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BenQ nutzte die IFA 2026, um eine neue Seite seines Zubehörgeschäfts zu präsentieren. Neben den bekannten Display-Produkten stellte das Unternehmen evtlab vor – eine neue Marke, die speziell für Apple-Nutzer entwickelt wurde und auf Ergonomie sowie eine engere Integration mit Mac-Hardware setzt.
Bei unserem Besuch am Stand stellte BenQ-Vertreterin Kiki, die an der neuen Marke arbeitet, drei der ersten Produkte vor: die M-Mouse, die Flow Desk Mat und den Studio Arm. Außerdem zeigte uns BenQ die neue iScreenBar, eine speziell für Apples iMac entwickelte Monitorleuchte.
Die gemeinsame Idee hinter allen vier Produkten ist klar: die von Apple-Nutzern erwartete visuelle Schlichtheit zu bewahren und zugleich praktische Einschränkungen bei Ergonomie, Schreibtischorganisation und Beleuchtung zu adressieren, die BenQ in diesem Bereich sieht.
evtlab: BenQs neue Zubehörmarke für Apple-Nutzer
Laut Kiki entstand evtlab, nachdem BenQ kleinere, aber relevante Lücken im Apple-Ökosystem identifiziert hatte – insbesondere im Bereich Ergonomie.
Statt einfach generische Accessoires zu entwickeln, die zufällig auch mit einem Mac funktionieren, positioniert BenQ evtlab als Marke, die von Beginn an auf Apple-Hardware zugeschnitten ist.
Die ersten auf der IFA gezeigten Produkte richten sich allesamt an den Desktop-Arbeitsplatz.

M-Mouse positioniert sich zwischen Apples Magic Mouse und Logitechs MX Master
Die evtlab M-Mouse richtet sich in erster Linie an MacBook-Nutzer.
BenQ argumentiert, dass viele Mac-Nutzer derzeit zwischen zwei sehr unterschiedlichen Produkten wählen: Apples Magic Mouse mit ihrer bekannten Gestensteuerung und ihrem minimalistischen Design sowie Logitechs MX-Master-Familie, die ergonomischer, aber deutlich größer ist.
Die M-Mouse soll die Vorteile beider Ansätze vereinen.
Sie unterstützt einen USB-C-Funkadapter für MacBook-Nutzer und wird zusätzlich mit einem USB-A-Adapter geliefert, sodass sie auch an Windows-Systemen verwendet werden kann.
Mehrere Shortcuts sind ab Werk voreingestellt. Die obere Taste ist Screenshots zugewiesen, während eine Seitentaste direkten Zugriff auf Mission Control bietet.
Wer mehr Kontrolle wünscht, kann die Maus über BenQs Glide-Software konfigurieren. Für Umgebungen, in denen keine Desktop-Software installiert werden kann – etwa auf verwalteten Firmenrechnern –, steht zudem eine browserbasierte Version bereit.
Eine besonders praktische Designentscheidung: Benutzerdefinierte Einstellungen werden direkt auf der Maus gespeichert. Laut BenQ bleiben diese Präferenzen beim Wechsel zwischen Computern erhalten, statt ausschließlich von der jeweils installierten Software abhängig zu sein.

Flow Desk Mat ist der schlichtere Teil des Ökosystems
Die Flow Desk Mat ist das technisch schlichteste der drei evtlab-Produkte, fügt sich aber in dieselbe Arbeitsplatzstrategie ein.
BenQ hat sie als glatte Oberfläche für Apples Magic Mouse ebenso wie für die neue M-Mouse konzipiert.
Im Mittelpunkt stehen hier weniger neue Funktionen als eine stimmige Desktop-Umgebung rund um die übrigen evtlab-Produkte.
Studio Arm soll optisch zu iMac und Studio Display passen
Der Studio Arm ist vermutlich das visuell stärksten auf Apple ausgerichtete der drei Accessoires.
BenQ zufolge funktionieren viele Monitorarme zwar mit Apple-Displays, passen optisch aber nicht zu Geräten wie dem iMac und dem Studio Display.
Der Studio Arm wurde deshalb so gestaltet, dass er sich eher wie eine native Erweiterung des Apple-Arbeitsplatzes anfühlt.
Ein Detail, das BenQ während der Präsentation hervorhob: Das Apple-Logo bleibt sichtbar, statt vom Befestigungsmechanismus verdeckt zu werden.
Das Unternehmen plant zudem Unterstützung für verschiedene Apple-Display-Konfigurationen, darunter iMac- und Studio-Display-Setups. Für Modelle mit konventionellem Standfuß statt nativer VESA-Montage bietet BenQ außerdem eine VESA-Adapterlösung an.
Übergeordnetes Ziel ist es, eine ergonomischere Positionierung zu ermöglichen, ohne die visuelle Schlichtheit eines Apple-Schreibtischs zu beeinträchtigen.

