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Reolink nutzte die IFA 2026 zur Vorstellung seiner Omni-Serie, einer Reihe von Überwachungskameras mit Multi-Kamera-Ansatz. Sie kombinieren eine weitreichende Übersicht mit einer zweiten, beweglichen Kamera, die bestimmte Personen verfolgen kann.
An seinem Stand zeigte das Unternehmen die Reolink Omni 2R Ultra als Flaggschiffprodukt des Jahres sowie weitere Omni-Modelle für kabelgebundene PoE-Installationen und anspruchsvollere High-End-Überwachungslösungen.
Das Grundprinzip der Reihe ist einfach: Eine Kamera behält das Gesamtbild im Blick, während sich die zweite bewegen, zoomen oder einer Person folgen kann, sobald etwas Relevantes im Bild geschieht.

Omni 2R Ultra kombiniert 180-Grad-Ansicht mit 4K-Schwenk-Neige-Kamera
Das zentrale Produkt der Vorführung war die Reolink Omni 2R Ultra, eine akkubetriebene Sicherheitskamera mit zwei Objektiven.
Die obere Kamera setzt auf einen 3K-Sensor mit einem 180-Grad-Sichtfeld und ermöglicht so einen weiten Überblick über den überwachten Bereich.
Darunter sitzt eine separate 4K-Schwenk-Neige-Kamera, die auf eine Person oder einen anderen interessanten Bildbereich heranzoomen kann.
Bei der Vorführung am Stand erkannte zunächst die Weitwinkelkamera Personen im Bild, während sich die untere Schwenk-Neige-Einheit bewegte, um ihnen zu folgen.
Da die Messehalle stark frequentiert war, wechselte das System häufig zwischen verschiedenen Personen im Bild. Das veranschaulichte, wie das Zwei-Kamera-Konzept in der Praxis funktioniert.

Eine Kamera überwacht die Szene, die andere folgt dem Motiv
Die Zwei-Kamera-Konfiguration ist das Kernkonzept der Omni 2R Ultra.
Statt auf eine einzelne Kamera zu setzen, die zugleich einen weiten Überblick und eine detaillierte Verfolgung liefern muss, trennt Reolink diese Aufgaben.
Die obere Kamera überwacht einen deutlich größeren Bereich, während sich die untere auf alles ausrichten kann, was das System als relevant einstuft.
So behalten Nutzer den Überblick und erhalten gleichzeitig eine nähere Ansicht eines sich bewegenden Motivs.
Dieses Prinzip zieht sich durch die gesamte Omni-Produktreihe von Reolink.
Abnehmbarer 10.000-mAh-Akku erleichtert die Installation
Die Omni 2R Ultra ist als vollständig akkubetriebenes System konzipiert.
Laut Reolink-Vertreter nutzt sie einen abnehmbaren 10.000-mAh-Akku. Nutzer können ihn also entnehmen und austauschen, statt dass er fest in der Kamera verbaut ist.
Das macht das System flexibler für Standorte, an denen sich ein Stromkabel nur schwer verlegen lässt oder unerwünscht ist.
Die Kamera kann zudem mit einem Solarpanel kombiniert werden.

6W-Solarpanel kann die Kamera mit Strom versorgen
Am Stand demonstrierte Reolink die Omni 2R Ultra zusammen mit einem 6W-Solarpanel.
Laut Unternehmensvertreter genügen unter geeigneten Bedingungen durchschnittlich 30 Minuten Sonnenlicht pro Tag, um die Kamera kontinuierlich zu betreiben.
Diese Kombination soll die Kamera für autarkere Außeninstallationen eignen, bei denen kein direkter Netzanschluss verfügbar ist.

Omni 3i PoE überträgt das Konzept auf kabelgebundene Installationen
Reolink zeigte außerdem die Omni 3i PoE, ein kabelgebundenes Power-over-Ethernet-Modell.
Anders als die akkubetriebene Omni 2R Ultra ist die 3i PoE für Installationen ausgelegt, bei denen Stromversorgung und Netzwerkverbindung über Ethernet erfolgen.
Das auf der IFA gezeigte Modell kombiniert eine 10-Megapixel-Kamera oben mit einer 8-Megapixel-Kamera unten.
Laut Standpräsentation unterstützt das Schwenk-Neige-System eine Verfolgung über rund 350 Grad. Dadurch deckt es einen großen Bereich ab, ohne ein vollständig akkubetriebenes Setup zu benötigen.
Für Nutzer, die ein dauerhaft installiertes Sicherheitssystem aufbauen möchten, bietet das PoE-Modell dieselbe Multi-Kamera-Idee in kabelgebundener Form.

Omni X16 zielt auf Reolinks High-End-Segment
An der Spitze der gezeigten Produktreihe stand die Reolink Omni X16.
Das Modell positioniert das Unternehmen als eines seiner fortschrittlicheren Omni-Produkte und erweitert die Bewegungs- und Zoomfähigkeiten des Systems deutlich.
Dem Reolink-Vertreter zufolge unterstützt die Omni X16:
- 360-Grad-Vollschwenk
- 95-Grad-Neigung
- 16-fach optischer Zoom
- 16-Megapixel-Kamera oben
- 8-Megapixel-Kamera unten
Die Möglichkeit, sich vollständig um die eigene Achse zu drehen, hebt die X16 insbesondere von der eingeschränkteren Verfolgungsbewegung der anderen Modelle ab.
In Verbindung mit dem 16-fach optischen Zoom ist die Kamera für Situationen gedacht, in denen sowohl ein großflächiger Überblick als auch eine deutlich nähere Betrachtung erforderlich sind.

Reolink baut die Omni-Reihe auf komplementären Kameras auf
Die zentrale Idee hinter Reolinks Auftritt auf der IFA 2026 war weder eine einzelne Auflösungsangabe noch eine Zoomspezifikation.
Entscheidend ist vielmehr, wie das Unternehmen mehrere Kameras einsetzt, um unterschiedliche Überwachungsaufgaben aufzuteilen.
Die Weitwinkelkamera liefert den Überblick, während sich die Schwenk-Neige-Kamera auf eine Person oder ein Ereignis ausrichten kann, das näher betrachtet werden soll.
Dieser Ansatz zeigt sich bei der Omni 2R Ultra, der Omni 3i PoE und der höherwertigen Omni X16, auch wenn jedes Modell einen anderen Installationstyp adressiert.
Insbesondere bei der akkubetriebenen Omni 2R Ultra ergibt die Kombination aus 180-Grad-Übersicht, 4K-Verfolgungskamera, abnehmbarem Akku und optionaler Solarstromversorgung eine vergleichsweise autarke Sicherheitslösung.
Auf der IFA 2026 präsentierte Reolink dieses Modell als Flaggschiffprodukt des Jahres. Die breitere Omni-Familie zeigte zugleich, wie sich das gleiche Konzept von akkubetriebener Haussicherheit bis hin zu fortschrittlicheren kabelgebundenen Überwachungssystemen skalieren lässt.




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