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Apples seit langem gemunkeltes faltbares iPhone — oft als iPhone Fold bezeichnet — könnte mit einem deutlich größeren Akku erscheinen als die aktuellen iPhone-Flaggschiffe. Jüngste Leaks deuten auf Batteriekapazitäten hin, die die heute üblichen Werte deutlich übersteigen, was angesichts der erweiterten Displays des Fold ein plausibler Schritt wäre.
Warum das iPhone Fold einen größeren Akku bräuchte
Insider berichten, dass Apple das Fold mit Zellen im Bereich von 5.400–5.800 mAh testet, was bereits größer wäre als die 4.823 mAh des iPhone 17 Pro Max (das nur-eSIM 17 Pro Max soll angeblich eine Zelle mit 5.088 mAh verwenden). Einige Quellen gehen sogar davon aus, dass Apple die finale Batterie vor der Vorstellung noch näher an etwa 6.000 mAh bringen könnte.
Die Hardware macht die Notwendigkeit offensichtlich: Dem Gerücht nach verfügt das Fold über ein 7,58 Zoll großes Innen-Display sowie ein 5,38 Zoll großes Außen-Display. Der Betrieb von zwei großen Displays, ein Scharniermechanismus und die dafür notwendige Software erhöhen den Strombedarf, sodass ein größerer Akku hilft, eine ganztägige Nutzung zu ermöglichen.

Apple hat in der Vergangenheit die Akkugrößen während der Entwicklung angepasst — frühe iPhone-Air-Prototypen sollen um etwa 3.000 mAh verwendet haben, während das Serienmodell mit einem größeren Pack ausgeliefert wurde. Das Fold könnte einen ähnlichen Weg gehen: erste Prototypen mit mittelgroßen Zellen, gefolgt von einer Aufwertung im finalen Design.
Der Zeitpunkt der Markteinführung variiert je nach Bericht. Einige Leaks sprechen von einem Launch 2026, andere verschieben das Debüt auf 2027. Unabhängig vom Zeitpunkt würde ein Akku zwischen 5.400 und 6.000 mAh einen bemerkenswerten Schritt in der Akkukapazität für iPhones darstellen und Apples faltbares Gerät zu einem stärkeren Konkurrenten gegenüber Android-Foldables mit großen Akkus machen.
Technische Gründe für eine größere Akkuzelle
Energieverbrauch der Displays
Große OLED- oder LTPO-Displays mit hoher Auflösung und variabler Bildwiederholrate verbrauchen deutlich mehr Energie als kleinere Panel. Beim Öffnen des Geräts schaltet das System auf das größere Innen-Display, das bei intensiver Nutzung (Streaming, Gaming, Multitasking) deutlich mehr Leistung verlangt. Ein größerer Akku reduziert das Risiko, dass das Gerät unter Last schnell an Laufzeit verliert.
Hinges, Sensoren und zusätzliche Komponenten
Ein faltbares Design bringt mechanische Komponenten wie das Scharnier sowie zusätzliche Sensorik und möglicherweise redundante Kameramodule oder Antennen mit sich. Diese zusätzlichen Bauteile erhöhen nicht nur das Gewicht, sondern auch den Strombedarf während Routine- und Intensivnutzung. Entsprechende Akku-Reserven sind erforderlich, um eine gleichbleibende Nutzererfahrung sicherzustellen.
Software und Multitasking
Apple könnte iOS speziell für faltbare Geräte optimieren — etwa durch geteilte Fenster, Multitasking mit mehreren Apps gleichzeitig und erweiterte Widgets. Solche Softwarefunktionen erhöhen die Rechenlast und damit den Energieverbrauch, weshalb ein größerer Akku sinnvoll ist, um die versprochene Performance und Nutzungsdauer zu gewährleisten.
Vergleich mit aktuellen iPhone-Modellen und Android-Foldables
iPhone 17 Pro Max und Akku-Trends
Das iPhone 17 Pro Max setzt mit rund 4.823 mAh (bzw. 5.088 mAh bei der eSIM-only-Variante laut Berichten) bereits einen hohen Standard für iPhone-Batterien. Ein Fold mit 5.400–6.000 mAh würde jedoch eine neue Klasse darstellen und Apples Priorität zeigen, auf die höheren Anforderungen eines faltbaren Formfaktors zu reagieren.
Direkter Wettbewerb: Samsung, Google, Oppo & Co.
