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Xiaomi hat begonnen, das stabile HyperOS 3‑Update auf Basis von Android 16 für globale Einheiten des Xiaomi 15 Ultra auszurollen. Unser europäisches Testgerät erhielt die Build‑Nummer 3.0.5.0.WOAEUXM — ein kräftiger Download von 8,9 GB — daher empfiehlt es sich, vor dem Start eine schnelle WLAN‑Verbindung zu nutzen. In diesem Beitrag erklären wir ausführlich, was das Update bringt, welche technischen Verbesserungen zu erwarten sind, und geben praktische Hinweise zum sicheren Installationsablauf und zur Datensicherung.
What’s new in HyperOS 3 for the 15 Ultra
Das Update bringt den Großteil von Xiaomis Versprechen für HyperOS 3 auf das Flaggschiff: ein umfangreiches Paket aus Performance‑Optimierungen, einer klareren visuellen Sprache und zahlreichen Detailverbesserungen im gesamten System. HyperOS 3 zielt darauf ab, die Systemstabilität zu erhöhen, Reaktionszeiten zu verkürzen und die Alltagserfahrung durch feinere UI‑Anpassungen und Interaktionsverbesserungen zu verfeinern. Technisch gesehen umfasst das Update neben Framework‑Optimierungen auch überarbeitete Animationen, einheitlichere Rendering‑Pfade und Anpassungen am Task‑Scheduler, die in Summe zu einem flinkeren Verhalten führen — insbesondere bei Multitasking, App‑Wechseln und Hintergrundverarbeitung. Weitere Schwerpunkte sind geringere Latenzen bei Eingaben, verbesserter Speichermanagement (RAM‑Zuteilung) sowie niedrigere CPU‑Spitzenlasten in typischen Nutzungsszenarien, was sich positiv auf Akku und thermische Stabilität auswirkt.
Zu den Highlights des Updates gehören unter anderem:
- Systemweite Geschwindigkeits‑ und Stabilitätsverbesserungen, damit sich das Telefon spürbar reaktionsfreudiger anfühlt.
- Ein überarbeitetes Raster auf dem Homescreen und eine aufgeräumtere Statusleiste für ein moderneres Erscheinungsbild.
- Vereinheitlichte abgerundete Ecken bei UI‑Elementen für konsistente Optik in System‑ und Drittanbieter‑Apps.
- Umfangreiche Optimierungen für die vorinstallierten Xiaomi‑Apps, die flüssigere Interaktionen und weniger Fehlerzustände liefern.
- Neue plattformübergreifende Komfortfunktionen: Bildschirmspiegelung auf ein iPad sowie die Möglichkeit, mehrere Telefon‑Apps auf einem Mac in skalierbaren Fenstern zu öffnen.
- Authentifizierung über Apple‑Geräte: Sie können Ihr Xiaomi entsperren, indem Sie Touch ID, Face ID oder das Passwort eines verbundenen iPhone, iPad oder Mac verwenden, vorausgesetzt, die Geräte sind entsprechend konfiguriert.
- Stärkerer Datenschutz: Erweiterter Schutz sensibler Daten nutzt nun post‑quantensichere Verschlüsselungsverfahren, um Informationen langfristig besser abzusichern.
Das Changelog ist in den Update‑Screenshots vollständig aufgelistet, falls Sie Details Zeile für Zeile nachlesen möchten — es ist umfangreich, sodass unter der Oberfläche viele kleine und mittlere Anpassungen vorgenommen wurden. Zu den erwähnenswerten technischen Ergänzungen zählen optimierte Netzwerk‑Stack‑Parameter für stabilere Mobilfunk‑ und WLAN‑Verbindungen, verbesserte Kamera‑Pipeline‑Konfigurationen zur Reduzierung von Latenzen beim Aufnehmen, sowie System‑Level Patches, die Kompatibilitätsprobleme mit bestimmten Drittanbieter‑Apps mindern sollen. Entwicklerfreundlich bietet HyperOS 3 zudem verfeinerte APIs für Continuity‑Funktionen und für das Fenster‑Management bei externen Geräten (z. B. Mac), was die Integration in gemischte Ökosysteme fördert.
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Rollout timing and download tips
Wie bei den meisten OTA‑Verteilungen erfolgt auch dieses Rollout gestaffelt. Falls Sie die Update‑Benachrichtigung noch nicht erhalten haben, kein Grund zur Sorge — das Update sollte in den nächsten Tagen und Wochen schrittweise auf mehr Geräte ausgedehnt werden, abhängig von Region, Provider‑Tests und internen Qualitätskontrollen. Xiaomi nutzt Phasen‑Rollouts, um die Verteilung zu überwachen und mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen, bevor das Update breit ausgerollt wird. Wer die Verfügbarkeit beschleunigen möchte, kann gelegentlich manuell in den Systemeinstellungen unter Software‑Update nachprüfen, ob das neue Build angezeigt wird; beachten Sie dabei aber, dass eine erzwungene Installation in manchen Fällen noch nicht möglich ist, wenn die Regionseinträge oder Carrier‑Profile das Update noch zurückhalten.
