mehrfacher Hinsicht bedeutsam. Google schließt die Lücke zwischen Software und Hardware, indem es fortgeschrittene KI in alltägliche Geräteerlebnisse integriert, Qi2‑magnetische Zubehörteile einführt und neue Kamera‑ sowie Display‑Technologien in mehreren Preisklassen ausrollt. Die Pixel‑10‑Serie bringt zudem zuvor Premium‑vorbehaltene Funktionen — etwa Teleobjektive — in zugänglichere SKUs, was die Markterwartungen für mittel‑ bis höherwertige Smartphones verändern kann.
Pixel 10: Die neue Basis für rechnergestützte Fotografie
Das Pixel 10 denkt das Basismodell als deutlich leistungsfähigeres Aufnahmegerät neu. Erstmals verfügt ein nicht‑Pro‑Pixel über ein Teleobjektiv: einen 5x optischen Zoom, der Googles Rechenpipeline nutzt, um durch intelligentes Cropping und Verarbeitung eine 10x‑optische‑Äquivalenz zu liefern, sowie einen Super Res Zoom, der bis zu einer 20x‑Äquivalenz erreichen soll. Das rückwärtige Kameraset kombiniert einen 48‑MP‑Hauptsensor und einen 13‑MP‑Ultrawide‑Sensor mit einer 10,5‑MP‑Frontkamera.

Leistung und On‑Device‑KI
Das Pixel 10 läuft auf dem neuen Google Tensor G5‑Chip, den Google als etwa 34 % schneller als den Tensor G4 positioniert. Entscheidend ist, dass der G5 der erste mobile SoC ist, auf dem Gemini Nano lokal ausgeführt wird und so mehr als 20 generative KI‑Erfahrungen direkt auf dem Gerät ermöglicht. Die lokale Ausführung verbessert Latenz, Datenschutz und Offline‑Fähigkeiten für Funktionen wie konversationelles Editieren, Camera Coach‑Vorschläge und Magic Cue‑kontextbezogene Eingaben.
Display, Akku und Materialien
Das Pixel 10 ist mit einem Actua‑Display ausgestattet, das bis zu 3.000 Nits Spitzenhelligkeit erreichen kann — nützlich für Außenlesbarkeit und HDR‑Inhalte — und bringt visuelle Anpassungen mit Material 3, darunter expressive Fotohintergründe, anpassbare Schnellzugriffe und verfeinerte Typografie. Google gibt eine Akkulaufzeit von mehr als 30 Stunden im typischen Einsatz an, gegenüber über 24 Stunden beim Pixel 9. Mit einem 30‑W‑Adapter soll das Pixel 10 in etwa 30 Minuten rund 55 % erreichen. Das Gehäuse kombiniert ein satiniertes Metallfinish mit Gorilla Glass Victus 2 und einer IP68‑Bewertung für Staub‑ und Wasserschutz.
Verfügbarkeit und Preis
Das Pixel 10 kommt am 28. August in den Handel und startet bei 799 US‑Dollar. Erhältlich ist es in den Finishes Obsidian, Frost, Lemongrass und Indigo.
Pixel 10 Pro und Pixel 10 Pro XL: Kamera-, Display‑ und Audio‑Upgrades
Das Pixel 10 Pro und Pro XL heben das Erlebnis für Power‑User an. Beide Pro‑Modelle verfügen über ein dreifaches 48‑MP‑Kamera‑Array: einen 50‑MP‑Weitwinkel‑Hauptsensor, einen 48‑MP‑Ultrawide sowie ein 48‑MP‑Teleobjektiv mit 5x. Google bezeichnet dies als das bislang beste Smartphone‑Kamerasystem des Unternehmens, mit verbesserter rechnergestützter Fotografie und Bildstabilisierung.

Spezifikationen und Display‑Technik
Die Pro‑Modelle kommen mit 16 GB RAM (gegenüber 12 GB im Basis‑Pixel 10), größeren Super Actua‑Displays, die etwa 10 % heller sind als die Pixel‑9‑Pro‑Serie, und bis zu 3.300 Nits Spitzen‑HDR‑Helligkeit bei gleichzeitig geringerem Energieverbrauch. Das Pixel 10 Pro misst 6,3 Zoll, das Pixel 10 Pro XL wächst auf 6,8 Zoll; beide bieten variable Bildwiederholraten bis zu 120 Hz für flüssigeres Scrollen und Gaming.
