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Das erste Tri-Fold-Smartphone von Samsung rückt offenbar näher an die Realität. Neue Leaks des erfahrenen Tippgebers Evan Blass berichten, dass das Gerät Galaxy Z TriFold heißen soll und mit Aufsehen erregender Hardware ausgestattet wird — darunter ein 200‑MP‑Hauptsensor und ein großzügiges 10‑Zoll‑Innen-Display. Diese Informationen stammen aus Quellen, die bislang wiederholt verlässliche Hinweise geliefert haben, weshalb sie in der Industrie ernst genommen werden. Dennoch bleiben viele Details unbestätigt, bis Samsung offizielle Angaben macht.
Big displays, extreme brightness
Den Leaks zufolge soll das Galaxy Z TriFold ein 6,5‑Zoll‑Cover‑Display für Einhand‑Aufgaben und ein auf 10 Zoll entfaltetes Innenpanel für eine tablettähnliche Nutzung bieten. Solche Abmessungen positionieren das Gerät deutlich näher an kompakten Tablets als an klassischen Smartphones und sollen Multitasking, Medienkonsum und produktive Anwendungen erleichtern. Die gemeldeten Helligkeitswerte sind auf dem Papier beeindruckend: Das Außenpanel soll eine Spitzenhelligkeit von bis zu 2.600 Nits erreichen, während das Haupt‑Innendisplay bei rund 1.600 Nits gedeckelt sein soll — Werte, die auf eine sehr gute Ablesbarkeit bei direkter Sonneneinstrahlung hindeuten. Hohe Nits‑Werte sind insbesondere für HDR‑Inhalte, Outdoor‑Fotos und die Lesbarkeit unter direktem Lichteinfall relevant. Technisch betrachtet könnten solche Spitzenhelligkeiten auf eine Kombination aus effizienter OLED‑Chemie, lokalem Boosting der Panel‑Treiber und einer angepassten Thermalsteuerung hinweisen, denn dauerhaft sehr hohe Helligkeit erzeugt Wärme und kann die Energieeffizienz belasten. Samsung verwendet in seinen Spitzenmodellen seit Jahren OLED‑Technologie mit fortschrittlichem Panel‑Design (z. B. LTPO oder angepasste OLED‑Schichten) und könnte diese Expertise beim TriFold für hohe Helligkeitsreserven und adaptives Energiemanagement einsetzen. Für Nutzer bedeutet das: bessere Sichtbarkeit im Freien, kräftigere HDR‑Darstellung bei Videos und potenziell längere Nutzungszeiten durch dynamische Helligkeitssteuerung. Zudem sind große Innenflächen wie ein 10‑Zoll‑Display ideal, um die Softwareerfahrung zu differenzieren. Android‑Multitasking und optimierte App‑Layouts für faltbare Geräte könnten hier einen großen Unterschied machen — Samsung hat in der Vergangenheit Software‑Features für größere faltbare Displays eingeführt, und ein Tri‑Fold könnte diese Funktionen noch konsequenter ausbauen, etwa mit mehreren gleichzeitig nutzbaren App‑Fenstern, angepasster Taskleiste und stärkerer App‑Integration für Produktivität.

Camera, battery and performance teased
Eine der auffälligsten Behauptungen betrifft den 200‑MP‑Hauptsensor auf der Rückseite — eine Spezifikation, die das TriFold zu einem der hochauflösendsten Smartphone‑Kamerasysteme überhaupt machen würde, sofern sie sich bestätigt. 200‑MP‑Sensoren erlauben sehr feine Details und eröffnen durch Pixel‑Binning mehrere Verarbeitungspfade: von extrem hochauflösenden Bildern bis zu niedrigeren Auflösungen mit verbesserter Lichtempfindlichkeit und reduziertem Rauschen. In der Praxis führt Pixel‑Binning dazu, dass mehrere benachbarte Pixel zu einem größeren virtuellen Pixel kombiniert werden, was in Low‑Light‑Situationen vorteilhaft ist. Softwareseitig spielt die Bildverarbeitung (ISP), künstliche Intelligenz und Computation Photography eine entscheidende Rolle, um das volle Potenzial einer so hohen Sensorauflösung auszuschöpfen. Zum Energiemanagement heißt es, das Gerät soll eine Nennkapazität von 5.437 mAh tragen. Diese Angabe lässt erwarten, dass Samsung bei der Leistungsoptimierung für ein so großes Displayformat besonderen Wert auf Effizienz legt, sowohl beim Display‑Controller als auch beim Betriebssystem. Ein großer Akku ist bei Tri‑Fold‑Geräten wichtig, weil mehrere Bildschirme und hohe Helligkeiten den Energieverbrauch deutlich steigern können. Als Prozessor wird ein Snapdragon‑Chip erwartet — genaue Modellangaben fehlen in den Leaks. Gewöhnlich setzt Samsung in seinen High‑End‑Modellen auf die jeweils aktuelle Snapdragon‑Flaggschiffplattform in Regionen außerhalb Europas, kombiniert mit eigener Feinabstimmung für Energie und Performance. Ein leistungsfähiger SoC bietet Vorteile bei Fotos und Videos (ISP‑Leistung), beim Multitasking auf dem großen Display sowie bei anspruchsvollen Anwendungen und Spielen. Die Kombination aus großem Akku, effizientem Display‑Management und einem aktuellen Snapdragon‑Chip zielt darauf ab, eine reale Alltagsdauer zu erreichen, die zu den Angeboten anderer Premium‑Faltmodelle konkurrenzfähig ist.
