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Motorolas nächstes Premium-Klapphandy wirkt immer weniger wie ein Comeback und mehr wie eine Wiederholung. Frische Leaks zum Razr 70 Ultra deuten darauf hin, dass das Unternehmen abgesehen von einigen gezielten Anpassungen womöglich ein Gerät vorbereitet, das sich fast identisch wie das Razr 60 Ultra vom Vorjahr anfühlt.
Das ist nicht gerade die Schlagzeile, auf die Fans faltbarer Smartphones gehofft hatten.
Neueste Renderbilder zeigten bereits zwei auffällige Farboptionen des kommenden Razr 70 Ultra, das in den USA voraussichtlich als Razr Ultra (2026) auf den Markt kommt. Der jüngste Bericht zeichnet jedoch ein deutlich zurückhaltenderes Bild unter der polierten Oberfläche. Laut Android Headlines könnte Motorola beim Snapdragon 8 Elite bleiben sowie beim gleichen Trio aus 50-MP-Kameras, 16 GB RAM und 512 GB Speicher.
Die größte Änderung, zumindest auf dem Papier, scheint der Akku zu sein. Er könnte auf 5.000 mAh anwachsen, ein moderater Zuwachs von rund 6 Prozent gegenüber dem Vorgänger. Trotzdem soll das Laden weiterhin unverändert bei 68 W Kabelunterstützung liegen. Anders gesagt: ein größerer Energiespeicher, aber kein großer Sprung bei der Ladegeschwindigkeit.

Eine vertraute Form, eine vertraute Geschichte
Wenn die geleakten Maße stimmen, wird das Razr 70 Ultra in der Hand fast eine exakte Kopie des Vorgängermodells sein. Das Telefon soll aufgeklappt 171,48 x 73,99 x 7,19 mm messen und 199 g wiegen, womit es eindeutig in derselben Größenklasse wie das Razr 60 Ultra liegt. Damit bleiben die neuen Farbvarianten vorerst der sichtbarste Unterschied.
Die Displays scheinen ebenfalls unverändert übernommen zu werden. Der äußere Bildschirm soll weiterhin 4 Zoll mit einer Auflösung von 1080 x 1272 haben, während das Haupt-Faltpanel erneut 7 Zoll mit 2992 x 1224 messen dürfte. Für alle, die gehofft hatten, dass Motorola die Hardware dieses Jahr stärker vorantreibt, dürfte diese Nachricht enttäuschend sein.
Es gibt jedoch ein kleines Detail, das Aufmerksamkeit verdient. Die geleakten Bilder der letzten Woche zeigten keine sichtbare Aussparung auf dem inneren Display, was Spekulationen ausgelöst hat, dass Motorola mit einer Under-Display-Frontkamera experimentieren könnte. Sollte sich das bestätigen, wäre das die eine Funktion, die dem Telefon einen echten Unterschied verschaffen würde.
Motorola scheint auch seinen gewohnten Launch-Rhythmus beizubehalten. Folgt das Unternehmen dem gleichen Drehbuch wie zuvor, sollte das Razr 70 Ultra noch vor Monatsende vorgestellt und irgendwann im Mai auf den Markt kommen.
Dieser konservative Ansatz wird Power-User vielleicht nicht begeistern, ergibt jedoch wahrscheinlich mehr Sinn, wenn man den branchenweiten Speichermangel berücksichtigt. An den Spezifikationen festzuhalten könnte Motorolas Weg sein, Preiserhöhungen zu vermeiden, auch wenn das bedeutet, dass das Razr 70 Ultra eher wie ein aufgefrischtes Modell statt wie ein echter Fortschritt wirkt.
Auf dem heutigen Smartphone-Markt ist diese Vorsicht zwar leichter nachzuvollziehen, auch wenn sie weniger Begeisterung auslöst.
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