Akkulaufzeit, Laden und Audio
Google beziffert die Laufzeit beider Pro‑Modelle mit mehr als 30 Stunden pro Ladung. Das Pixel 10 Pro unterstützt 30W kabelgebundenes Schnellladen, während das 10 Pro XL bis zu 45W kabelgebundenes Laden erlaubt. Beide Modelle unterstützen den Qi2‑Wireless‑Ladestandard — und erstmals bei Telefonen unterstützt das Pixel 10 Pro XL dank Qi2.2‑Kompatibilität 25W kabelloses Laden. Google hob außerdem die verbesserten Lautsprecher des Pro XL mit stärkerem Bass und ausgewogenem Stereo‑Sound hervor.
Preisgestaltung und Veröffentlichung
Vorbestellungen sind sofort möglich, der Verkauf beginnt am 28. August. Das Pixel 10 Pro startet bei 999 US‑Dollar (128 GB), das Pixel 10 Pro XL bei 1.199 US‑Dollar (256 GB). Farboptionen sind Moonstone, Jade, Porcelain und Obsidian.
Pixel 10 Pro Fold: Ein großer Schritt für Googles Faltstrategie
Das vierte Pixel‑10‑Gerät ist ein vollwertiges Pro Fold. Das Pixel 10 Pro Fold legt den Fokus auf Haltbarkeit und Produktivität: Es trägt eine IP68‑Bewertung für Staub‑ und Wasserschutz (ein behaupteter Branchen‑Erstfall für ein Faltgerät), eine neue getriebelose Scharnierkonstruktion, die Google als doppelt so langlebig wie das Vorgängermodell bezeichnet, und ein Design, das auf über 10 Jahre Faltzyklen ausgelegt sein soll.

Displays und Widerstandsfähigkeit
Das interne 8‑Zoll‑Super Actua Reflex‑Display wird als das größte auf einem Smartphone beworben, kombiniert mit einem 6,4‑Zoll‑äußeren Actua‑Display — beide sind bis zu 3.000 Nits Spitzenhelligkeit fähig. Das Innen‑Glas wurde mit resilientem Ultra‑Thin Glass und doppelten Anti‑Impact‑Lagen neu gestaltet, um das Faltdisplay besser vor Stürzen und Abnutzung zu schützen.
Akkus und Laden
Das Pixel 10 Pro Fold verfügt über einen 5.015‑mAh‑Akku — laut Google der bisher größte Akku in einem faltbaren Gerät. Es unterstützt Qi2‑Kabelloses Laden und schnelles Kabelgebundenes Laden, das mit einem 30‑W‑Adapter in 30 Minuten rund 50 % erreichen soll.
Kamera und Multitasking
Die Kamerahardware umfasst einen 48‑MP‑Hauptsensor, ein 10,5‑MP‑Ultrawide mit Makrofokus und ein 10,8‑MP‑Telemodul. Zu den softwareseitigen Funktionen für das Faltgerät gehören Instant View (Vorschau der letzten Aufnahmen neben dem Sucher), verbessertes geteiltes Bildschirm‑Multitasking mit skalierbaren Apps und Drag‑and‑Drop‑Dateiübertragungen zur Optimierung von Produktivitäts‑Workflows.
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Verfügbarkeit und Preis
Das Pixel 10 Pro Fold erscheint später als der Rest der Reihe und kommt am 9. Oktober in den Handel. Der Einstiegspreis liegt bei 1.799 US‑Dollar für 256 GB, und erstmals bietet Google bis zu 1 TB internen Speicher in einem Pixel Pro Fold an.
