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Microsoft zieht stillschweigend einen Schlussstrich unter eines seiner älteren Event-Tools, und der Ersatz bietet deutlich mehr Spielraum. Ab morgen erlaubt Viva Engage Organisationen nicht mehr, Live-Events über Teams Live Events zu planen. Stattdessen lenkt Microsoft Kunden auf Teams Town Hall, eine Lösung mit einer deutlich größeren Bühne für groß angelegte digitale Zusammenkünfte.
Die Änderung betrifft vor allem Unternehmen, die weiterhin Engage für interne Town-Halls, Vorstandsinformationen, Produkt-Updates und hybride Meetings nutzen. Microsoft erklärt, dass bereits vor dem Stichtag geplante Events bis zum 28. Februar 2027 weiterhin unterstützt werden, neue Planungen müssen jedoch auf das Town-Hall-Modell umgestellt werden. Anders gesagt: Der alte Weg schließt sich schnell.
Endlich mehr Platz
Viva Engage, das viele langjährige Microsoft-365-Nutzer noch als Yammer kennen, ist Teil von Microsofts Enterprise-Collaboration-Stack und wurde lange als Plattform für Workplace-Communities positioniert. Das jüngste Update macht es eventfreundlicher. Mit Teams Town Hall verspricht Microsoft ein reibungsloseres Erlebnis für große Zielgruppen, insbesondere für Organisationen, die Live-Präsentationen mit breiterer Beteiligung verbinden müssen.
Im Standardplan unterstützt Town Hall dieselben Teilnehmergrenzen wie Teams Live Events, eröffnet aber zusätzlich die Möglichkeit für 3.000 interaktive Teilnehmer. Diese Angabe ist wichtig. Sie bedeutet, dass diese Events nicht länger nur Einbahnübertragungen sind. Sie können lebendiger, dialogorientierter und deutlich besser für moderne Unternehmenskommunikation geeignet sein.
Und dann ist da noch die eigentliche Schlagzeile: die Kapazität. Kunden, die noch mehr Skalierung benötigen, können das Attendee Capacity Pack hinzufügen, das Unterstützung für bis zu 100.000 Teilnehmer in einer einzigen Sitzung erweitert. Für globale Unternehmen, große Produktpräsentationen, All-Hands-Meetings und unternehmensweite Ankündigungen ist das ein erheblicher Fortschritt.
Microsoft macht den Übergang zudem zu einer administrativen Aufräumaufgabe. Organisationen werden aufgefordert, alle Engage-basierten Live-Events zu Teams Town Hall zu migrieren und interne Dokumentationen zu überprüfen, die noch auf die ältere Einrichtung verweisen. Dazu gehören Planungsabläufe, Schulungsleitfäden und Supportseiten, auf die Mitarbeiter möglicherweise noch angewiesen sind.
Die Botschaft ist klar. Die klassische Teams-Live-Events-Erfahrung wird schrittweise eingestellt, und Microsoft möchte, dass Viva Engage-Nutzer mitziehen. Für Administratoren gibt es jetzt Arbeit zu tun. Für alle anderen ist der Gewinn eine modernere Event-Plattform mit deutlich mehr Spielraum.
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