Viele Android-Hersteller haben faltbare Smartphones mit hohen Akkukapazitäten im Portfolio. Samsung bietet bei seinen Fold- und Flip-Modellen oft Akkus zwischen 4.000 und 4.500 mAh (bei einzelnen Geräten kombiniert sogar mehr als 4.800 mAh verteilt auf zwei Zellen). Hersteller wie Google, Oppo und Xiaomi experimentieren ebenfalls mit größeren oder dualen Batterie-Konfigurationen, um die Balance zwischen Dicke, Gewicht und Laufzeit zu optimieren. Ein 5.400–6.000 mAh-Akku würde Apple in diesem Segment wettbewerbsfähiger machen.
Design-, Gewicht- und Wärmeaspekte
Platzierung und Form der Batterie
Die Integration eines größeren Akkus in ein faltbares Gehäuse stellt technische Herausforderungen: Die Batterie muss in Form und Lage so gestaltet werden, dass sie sich mit dem Scharnier und den Displays vereinbaren lässt. Apple könnte auf modulare oder kombinierte Zellen setzen, die über das Gehäuse verteilt sind, um Flexibilität zu gewinnen und das Scharnier nicht zu beeinträchtigen.
Gewicht und Ergonomie
Ein größeres Akku-Pack erhöht das Gewicht und potenziell auch die Dicke des Geräts. Apple muss eine Balance finden: zu schwer schwächt die Handhabung; zu leicht könnte die Laufzeit leiden. Ergonomische Designentscheidungen, wie der Schwerpunkt, die Materialwahl (Aluminium, Edelstahl, Glas) und die Positionierung der Kamera-Module, beeinflussen das gefühlte Gewicht und die Stabilität beim Ein- und Ausklappen.
Thermisches Management
Mehr Kapazität bedeutet nicht automatisch höhere Wärmeentwicklung, doch bei intensiver Nutzung (z. B. Spielen oder Laden) steigt die thermische Belastung. Apple könnte erweiterte Wärmeleitlösungen einsetzen — wie Heatpipes, Graphit-Schichten oder spezielle Kühlmaterialien — um die Temperatur innerhalb sicherer Grenzen zu halten und die Batteriealterung zu minimieren.
Ladegeschwindigkeit, Akkugesundheit und Ladeinfrastruktur
Schnellladen vs. Langlebigkeit
Ein größerer Akku eröffnet die Möglichkeit für hohe Ladeleistungen, allerdings steht schnelles Laden oft im Widerspruch zur Langlebigkeit der Zellen. Apple hat in der Vergangenheit eine konservativere Schnelllade-Strategie verfolgt, um die Akkulebensdauer zu verbessern. Beim Fold könnte Apple eine ausgewogene Lösung anbieten: ausreichend schnelles Laden für den Alltag, kombiniert mit Software-gestützten Ladealgorithmen, die die Batteriegesundheit über Jahre hinweg optimieren.
Drahtloses Laden und Zubehör
Obwohl drahtloses Laden bei größeren Akkus länger dauern kann, ist es für die Alltagspraxis unverzichtbar. Apple könnte das Fold mit optimiertem MagSafe oder schnellerer Qi-Kompatibilität ausstatten. Für Nutzer, die viel unterwegs sind, bleibt zudem die Bedeutung von leistungsfähigen Powerbanks und USB-PD-Ladegeräten hoch.
Fertigung, Zulieferkette und Kosten
Lieferanten und Batterieproduktion
Apple arbeitet mit etablierten Batterieherstellern zusammen und könnte für das Fold spezielle Zellen mit höherer Energiedichte in Auftrag geben. Die Beschaffung größerer Zellen in hoher Stückzahl erfordert enge Abstimmung mit Lieferanten, Fertigungskapazitäten und Qualitätssicherung, um Sicherheits- und Performance-Standards zu gewährleisten.
Kosten für Endkunden
Größere Akkus und zusätzliche Komponenten erhöhen die Produktionskosten. In Kombination mit neuen Displays und Scharniermechanik dürfte das Fold zu den teuersten iPhones zählen. Apple muss den Preis jedoch so positionieren, dass sein faltbares Gerät sowohl technologisch attraktiv als auch marktfähig gegenüber Premium-Foldables anderer Hersteller bleibt.