Pixelsnap: Googles magnetisches Zubehör‑Ökosystem und Qi2‑Integration
Google bestätigte ein lang erwartetes magnetisches Zubehör‑Ökosystem, das Apples MagSafe‑Strategie ähnelt, aber auf Qi2 aufbaut. Unter dem Markennamen Pixelsnap umfasst die Zubehörlinie magnetisch haftende Hüllen, eine Lade‑Scheibe, ein Lade‑Ständer und einen Ring‑Stand (ohne Laden). Durch die Lieferung von Qi2‑Support über die Pixel‑10‑Familie will Google die magnetische Befestigung für zuverlässiges kabelloses Laden, Zubehörausrichtung und nahtloses Pairing standardisieren.

KI‑zentrische Features: Gemini Nano, Magic Cue und Camera Coach
Ein zentrales Thema der Veranstaltung war KI‑Integration. Mit Tensor G5 und lokal laufendem Gemini Nano kündigte Google eine Reihe generativer und assistiver Erlebnisse an, die on‑device laufen und so schnellere Antworten sowie besseren Datenschutz bieten.
Magic Cue: kontextuelle Produktivität
Magic Cue bringt kontextbewusste Assistenz ins Betriebssystem, indem relevante Informationen zur richtigen Zeit angezeigt werden. Die Funktion greift auf Kalender, E‑Mails und andere berechtigte Daten zu, um proaktiv Details anzuzeigen: etwa Ihren Flug beim Anruf bei einer Airline, Reservierungsdetails auf Nachfrage oder Wegbeschreibungen und Bestätigungscodes, wenn sie benötigt werden. Ziel ist es, App‑Wechsel zu reduzieren und häufige Aufgaben zu beschleunigen.

Camera Coach und Gemini Live
Camera Coach nutzt Gemini, um Bildausschnitt, Komposition und Szeneninhalt in Echtzeit zu analysieren. Die Funktion gibt Vorschläge zur Verbesserung von Fotos (Ausschnitt, Winkel, Beleuchtung) und kann für ein gegebenes Szenario geeignete Kameramodi vorschlagen. Gemini Live erweitert dies um On‑Screen‑Overlays und visuelle Hilfen, um Nutzern beim Erfassen besserer Bilder und Videos zu helfen, während Guided Frame Audio‑Beschreibungen dessen liefert, was die Kamera sieht — eine wichtige Barrierefreiheitsverbesserung für blinde und sehbehinderte Menschen und eine Funktion, die an Dienste wie Be My Eyes erinnert.
Konversationelles Editieren und Auto Best Take
Konversationelles Editieren erlaubt es Nutzern, Bilder per natürlicher Sprache zu verändern — etwa Gemini zu bitten, Lichtverhältnisse anzupassen, einen Bildausschnitt neu zu wählen oder unerwünschte Objekte zu entfernen. Auto Best Take analysiert mehrere Frames und wählt automatisch das beste Gruppenfoto oder den besten Moment, wodurch manuelles Auswählen und Nachbearbeiten minimiert wird.
C2PA‑Inhaltsnachweise
Die Pixel‑10‑Telefone sind die ersten, die C2PA (Coalition for Content Provenance and Authenticity) Inhaltsnachweise direkt in die Kamera‑App integrieren. Dieser industrieweite Ansatz bettet Herkunfts‑Metadaten für Medien ein, die mit generativer KI erstellt oder verändert wurden, und unterstützt Transparenz sowie Vertrauen in kreative Workflows und in der Nachrichtenberichterstattung.
Voice Translate, emotionale Tonung und Anrufmanagement
Übersetzungsfunktionen erhalten ein Upgrade mit Voice Translate, das Anrufe in Echtzeit übersetzen und versuchen kann, Übersetzungen in der Stimme des Anrufers wiederzugeben. Google ergänzte Gemini Live um ein natives Audio‑Modell, das emotionale Tonung steuern und Nutzeremotionen erkennen kann — genutzt zur Verfeinerung von Übersetzungen und Konversationsschnittstellen. Die Call‑Message‑Funktion trennt verpasste und abgelehnte Anrufe von Spam, bietet Live‑Transkripte und schlägt nächste Schritte vor, um die Kommunikation zu vereinfachen.
