Samsung Galaxy S26: Evolution mit KI-Fokus und Feinschliff

Leaker zufolge ist das Samsung Galaxy S26 eine behutsame Evolution: Fokus auf KI, regionale Chips (Exynos 2600 / Snapdragon 8 Elite), moderate Akku- und Kamera-Updates sowie Preise, die die Produktfamilie klar staffeln.

Sarah Hoffmann Sarah Hoffmann . Kommentare
Samsung Galaxy S26: Evolution mit KI-Fokus und Feinschliff

6 Minuten

Wenn Sie gehofft hatten, Samsung würde uns in diesem Jahr mit einem radikalen Redesign überraschen, deuten die neuesten Leaks eher auf eine behutsame Weiterentwicklung hin — dennoch gibt es viele Details zu besprechen. Die S26-Familie wirkt wie eine Evolution statt einer Revolution, mit einem klaren Schwerpunkt auf KI-gestützten Funktionen, während die Hardware für Besitzer eines Galaxy S25 weitgehend vertraut bleibt. Diese Orientierung auf „refinierte Innovation“ spiegelt Samsungs Ansatz wider, bewährte Konstruktionen und Benutzeroberflächen zu erhalten und gleichzeitig softwareseitig und durch gezielte Hardwareanpassungen neue Erlebnisse zu ermöglichen.

Kurz zusammengefasst: Das reguläre S26 und das S26+ sollen in Europa offenbar Samsungs neuen Exynos 2600 erhalten, während das S26 Ultra mit Qualcomms Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy ausgestattet sein wird — Gerüchte besagen sogar, dass die Prime-CPU-Kerne des Ultra leicht übertaktet sein könnten. Beim Arbeitsspeicher bleibt Samsung konservativ: 12 GB RAM bei S26 und S26+, und bis zu 16 GB beim Ultra, allerdings nur in der 1-TB-Konfiguration. Der interne Speicher des Basismodells S26 scheint bei 256 GB zu beginnen. Diese Kombination aus regional unterschiedlichen SoCs (System-on-Chip), moderaten RAM-Konfigurationen und gestaffelten Speicheroptionen ist typisch für Samsungs Strategie, Leistung und Kosten je nach Marktsegment auszutarieren.

Die Displays sollen in Größe und Auflösung dem Vorjahr entsprechen, gleichzeitig tragen alle drei Modelle offenbar Corning Gorilla Armor 2 als Schutzglas. Details zu Paneltyp und adaptiven Bildwiederholraten (zum Beispiel LTPO-Technologie) werden zwar nicht in jedem Leak genannt, doch die Annahme einer variablen Bildwiederholrate mit hoher Effizienz ist naheliegend, um die Balance zwischen flüssiger Darstellung und Akkulaufzeit zu wahren. Bei den Akkus fallen die Änderungen gering aus: Die einzige nennenswerte Verbesserung betrifft das S26, das etwa 300 mAh mehr Kapazität gegenüber seinem Vorgänger erhalten soll. Das S26+ und das S26 Ultra bleiben bei den bekannten Kapazitäten, wobei das Ultra jedoch schnelleres kabelgebundenes Laden mit bis zu 60 W unterstützen wird. Eine kleine Enttäuschung für Zubehörfans bleibt: Keines der drei Modelle scheint eingebaute Magnete für Qi2-kompatibles Wireless Charging (mit Befestigungsmechanik) zu besitzen — was die Kompatibilität mit bestimmten magnetischen Hüllen und Ladezubehör einschränkt.

Die Kamerakonfiguration teilt die Modellreihe in zwei klare Lager. S26 und S26+ setzen auf ein ausgewogenes Triple-Kamera-Set: ein 50-MP-Hauptsensor (Typ 1/1,56", Blende f/1.8), ein 10-MP-Teleobjektiv mit 3x optischem Zoom (1/3,94") sowie ein 12-MP-Ultraweitwinkel. Selfies übernimmt eine 12-MP-Frontkamera mit PDAF. Dieses Setup zielt auf Alltagsnutzer, die eine gute Bildqualität, solide Teleleistung und praktikable Weitwinkelaufnahmen erwarten — bei gleichzeitig effizienter Verarbeitung durch die KI-Funktionen der Bildverarbeitung. Das Ultra hingegen setzt stark auf Megapixel und Zoomfähigkeiten: Ein 200-MP-Hauptsensor (f/1.4) steht im Zentrum, ergänzt durch ein 50-MP-Periskop-Tele mit 5x optischem Zoom, ein 50-MP-Ultraweitwinkel mit Autofokus sowie ein 10-MP-3x-Telemodul — ein Quad-Kamera-System, das auf Vielseitigkeit und starke Crop-Performance ausgelegt ist. Solche Sensorgrößen und hohe Auflösungen begünstigen fortgeschrittene Pixel-Binning-Verfahren, erlauben höhere Detailauflösung bei Tageslicht und bieten flexiblere Zuschneidemöglichkeiten ohne sichtbaren Qualitätsverlust. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass Samsung OIS (optische Bildstabilisierung), verbesserte Autofokus-Algorithmen und spezielle Nacht‑ bzw. Pro‑Fotografie-Modi softwareseitig weiter aufpoliert hat.