- Nutzen Sie für den 8,9‑GB‑Download ein verlässliches WLAN, um Mobilfunkkosten und lange Wartezeiten zu vermeiden. Ein stabiler 5‑GHz‑Hotspot oder Heim‑Router ist ideal.
- Laden Sie das Telefon vor der Installation oder halten Sie den Akkustand über 50 %, um Abbrüche und Installationsfehler zu vermeiden; besser sind 80 % oder angeschlossenes Laden während des Updates.
- Schaffen Sie vorab etwas freien Speicherplatz und erstellen Sie ein Backup wichtiger Daten (Fotos, Notizen, Chats), falls während des Upgrades ungewöhnliche Probleme auftreten sollten. Nutzen Sie dafür lokale Backups, Cloud‑Dienste oder Mi‑Cloud, je nachdem, was für Sie praktikabel ist.
Zusätzlich empfehlen wir, vor dem Update Drittanbieter‑Apps zu aktualisieren, insbesondere solche, die tiefgehende Berechtigungen oder VPN‑/Sicherheitsfeatures nutzen, da inkompatible App‑Versionen nach System‑Upgrades gelegentlich zu Instabilitäten führen können. Ein Blick in die Release‑Notes (Changelog) ist sinnvoll, um zu sehen, ob bestimmte bekannte Probleme adressiert wurden. Für Anwender, die ein gerootetes Gerät oder ein modifiziertes System verwenden, gilt besondere Vorsicht: OTA‑Updates können Custom‑Root‑Setups beschädigen oder zum Bootloop führen. In solchen Fällen sollte das Update erst nach Rücksetzung auf Stock‑ROM oder mit geeigneten Tools durchgeführt werden.
Why these Apple integrations matter
Funktionen wie die Bildschirmspiegelung auf ein iPad und das Entsperren über Apple‑Geräte unterstreichen den Trend zu engeren plattformübergreifenden Arbeitsabläufen (Cross‑Platform‑Workflows). In einer Welt, in der viele Nutzer Geräte unterschiedlicher Hersteller parallel verwenden, erhöhen solche Integrationen die Produktivität, weil sie nahtlose Übergänge erlauben: etwa das schnelle Beantworten einer Nachricht, das Verschieben von Dateien per Drag‑and‑Drop zwischen Bildschirmen oder das Öffnen einer mobilen App in einem resizablen Fenster auf macOS. Technisch basiert diese Interoperabilität auf standardisierten Verbindungsmethoden (z. B. Bonjour/ZeroConf, proprietären Continuity‑Mechanismen und sicheren Authentifizierungs‑Protokollen), wobei Xiaomi und Apple offenbar Abkommen oder Implementierungen nutzen, die ein vertrauenswürdiges Pairing zwischen Geräten ermöglichen.
Wenn Sie einen Mac oder ein iPad neben Ihrem Xiaomi 15 Ultra einsetzen, können diese Werkzeuge einfache Aufgaben deutlich beschleunigen — denken Sie an das schnelle Antworten auf Nachrichten, das Kopieren von Inhalten über Geräte hinweg oder das parallele Nutzen von Apps auf mehreren Bildschirmen, ohne ständig zwischen Geräten wechseln zu müssen. Die neue Möglichkeit, das Telefon mit den Biometrie‑Methoden eines iPhones oder iPads zu entsperren (Touch ID/Face ID) setzt voraus, dass beide Geräte sicher verbunden sind und die entsprechenden Berechtigungen erteilt wurden; das Verfahren kann die Authentifizierungs‑Workflows vereinfachen, bleibt aber abhängig von der korrekten Konfiguration und von Sicherheitsrichtlinien.
Insgesamt wirkt HyperOS 3 auf dem Xiaomi 15 Ultra wie eine substanzielle Verfeinerung: visuelle Nachbesserungen, flüssigere Performance und eine Reihe praktischer Cross‑Device‑Funktionen. Behalten Sie Ihre Update‑Einstellungen im Blick — das neue Build sollte bald auch auf Ihrem Gerät erscheinen. Wir empfehlen außerdem, nach dem Update kurz die wichtigsten Funktionen zu prüfen (Kamera, Mobilfunkverbindungen, Bluetooth‑Peripherie, Zahlungsverfahren), um sicherzustellen, dass alles erwartungsgemäß arbeitet. Falls Probleme auftreten, dokumentieren Sie Fehlerbilder mit Screenshots oder Log‑Informationen und prüfen Sie Community‑Foren und offizielle Support‑Kanäle für mögliche Hotfixes oder Workarounds.
Quelle: gsmarena
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