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Monatelang wirkte Fitbits Zukunft eher wie ein leises Gerücht als wie ein konkreter Produktplan. Jetzt zeichnet sich das Bild schnell schärfer ab. Google bestätigte im vergangenen Oktober, dass 2026 neue Fitbit-Hardware kommen werde, hielt die Details jedoch geheim. Laut einem neuen Bloomberg-Bericht ist dieses mysteriöse Gerät überhaupt keine Smartwatch. Es handelt sich um ein Fitbit-Armband ohne Display, das direkt auf Whoop zielt.
Und es gibt bereits einen sehr öffentlichen Testträger. NBA-Star Steph Curry, der als Googles Performance Advisor fungiert, scheint das Gerät seit Januar offen am Handgelenk zu tragen. Er zeigte es im März auf Instagram und präsentierte ein hellgraues Stoffarmband mit orangefarbenen Akzenten und ohne Display am Handgelenk. In seiner Bildunterschrift bezeichnete er es als „das erste seiner Art“ mit dem Versprechen, es komme „bald“.
Das klingt nach Marketingsprech. Aber die Tragezeit erzählt eine andere Geschichte. Droid-Life untersuchte Aufnahmen von Curry aus den vergangenen Monaten und entdeckte das Armband bei seinen Aufwärmübungen, beim All-Star-Spiel und im Verlauf des März an seinem Handgelenk. Einzig während der tatsächlichen Spiele scheint es zu verschwinden, was Sinn ergibt, falls die NBA Regeln hat, die das Tragen auf dem Spielfeld verbieten. In jedem Fall ist das weit mehr als nur ein einmaliger Vorgeschmack.

Ein Fitbit für das Handgelenk, nicht für das Display
Das Konzept ist einfach, und genau deshalb könnte es funktionieren. Bloomberg berichtet, dass das Armband für den Großteil der Funktionen stark auf das Smartphone angewiesen sein wird, während tiefere Gesundheitseinblicke hinter einem Fitbit-Premium-Abo liegen. Das ist dasselbe grundlegende Modell, das auch Whoop verwendet, bei dem die Hardware minimal bleibt und die Software die Hauptarbeit übernimmt.
Droid-Life entdeckte außerdem eine offenbar neu gestaltete Fitbit-App auf einem Pixel-Telefon während eines von Currys Trainings. Die Oberfläche zeigte Berichten zufolge live Cardio-Belastung, Herzfrequenz, verbrannte Kalorien und verstrichene Zeit unter dem Aktivitätslabel „Sport“. Die aktuelle Fitbit-Software bietet normalerweise keine solche Echtzeitansicht ohne GPS, was stark darauf hindeutet, dass Google neue Software um dieses Armband herum entwickelt, statt alte Funktionen nur neu zu verpacken.
Das ist wichtig. Sehr wichtig.
Google hat in den letzten Jahren Fitbit behutsam aus dem Smartwatch-Wettlauf heraus und zurück zu seiner ursprünglichen Identität als Fitness-Tracker-Marke geführt. Ein armband ohne Display, das sich auf Erholung, Schlaf, Trainingsbelastung und langfristige Gesundheitstrends konzentriert, passt nahezu perfekt zu dieser Strategie. Es geht weniger darum, Benachrichtigungen zu prüfen, und mehr darum, den Körper zu lesen.
Ein Starttermin wurde noch nicht bekanntgegeben, doch die Puzzleteile fügen sich allmählich zusammen. Zwischen den Bloomberg-Berichten und Currys langer, öffentlicher Testphase mit dem Gerät könnte Google näher daran sein, das nächste Fitbit vorzustellen, als viele erwartet hatten.
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