iScreenBar wurde speziell für den iMac entwickelt
Der zweite große Teil von BenQs Präsentation war die neue iScreenBar, die das Unternehmen als erste Monitorleuchte beschreibt, die speziell für Apples iMac entwickelt wurde.
Anders als eine generische ScreenBar, die an der Oberkante eines Monitors befestigt wird, wird die iScreenBar magnetisch an der Rückseite des iMac angebracht.
Dieses Befestigungssystem ist auf die physischen Details der Apple-Hardware abgestimmt. Die Leuchte blockiert weder die integrierte iMac-Kamera noch das Mikrofon-Array, auch das Apple-Logo auf der Rückseite bleibt sichtbar.
Das Gehäuse besteht aus Aluminium und verfügt über eine Steuerfläche aus Glas. Dadurch passt es optisch besser zum iMac als eine herkömmliche Monitorleuchte.
Magnetische Montage und Kabelmanagement sorgen für ein aufgeräumtes Setup
Die Installation ist bewusst unkompliziert gehalten.
Die Leuchte nutzt einen magnetischen Clip und rastet ein, statt eine herkömmliche Klemme zu benötigen. BenQ liefert außerdem ein magnetisches Kabelmanagement-Element mit, das das Netzkabel sauber hinter dem Display führen soll.
Bei der Vorführung am Stand gehörte eine Öffnung im Montagebereich zu den durchdachteren Hardware-Details: Sie ist so ausgeführt, dass das iMac-Mikrofon nicht verdeckt wird.
Das sind kleine Details, sie unterstreichen jedoch das zentrale Verkaufsargument: Das Produkt wurde für den iMac entwickelt und nicht nachträglich angepasst.

ProSync passt die Beleuchtung automatisch an die jeweilige Anwendung an
Die iScreenBar lässt sich auf zwei Wegen steuern: direkt über ihre Glas-Touchfläche oder über eine eigene macOS-App.
Mit der App können Nutzer Helligkeit und Farbtemperatur anpassen, bevorzugte Lichtmodi speichern und zwischen Voreinstellungen für Arbeit oder die Abendnutzung wechseln.
Eine der interessantesten Funktionen, die auf der IFA demonstriert wurden, war ProSync.
Mit ProSync können Nutzer einzelnen Anwendungen eigene Beleuchtungseinstellungen zuweisen. Safari könnte beispielsweise mit hellerem, kühlerem Licht für produktives Arbeiten konfiguriert werden, während Apple TV automatisch eine wärmere, weichere Einstellung aktiviert.
Wechselt die aktive Anwendung, kann die ScreenBar ihre Beleuchtung entsprechend anpassen.
Unabhängige Berichte zum Marktstart bestätigen, dass BenQs macOS-Software app-spezifische Lichtprofile unterstützt.

Spezieller Videoanruf-Modus reduziert Blendung rund um die Kamera
Die iScreenBar bietet zudem einen speziell auf Videoanrufe ausgelegten Modus.
Ist er aktiviert, wird der mittlere Bereich der Leuchte gedimmt oder abgeschaltet, während die seitliche Beleuchtung angepasst wird. Ziel ist es, einen zu hellen Hotspot um die Kamera zu vermeiden und bei Videokonferenzen eine schmeichelhaftere, ausgewogenere Ausleuchtung zu erzeugen.
BenQ demonstrierte zudem, dass sich dieses Verhalten mit der Kameraaktivität verknüpfen lässt, sofern Nutzer der Software die erforderlichen Zugriffsrechte gewähren.
Der Videomodus gehört zum offiziellen Funktionsumfang des Produkts.
ASYM-Light lenkt das Licht auf den Schreibtisch statt auf den Bildschirm
BenQs ASYM-Light-Technologie bleibt ein zentraler Bestandteil der iScreenBar.
Die Beleuchtung ist so konstruiert, dass sie die Schreibtischoberfläche ausleuchtet, Reflexionen auf dem Display minimiert und direkte Blendung für Nutzer begrenzt.
Das ist insbesondere für Designer, Fotografen und andere Nutzer relevant, die auf konsistente Bildschirmfarben angewiesen sind und störende Reflexionen auf dem Display vermeiden möchten.
BenQ gibt an, dass das asymmetrische optische Design in der Mitte mehr als 1.000 Lux liefern kann, während das Licht vom Bildschirm ferngehalten wird.
Das Leuchtmittel nutzt zudem einen Abschirmwinkel, der verhindern soll, dass Licht direkt in die Augen der Nutzer fällt.

Sensoren ergänzen automatische Helligkeits- und Anwesenheitserkennung
Die iScreenBar verfügt über integrierte Sensorik für eine stärker automatisierte Bedienung.
Ein Auto-Dimming-Modus kann die Umgebungshelligkeit erfassen und die Leuchte entsprechend anpassen. Die Anwesenheitserkennung schaltet sie ein, wenn sich Nutzer nähern, und beim Verlassen wieder aus.
Unabhängige Berichte zum Marktstart bestätigen, dass die Anwesenheitserkennung über einen 24GHz-Radarsensor realisiert wird.
Dadurch wirkt die iScreenBar weniger wie eine konventionelle Schreibtischlampe und mehr wie ein integrierter Bestandteil des Mac-Arbeitsplatzes.
BenQ konzentriert sich auf Lücken im Apple-Ökosystem
Am BenQ-Stand auf der IFA 2026 fiel vor allem nicht einfach eine weitere Monitorleuchte oder Maus auf.
Interessanter ist die Entscheidung des Unternehmens, eine dedizierte Zubehörmarke für Apple-Nutzer aufzubauen.
Die ersten evtlab-Produkte zielen auf Bereiche, in denen BenQ im Apple-Ökosystem Verbesserungsbedarf sieht: Maus-Ergonomie, Schreibtischorganisation und Monitorpositionierung. Die iScreenBar überträgt dieselbe Philosophie auf die Beleuchtung – mit Hardware und Software, die für den iMac statt für ein generisches Display entwickelt wurden.
Das ist eine engere Strategie als der Aufbau einer breit angelegten Zubehörmarke für alle Nutzergruppen, aber potenziell auch kohärenter. Kann BenQ dieses Integrationsniveau bei künftigen evtlab-Produkten beibehalten, könnte die Marke für Nutzer interessant werden, die Zubehör von Drittanbietern suchen, ohne auf die visuelle Konsistenz eines Apple-Setups verzichten zu wollen.





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