Gboard, Pixel Studio, NotebookLM und Pixel Journal
Tastatur‑ und Produktivtools wie Gboard erhalten zusätzliche KI‑gestützte Schreibassistenz, während die Integration von Pixel Studio und NotebookLM kreative und Recherche‑Workflows verbessern soll. Google stellte außerdem Pixel Journal vor, eine private, KI‑unterstützte Tagebuch‑App, die Vorschläge liefert und Nutzern hilft, Fortschritte zu verfolgen, während Inhalte geräteintern privat bleiben — ein Hinweis auf datenschutzorientiertes Design ähnlich zu Trends anderer Plattformen.
Pixel Watch 4: ein intelligenterer, hellerer Begleiter fürs Handgelenk
Googles Pixel Watch 4 verbessert die Wearable‑Formel mit einem größeren Kuppel‑Display (10 % größer als die Pixel Watch 3), einer Helligkeit von bis zu 3.000 Nits für Außenlesbarkeit und einer verbesserten Akkulaufzeit von bis zu 40 Stunden pro Ladung. Google betonte auch Verbesserungen bei der Reparierbarkeit von Display und Akku, wobei praktische Tests nötig sein werden, um die tatsächliche Servicefähigkeit zu beurteilen.

Gesundheit, Sicherheit und Fitness
Wesentliche Gesundheitsfunktionen umfassen EKG und Erkennung unregelmäßiger Herzrhythmen, Sturzerkennung und Notfall‑Satellitenverbindungen für den Fall, dass Mobilfunk oder WLAN nicht verfügbar sind. Der Pixel Watch 4 soll in der Lage sein, einen Herzstillstand zu erkennen und den Notdienst zu kontaktieren. Die Uhr beinhaltet einen KI‑basierten persönlichen Fitness‑Coach; Fitbit‑Premium‑Abonnenten erhalten frühzeitigen Zugang zu erweiterten Coaching‑Erfahrungen.
Größen, Preis und Verfügbarkeit
Erhältlich in 41‑mm‑ und 45‑mm‑Varianten, beginnt der Preis der Pixel Watch 4 bei 349 US‑Dollar; die Verfügbarkeit startet am 9. Oktober.
Pixel Buds 2a und Pixel Buds Pro 2 Updates: ANC, Tensor A1 und bessere Akkulaufzeit
Google erweiterte seine Buds‑Reihe um die Pixel Buds 2a, die aktive Geräuschunterdrückung (ANC) bieten, angetrieben von einem neuen Tensor A1‑Audiochip. Trotz des Upgrades bezeichnet Google diese als die leichtesten und kleinsten A‑Series‑Earbuds bislang. Die Buds tragen die Schutzklasse IP54 gegen Staub und Spritzwasser, das Ladeetui ist mit IPX4 bewertet.

Audio‑ und KI‑Funktionen
Der Tensor A1‑Chip soll klarere Gesprächsqualität, verbesserte Audiowiedergabe und On‑Device‑KI‑Funktionen einschließlich Gemini‑Integrationen liefern. Die Akkulaufzeit hat sich gegenüber der vorherigen A‑Series‑Generation verdoppelt: bis zu 10 Stunden Wiedergabe pro Ladung und zusätzlich 17 Stunden im Case (bei aktivem ANC reduziert auf sieben bzw. 13 Stunden).
Preis und Farbvarianten
Die Pixel Buds 2a erscheinen am 9. Oktober in Hazel und Iris für 130 US‑Dollar, ein moderater Aufpreis, der mit ANC und Hardware‑Upgrades einhergeht. Die Premium Pixel Buds Pro 2 erhalten eine neue Moonstone‑Farbe, passend zur Pixel‑10‑Familie, und ein Software‑Update im September wird Funktionen hinzufügen wie Schutz vor plötzlichen lauten Geräuschen, adaptive Audioanpassung an Umgebungslautstärke, Kopfgestensteuerung für Anrufe und erweiterte Audioverarbeitung für Gemini Live.
Vergleiche, Vorteile und reale Anwendungsfälle
Wie schlägt sich die Pixel‑10‑Familie gegen Rivalen wie die iPhone‑Reihe oder Samsungs Galaxy‑S/Note‑Serie? Mehrere Unterscheidungsmerkmale sind deutlich:
- On‑Device‑generative KI: Gemini Nano lokal auf dem Tensor G5 zu betreiben, verschafft den Pixel‑Geräten deutliche Vorteile bei Latenz, Datenschutz und Offline‑Funktionen. Für Profis, die schnelle Inhaltsbearbeitung, Sprachübersetzungen und kontextbezogene Eingaben benötigen, beschleunigt lokale KI Arbeitsabläufe.
