MediaTek hat den Dimensity 9600 Pro vorgestellt, das erste 2-nm-Mobile-SoC des Unternehmens. Es ist zugleich das erste SoC mit Arms kommender C2-CPU-Generation und der Mali-G2 Ultra NX GPU. MediaTek hebt Verbesserungen bei CPU-, GPU- und KI-Leistung im gesamten SoC hervor.
CPU-Architektur und Leistung
Nach Angaben von MediaTek wurde der CPU-Cluster neu gestaltet und verfügt nun über zwei Ultra-Kerne an der Spitze. Das Unternehmen bezeichnet die Konfiguration als 2× Arm C2-Ultra plus zwei Gruppen von C2-Pro-Kernen, konkret 3× C2-Pro plus 3× C2-Pro. Taktfrequenzen nannte MediaTek nicht. Die Single-Core-Leistung soll um 17% steigen, die Single-Core-Effizienz um 37%. Bei Mehrkern-Workloads verspricht das Unternehmen 15% mehr Leistung und eine um 61% höhere Effizienz. Der Chip verfügt über 16MB L3-Cache und 10MB SoC-Cache.
GPU, NPU und Bildverarbeitung
Als Grafiklösung kommt eine Arm Mali-G2 Ultra NX zum Einsatz. Laut MediaTek soll die GPU in Spielen mehr als 185 Bilder pro Sekunde ermöglichen. Das Unternehmen nennt folgende Verbesserungen:
- Maximale GPU-Leistung um 27% höher
- Raytracing 18% schneller
- GPU-Energieeffizienz um 24% verbessert

MediaTek hebt zudem neuronales Grafik-Rendering hervor, das eine hochwertigere Super-Resolution ermöglichen soll. Das SoC integriert die MediaTek NPU 1090. Laut Unternehmen verdoppelt sie den INT4-Durchsatz gegenüber der NPU 990 im Dimensity 9500, erreicht eine um 55% bessere Token-Generierung pro Watt und beschleunigt das Vorbefüllen beim Einlesen von Eingabeaufforderungen um 51%. Das NPU-Subsystem umfasst außerdem eine Hardware-Kompressions-Engine für den Key-Value-Cache.
Der ISP kann die Bild- und Videobearbeitung direkt an die NPU weiterleiten. Unterstützt werden Sensoren mit bis zu 200 Megapixeln sowie Videoaufnahmen in bis zu 8K bei 60 Bildern pro Sekunde. Der Videodecoder unterstützt nun auch VVC, besser bekannt als H.266.
Arbeitsspeicher, Speicher, Konnektivität und Verfügbarkeit
Der Dimensity 9600 Pro unterstützt LPDDR5X- und LPDDR6-Arbeitsspeicher. Laut MediaTek ist LPDDR6 rund 33% schneller, verursacht jedoch höhere Kosten. Als Speicherstandard kommt UFS 5.0 zum Einsatz. Das integrierte Modem unterstützt 3GPP Release 17 sowie Sub-6 GHz mit 4x4. Die GNSS-Ausstattung bleibt gegenüber früheren Modellen unverändert. Zur drahtlosen Konnektivität gehören Wi-Fi 7 (be), Tri-Band-Betrieb bis 7,3 GHz und Bluetooth 6.2.
MediaTek zufolge wurde das erste Smartphone mit Dimensity 9600 Pro bereits angekündigt. Ob und wann eine Standardvariante namens Dimensity 9600 erscheint, hat das Unternehmen nicht bekannt gegeben.
Wesentliche Spezifikationsunterschiede zum Dimensity 9500
Das Unternehmen stellte einen Vergleich mit dem Dimensity 9500 bereit. Zu den wichtigsten Unterschieden zählen der Wechsel vom 3-nm- auf den 2-nm-Fertigungsprozess, Arm-C2-Kerne, die neue Mali-G2 Ultra NX GPU, die NPU 1090, UFS-5.0-Speicher und die Unterstützung von LPDDR6. Bei den Kamera- und Videofunktionen unterscheiden sich die Angaben: Für den 9500 wird eine Sensorunterstützung bis 320MP genannt, beim 9600 Pro sind es bis zu 200MP. Zudem ergänzt der 9600 Pro VVC-Decodierung für 8K60-10-Bit-Video zusätzlich zu HEVC, AVC, VP9 und AV1. Die Display-Unterstützung bleibt bei bis zu WQHD+ mit 180 Hz.




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