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In Acers neuestem Handheld steckt ein Hauch von Rebellion: Einen 80-Wh-Akku in ein 7-Zoll-Gehäuse zu packen, ist genau die Art von Entscheidung, die die Frage aufwirft, was „tragbar“ eigentlich bedeutet. Der auf der IFA in Berlin vorgestellte Predator Atlas 7 setzt im Vergleich zu Acers frühem 8-Zoll-Modell auf ein kleineres Display, hält aber an dem Anspruch fest, längere Gaming-Sessions, höhere Bildwiederholraten und PC-ähnliche Konnektivität in einem taschentauglichen Format zu bieten.
Die Kompromisse liegen auf der Hand: Die 80-Wh-Variante wiegt rund 750 Gramm. Wer es leichter mag, wählt die 60-Wh-Version und spart knapp 50 Gramm. So oder so setzt Acer auf Ausdauer statt auf bloße Showwerte.

Im Inneren arbeitet Intels neueste mobile Plattform. Die Konfigurationen reichen bis zu einem Intel Arc G3 Extreme in Kombination mit Arc-B390-Grafik. Der Arbeitsspeicher lässt sich auf bis zu 24 GB ausbauen, als Massenspeicher dient ein standardmäßiger M.2-2280-Steckplatz. Der Laufwerkstausch ist damit für PC-Nutzer, die gern selbst Hand anlegen, unkompliziert und vertraut. Zur Temperaturkontrolle kombiniert Acer einen dünnen Metalllüfter mit einem herkömmlichen Kunststofflüfter in einem Dual-Fan-Kühlsystem, das kompakt wirkt, aber einen hohen Luftdurchsatz verspricht.
Das Display ist ein 7-Zoll-IPS-Touchscreen mit 1080p-Auflösung, 120 Hz Bildwiederholrate, 500 Nits Helligkeit und Unterstützung für variable Bildwiederholraten. Diese Kombination sorgt in schnellen Spielen für flüssige Bewegungen und bietet eine respektable Ablesbarkeit im Freien. Auch bei der Steuerung hat Acer nachgebessert: Hall-Effekt-Analogtrigger ermöglichen eine gleichmäßige Betätigung, optional sind TMR-Joysticks erhältlich, die Stick-Drift – die Dauerplage vieler Handhelds – verhindern sollen.
Bei den Anschlüssen erinnert das Gerät an einen kompakten Desktop-PC: zwei Thunderbolt-4-Ports, ein UHS-II-microSD-Steckplatz, Wi-Fi 7 und ein Fingerabdrucksensor im Einschaltknopf. Für Gamer, die zugleich Wert auf Vielseitigkeit legen, ist das ein attraktiver Mix. Andocken, Speicher erweitern oder mit dem neuesten Funkstandard online gehen – all das funktioniert ohne Adapter.

Parallel zum Atlas 7 teasert Acer Project DualPlay Mini an, ein Konzept, das den Handheld in eine winzige Produktivmaschine verwandelt. Wird das 8-Zoll-Display umgeklappt und geschwenkt, kommt darunter eine hintergrundbeleuchtete Tastatur zum Vorschein. Auf der Couch spielt man mit klassischen Bedienelementen, dreht anschließend das Display und erledigt schnell eine Bearbeitung oder Browsersitzung. Das Konzept verbindet controllerzentriertes Gaming clever mit spontaner Produktivität, auch wenn Acer noch keinen festen Veröffentlichungstermin nennt. Zudem gibt es eine Anspielung auf die Unternehmensgeschichte: ein Morsecode-Osterei auf dem Gehäuse zum 50. Jubiläum von Acer.
Der Predator Atlas 7 soll in Nordamerika im vierten Quartal 2026 erscheinen, EMEA-Lieferungen sind für November geplant. Der größere Atlas 8 soll weiterhin im September ausgeliefert werden. Preise für den Atlas 7 hat Acer noch nicht genannt. Damit bleibt die entscheidende Frage offen: Kann Acer Käufer davon überzeugen, dass der größere Akku und das höhere Gewicht den Aufpreis für echtes, länger andauerndes mobiles Gaming wert sind? Sind Sie bereit, Laufzeit statt Federgewicht zu wählen?




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