- Demokratisierung der Kamera: Teleobjektive und rechnergestützter Zoom im nicht‑Pro‑Pixel erweitern das fotografische Feature‑Set und erhöhen das Preis‑Leistungs‑Verhältnis für Käufer, die keine Premium‑Aufpreise zahlen möchten.
- Qi2 und Pixelsnap: Die Standardisierung auf Qi2 und die Einführung von Pixelsnap‑Zubehör positionieren Google als direkten Konkurrenten zu magnetischen Zubehör‑Ökosystemen anderer Plattformen, während offene Ladestandards beibehalten werden.
- Faltbare Haltbarkeit: Sollte Googles Aussage zu Scharnierlebensdauer und IP68‑Schutz in unabhängigen Tests bestätigt werden, würde sich das Pixel 10 Pro Fold unter den Faltbaren hervorheben, die oft Robustheit für Flexibilität opfern.
Anwendungsfälle nach Nutzerprofil
Potenzielle Käufer sollten die Funktionen anhand ihrer Bedürfnisse abwägen:
- Mobile Fotografen: Pro‑ und Pro‑XL‑Nutzer profitieren von größeren Sensoren, 48‑MP‑Optiken und leistungsstarken Rechenfotografie‑Tools wie Auto Best Take und Konversationellem Editieren, die die Nachbearbeitung beschleunigen.
- Remote‑Worker und Vielreisende: Magic Cue, Voice Translate und lange Akkulaufzeit machen die Pixel‑10‑Serie attraktiv für Personen, die unterwegs kontextbezogene Informationen und verlässliche Sprachtools benötigen.
- Faltbare Power‑User: Das Pixel 10 Pro Fold richtet sich an Multitasker, die eine große Arbeitsfläche für geteilte Bildschirme, Drag‑and‑Drop‑Transfers und verlängerte Akkulaufzeiten für lange Sessions ohne Steckdose wünschen.
- Gesundheitsbewusste Nutzer: Verbesserte Akkulaufzeit, Satelliten‑Notfallverbindung, EKG und KI‑Coaching der Pixel Watch 4 sind interessant für Nutzer, die Sicherheits‑ und Fitnessfunktionen am Handgelenk schätzen.
Marktrelevanz und wie Googles Strategie die Branche beeinflussen könnte
Googles 2025‑Portfolio unterstreicht zwei branchenweite Trends: die Beschleunigung von On‑Device‑KI und den Vorstoß zu standardbasierten Zubehör‑Ökosystemen. Durch die Implementierung von Gemini Nano lokal setzt Google Erwartungen, dass künftige Apps schnelle, private generative KI ohne ständige Cloud‑Rundtrips nutzen werden. Qi2 und Pixelsnap signalisieren eine Wette auf herstellerübergreifende Kompatibilität, die die Lock‑In‑Effekte von MagSafe‑artigen Systemen verringern könnte.
Für OEMs und Zubehörhersteller kann die Übernahme von Pixelsnap und Qi2 einfachere Fertigung und universelle Kompatibilität bedeuten, während Verbraucher von reibungsloserem Laden, magnetischer Ausrichtung und Zubehör‑Austauschbarkeit profitieren. Für Wettbewerber dürfte Googles Schwerpunkt auf lokaler KI und Inhalts‑Provenienz (C2PA) ein Anstoß sein, datenschutzfreundliche KI‑Features und robuste Authentizitätswerkzeuge nachzuziehen.

Begrenzungen und offene Fragen
Trotz des ambitionierten Portfolios bleiben offene Fragen, die von Hands‑On‑Tests und dem realen Gebrauch abhängen:
- Wie effektiv ist Gemini Nano über verschiedene Sprachen und komplexe kreative Aufgaben hinweg im Vergleich zu cloudbasierten Modellen?