How the tri-fold form factor shapes up
Blass teilte außerdem Maße, die zeigen, dass die drei entfalteten Panels nicht identisch dick sind: Sie sollen sich angeblich mit 3,9 mm, 4,0 mm und 4,2 mm in der Dicke unterscheiden. Diese Differenz könnte aus konstruktiven Gründen entstehen — unterschiedliche Funktionsmodule, Batterieanordnung, Kamerabauteile oder Verstärkungsstrukturen könnten in einzelnen Segmenten variieren. Prinzipiell ist bei Tri‑Fold‑Designs die Herausforderung größer als bei klassischen Foldables, weil drei Schichten beim Zusammenfalten aufeinandergestapelt werden und eine stabile, aber möglichst kompakte Bauform gewährleistet werden muss. Ein weiterer Gerüchtspunkt setzt die komplette, gefaltete Bauhöhe bei etwa 14 mm an. Das liegt deutlich über der üblichen Dicke vieler einfacher Foldables, ist aber nicht überraschend für ein Tri‑Fold, das drei Schichten übereinanderlagert. Solch eine Dicke hat praktische Auswirkungen auf die Taschenfreundlichkeit und das Handling: Nutzer müssen mit einem merkbar dickeren Bündel rechnen. Gleichzeitig eröffnet die zusätzliche Bauhöhe auch konstruktive Freiheiten — mehr Platz für Akkuzellen, robuste Scharniersysteme und thermische Komponenten. Aus technischer Sicht sind die Scharnier‑ und Materiallösungen bei Tri‑Fold‑Geräten zentral: Die Mechanik muss langlebig sein, Faltenbildung im Innenpanel minimieren und gleichzeitig ein flaches Gesamtprofil bieten, wenn das Gerät geöffnet ist. Samsung hat bei früheren Fold‑Generationen bereits Verbesserungen bei Scharnieren, dünneren Schutzschichten und flexiblen Substraten gezeigt; für ein Tri‑Fold sind weiterentwickelte Materialien und präzise mechanische Toleranzen notwendig. Herstellbarkeit, Gewicht und Langlebigkeit sind dabei Kernfragen, die sich auf Reparierbarkeit und das Nutzervertrauen auswirken.
Launch rumors and what to watch for
Berichten zufolge gab Samsung in Korea einigen Anwesenden eine Hands‑On‑Vorschau des Z TriFold, und ein Video von dieser Veranstaltung ist online aufgetaucht. Solche Previews deuten darauf hin, dass Samsung das Gerät in einem finaleren Entwicklungsstadium zeigen könnte, doch offizielle Bestätigungen fehlen weiterhin. Derzeit kursiert das Gerücht, dass das Gerät in Korea am 5. Dezember auf den Markt kommen könnte — ein Datum, das Samsung bislang nicht bestätigt hat. Bei Produktankündigungen dieser Größenordnung sind Veröffentlichungsdaten jedoch oft regional gestaffelt, und Preise sowie Verfügbarkeit für andere Märkte können sich unterscheiden. Wichtige Beobachtungspunkte vor einem offiziellen Launch sind neben Verfügbarkeit und Preis vor allem Software‑Optimierung und Lebensdauer: Wird die Software die Vorteile eines 10‑Zoll‑Innenbildschirms effektiv nutzen? Wie gut skaliert das System‑UI für produktive Anwendungen, Multitasking und App‑Kompatibilität? Zudem sind Zertifizierungen, Garantien und Service‑Optionen relevant, da komplexere Mechaniken oft höhere Serviceanforderungen mit sich bringen. Wenn sich die geleakten Spezifikationen als zutreffend erweisen, könnte das Galaxy Z TriFold neue Erwartungen an Display‑Größe, Kameraauflösung und Spitzenhelligkeit setzen. Es bleibt abzuwarten, ob Samsung neben der Hardware auch überzeugende Software‑Funktionen, ein solides Akku‑Management und wettbewerbsfähige Preisstrukturen liefert, um ein breiteres Publikum für das neue Form‑Factor‑Segment zu gewinnen.

- Gerätename: Galaxy Z TriFold (geleakt)
- Cover‑Display: 6,5 Zoll
- Innen‑Display: 10 Zoll
- Spitzenhelligkeit: 2.600 Nits (Cover), 1.600 Nits (Innen)
- Hauptkamera: 200 MP (geleakt)
- Akkukapazität: 5.437 mAh (nennwert)
- Prozessor: Erwarteter Snapdragon‑Chip
- Dicke: Panels 3,9 mm / 4,0 mm / 4,2 mm; gefaltet Gerücht ~14 mm
Bis Samsung offizielle Spezifikationen und Preise bestätigt, sollten alle Details mit Vorsicht betrachtet werden. Leaks liefern nützliche Hinweise auf die Richtung, in die sich die Produktentwicklung bewegt, doch sie sind nicht gleichbedeutend mit finalen Angaben. Falls sich die Informationen jedoch als zutreffend erweisen, könnte das Galaxy Z TriFold das bislang ehrgeizigste Foldable von Samsung darstellen — mit dem Ziel, die Portabilität eines Smartphones mit der Immersion eines Tablets zu verbinden und eine Kamera zu bieten, die extrem hohe Auflösung verspricht. Für Käufer und Technikinteressierte bleibt spannend, wie Samsung Balance zwischen Gewicht, Dicke, Leistung und Nutzererlebnis findet und ob das Tri‑Fold‑Format sich als praktikable Alternative zu klassischen Foldables und kleinen Tablets etabliert.
Quelle: gsmarena
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