Softwareseitig ist von One UI 8.5 auf Basis von Android 16 auszugehen, ab Werk vorinstalliert. One UI entwickelt sich weiter in Richtung nahtloser Integration von KI‑gestützten Funktionen: Smart‑Fotos, kontextbasierte Assistenz und optimierte Leistungsprofile sind wahrscheinlichere Merkmale. Die Konnektivitätsliste liest sich wie ein Pflichtprogramm moderner Spitzenmodelle: 5G-Unterstützung, USB-C, NFC, Bluetooth 5.4 sowie Wi‑Fi 7. Gerade Wi‑Fi 7 kann bei kompatibler Infrastruktur deutlich höhere Durchsatzraten und geringere Latenz bieten, was für Cloud‑Workflows, 4K/8K‑Streaming oder schnelle Backups sinnvoll ist. Physische Abmessungen und Gewichte liegen im Rahmen aktueller Flaggschiffe; das Ultra bleibt das schwerste Modell mit etwa 214 g, was bei der größeren Kameraeinheit und Batterie nicht überraschend ist. Zu den in den Leaks genannten Farben zählen Weiß, Blau, Schwarz und Lila — typische, aber strategisch gewählte Farbvarianten, die sowohl klassische als auch trendige Käuferschichten ansprechen.

Der Teil, der die Kaufentscheidung für viele Käufer am stärksten einschränkt, ist der Preis. Durchgesickerte europäische Preise sollen das S26 bei etwa 999 €, das S26+ bei circa 1.269 € und das S26 Ultra nahe 1.469 € ansiedeln. Wenn sich diese Preise bestätigen, behält Samsung die Premium-Position des Ultra-Modells bei, während das Basismodell in eine konkurrenzfähigere Einstiegsklasse rückt — ein Schritt, der den Druck auf Rivale wie Apple und Google erhöhen kann, aber zugleich hohe Erwartungen bei Ausstattungsumfang und Servicequalität schafft. Preisstrategien wie diese spiegeln auch Samsungs Ziel wider, verschiedene Käufersegmente gezielt anzusprechen: preisbewusste Käufer, die ein kompaktes Flaggschiff wollen, Nutzer mit mittlerem Budget, die etwas mehr Bildschirm- und Akkugröße bevorzugen, und Power‑User, die maximale Kamera‑ und Performance‑Features wünschen.

Insgesamt wirkt dieses Modelljahr wie eine Phase der Verfeinerung: Mehr KI‑Integration, gezielte Verbesserungen bei Akku und Kameratechnik dort, wo sie den größten Einfluss haben, sowie ein Maß an Hardware‑Kontinuität, das Vergleiche zwischen den Generationen erleichtert. Für technisch Interessierte ist besonders spannend, wie sich der Exynos 2600 energetisch gegen den Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy schlägt und welche realen Vorteile die leicht übertakteten Kerne im Ultra bringen. Außerdem bleibt abzuwarten, welche KI‑Features One UI 8.5 konkret in den Alltag bringt — von fotografischen Verbesserungen bis hin zu intelligenteren Systemoptimierungen im Multitasking. Sollte Samsungs Präsentation am 25. Februar den Leaks entsprechen, werden wir schnell sehen, welche Gerüchte Bestand haben und wo noch Überraschungen oder Anpassungen auftauchen. Für Käufer empfiehlt sich ein abwägender Blick: Wer Wert auf Kamera und maximale Leistung legt, bleibt beim Ultra; wer ein ausgewogenes Paket mit guter Performance und etwas moderaterem Preis sucht, findet im S26 oder S26+ attraktive Alternativen.

Quelle: gsmarena

"Nachhaltige Technologie ist die Zukunft. Ich schreibe über Green-Tech und wie Digitalisierung dem Planeten helfen kann."

Kommentar hinterlassen

Kommentare