- Wird das Scharnier und das Innen‑Glas des Pixel 10 Pro Fold langfristig unter täglicher, intensiver Nutzung zuverlässig bleiben?
- Werden Pixelsnap‑Zubehör und Qi2 eine breite Drittanbieterakzeptanz erreichen oder hauptsächlich Google‑zentriert bleiben?
- Wie schlagen sich die Akkuangaben bei intensiver KI‑Nutzung oder kontinuierlicher Kameraverarbeitung nieder — etwa bei anhaltenden Gemini Live‑Overlays, Camera Coach und HDR‑Wiedergabe mit hoher Helligkeit?
Fazit: Wer sollte einen Kauf in Betracht ziehen
Googles neues Hardware‑ und Software‑Ökosystem richtet sich an ein breites Publikum. Gelegenheitsnutzer, die ein fähiges Telefon mit starken KI‑Funktionen suchen, finden das Pixel 10 attraktiv. Kreative und Foto‑Enthusiasten werden zu den Pro‑ und Pro‑XL‑Modellen tendieren wegen der fortschrittlichen Kamera‑ und Profi‑Bearbeitungswerkzeuge, während Power‑User und Fachleute, die eine große Produktiv‑Leinwand brauchen, das Pixel 10 Pro Fold prüfen sollten. Käufer von Wearables, die Wert auf Gesundheit, Sicherheit und längere Akkulaufzeit legen, sollten die Pixel Watch 4 in Betracht ziehen. Schließlich werden alle, die lokale KI, Datenschutz und schnelle Reaktionen schätzen, die Integration von Tensor G5 und Gemini Nano in der gesamten Reihe begrüßen.
Praktische Tipps für interessierte Käufer
Wenn Sie eine Kaufentscheidung treffen möchten:
- Warten Sie auf unabhängige Akku‑ und Haltbarkeitstests, wenn Langzeitrobustheit wichtig ist. Googles Scharnier‑ und IP68‑Angaben sind vielversprechend, müssen aber verifiziert werden.
- Erwägen Sie das Pixel 10 Pro XL, wenn Ihnen kabellose Ladegeschwindigkeiten und verbessertes Audio wichtig sind — es bietet 25W Qi2‑Wireless‑Charging und bessere Lautsprecher.
- Für Fotografen, die Gruppen oder schnell bewegte Motive aufnehmen, können Auto Best Take und die 48‑MP‑Dreifachkameras der Pro‑Modelle Zeit in der Nachbearbeitung sparen.
- Wenn Datenschutz und Offline‑KI Priorität haben, prüfen Sie die lokalen Gemini Nano‑Erfahrungen, um zu sehen, ob sie Ihren Workflow ohne Cloud‑Anbindung abbilden.
Abschließende Gedanken: Ein softwarezentriertes Hardware‑Update
Made by Google 2025 zeigt ein Unternehmen, das auf softwaregetriebene Differenzierung setzt: fortschrittliche On‑Device‑KI, intelligentere Kameratools, ein standardisiertes magnetisches Ökosystem und robuste faltbare Technik. Die Pixel‑10‑Familie und ihre Begleitgeräte sind darauf ausgelegt, die Grenzen zwischen Hardware‑Fähigkeiten und KI‑gestützten Nutzererlebnissen zu verwischen. Wenn Googles Angaben zu Akkulaufzeit, Displayhelligkeit und Falt‑Robustheit standhalten, könnte die Pixel‑10‑Reihe neue Erwartungen dafür setzen, was Mittel‑ und Hochklasse‑Android‑Telefone von Haus aus bieten sollten.
Für Technik‑Enthusiasten und Profis ist die interessanteste Entwicklung möglicherweise die breitere Verfügbarkeit von Tools, die einst Cloud‑Verarbeitung erforderten. Die Kombination aus Tensor G5, Gemini Nano und C2PA‑Inhaltsnachweisen könnte die Content‑Erstellung, Datenschutznormen und die Verwaltung von Medienauthentizität plattformübergreifend beeinflussen. Käufer und Unternehmen sollten reale Testberichte genau beobachten, doch Googles Roadmap signalisiert eine neue Phase für mobile KI‑ und Hardware‑Integration.
Quelle: smarti
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