Softwareoptimierung und Energieverwaltung
iOS-Anpassungen für Faltformate
Ein faltbares iPhone verlangt nach iOS-Optimierungen: adaptive Energieeinstellungen, die zwischen Cover-Display- und Innen-Display-Nutzung unterscheiden, sowie intelligente Hintergrundmanagement-Strategien, um unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden. Apple könnte auch spezielle Energiesparmodi einführen, die Multitasking-Funktionen temporär reduzieren, um die Laufzeit zu verlängern.
Machine Learning und adaptive Leistung
Durch Machine-Learning-Modelle könnte das System Nutzungsverhalten vorhersagen und Energieaufwand pro App anpassen. Solche adaptive Mechanismen helfen dabei, die Kapazität effizienter zu nutzen, ohne die Benutzererfahrung merklich einzuschränken.
Sicherheitsaspekte und Regulierungen
Brandschutz und Batteriesicherheit
Mit größeren Akkus steigt auch die Verantwortung, strenge Sicherheitsstandards einzuhalten. Apple unterliegt internationalen Vorschriften für Lithium-Ionen-Batterien, darunter Transport-, Diagnose- und Recyclingvorgaben. Verstärkte Schutzschaltungen, Temperaturüberwachung und eine robuste Fertigungsqualität sind für das Fold essenziell.
Recycling und Nachhaltigkeit
Apple hat in den letzten Jahren vermehrt Recyclingprogramme und Materialeffizienz betont. Ein größerer Akku erhöht die Bedeutung von Rücknahmeprogrammen und modularen Recyclingprozessen, um Rohstoffe zurückzugewinnen und die Umweltbilanz zu verbessern.
Marktpositionierung und Wettbewerbsvorteile
Ein iPhone Fold mit 5.400–6.000 mAh-Akku könnte Apple einen klaren Vorteil im Premium-Foldable-Segment verschaffen, besonders wenn die Software-Integration und das Ökosystem die Hardware optimal ergänzen. Apple hat die Chance, ein faltbares Gerät anzubieten, das nicht nur technisch beeindruckt, sondern auch in puncto Nutzerfreundlichkeit, Sicherheit und langfristiger Softwareunterstützung überzeugt.
Differenzierungsmerkmale
- Nahtlose Integration von iOS-Funktionen für Multitasking und Continuity
- Hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards bei Batterie und Scharnier
- Lange Softwareunterstützung und nahtlose Integration ins Apple-Ökosystem
Was Nutzer erwarten können
Nutzer sollten realistische Erwartungen haben: Ein größerer Akku verbessert die Laufzeit, kann aber nicht alle Kompromisse eines faltbaren Designs eliminieren. Dicke, Gewicht und Preis bleiben relevante Faktoren. Wer von einem klassischen iPhone auf ein Fold wechselt, profitiert voraussichtlich von größerem Displaykomfort und gesteigerter Produktivität, zahlt jedoch vermutlich einen höheren Preis und nimmt ein etwas anderes Handling in Kauf.
Empfehlungen für potenzielle Käufer
- Bewerten Sie, wie wichtig lange Akkulaufzeit im Alltag ist—insbesondere bei intensiver Displaynutzung.
- Beachten Sie die Abwägungen zwischen Gewicht/Portabilität und Anzeigegröße.
- Achten Sie auf Ladeoptionen und eventuelles Zubehör (Powerbanks, Schnellladegeräte).
- Warten Sie auf unabhängige Tests zu Laufzeit, Haltbarkeit des Scharniers und thermischem Verhalten.
Fazit
Die Hinweise auf einen 5.400–6.000 mAh-Akku für das iPhone Fold sind konsistent mit den technischen Anforderungen eines faltbaren Geräts: Mehr Displayfläche, Multitasking und zusätzliche Komponenten verlangen nach mehr Energie. Wenn Apple diesen Weg geht, würde das Fold in puncto Akkukapazität einen wichtigen Schritt nach vorn machen und die Position im Wettbewerb mit Android-Foldables stärken. Letztlich werden Designkompromisse, Softwareoptimierungen und Fertigungsqualität darüber entscheiden, wie gut Apple die Balance zwischen Leistung, Laufzeit und Benutzererlebnis meistert.
Da sich Berichte zur Markteinführung noch widersprechen, bleibt abzuwarten, wie Apple die finale Akkugröße, Ladegeschwindigkeit und weitere Details umsetzt. Unabhängig davon zeigen die aktuellen Leaks, dass die Akkutechnik und das Energiemanagement zentrale Aspekte in der Entwicklung eines erfolgreichen faltbaren iPhones sein werden.
Quelle: gsmarena
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