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Steigende Bildschirmzeiten lösen zu Ferienbeginn Handlungsbedarf aus
Mit dem Beginn der Sommerferien nutzen Kinder und Jugendliche ihre neu gewonnene Freiheit zu ausgedehnten Online-Zeiten. Diese saisonale Lockerheit weckt allerdings wachsende Sorgen – sowohl bei Eltern als auch bei Experten. Jüngste Untersuchungen, in Auftrag gegeben von VodafoneThree, belegen: Britische Kinder und Teenager zwischen 8 und 17 Jahren verbringen mittlerweile bis zu vier Stunden täglich mit nicht strukturierten digitalen Aktivitäten. Das entspricht einer Steigerung von 42 % gegenüber der regulären Schulzeit.
Elterliche Bedenken angesichts digitaler Gewohnheiten
Zwar helfen digitale Medien dabei, Kontakte zu Freunden zu pflegen und die Zeit – etwa auf langen Autofahrten – zu überbrücken, doch äußern ganze 65 % der Eltern in Großbritannien Unbehagen bezüglich des Online-Verhaltens ihrer Kinder während der schulfreien Monate. Die Hauptsorgen drehen sich um einen stärkeren Kontakt zu ungeeigneten Inhalten, fehlende digitale Routinen und mögliche negative Auswirkungen auf das allgemeine Wohlbefinden.
Neue Funktionen: Die Weiterentwicklung von Secure Net für moderne Elternkontrolle
Um diesen wachsenden Herausforderungen zu begegnen, veröffentlicht VodafoneThree eine überarbeitete Version seiner Secure Net-App. Diese Version bringt eine Reihe fortschrittlicher Elternkontrollfunktionen mit sich, die das digitale Familienmanagement einfacher und effektiver machen sollen. Die Maßnahmen stützen sich auf eine fortlaufende Kooperation mit Digital Awareness UK, sodass Familien nicht nur technische Werkzeuge, sondern auch praktische Tipps an die Hand bekommen, um sich im digitalen Alltag zurechtzufinden.
Nicki Lyons, Chief Corporate Affairs and Sustainability Officer bei VodafoneThree, erklärte dazu: "In den Sommerferien steigt die unstrukturierte Bildschirmzeit ganz natürlich an. Wir möchten Eltern stärken, indem wir Secure Net ausbauen und mit vertrauenswürdigen Partnern zusammenarbeiten, um gesunde und sichere Nutzungsgewohnheiten zu fördern."
Vielfältige Funktionen für das digitale Zuhause
Die neueste Secure Net-App geht weit über einfaches Filtern von Inhalten oder das Blockieren von Bedrohungen hinaus. Mit dem Update können VodafoneThree-Kund:innen im Vereinigten Königreich nun sowohl mobile Geräte als auch Heimnetzwerke zentral über eine benutzerfreundliche Oberfläche steuern. Zu den wichtigsten Funktionen gehören:
- Pause für das Internet: Sämtliche Internetverbindungen können vorübergehend unterbrochen werden – ideal für gemeinsame Familienzeiten oder medienfreie Stunden.
- Schlafenszeit-Modus: Legt automatische Sperrzeiten fest, damit Kinder einen gesunden Schlafrhythmus behalten.
- Inhaltsfilter: Verhindert den Zugriff auf altersunangemessene Webseiten und Online-Kategorien.
- Konzentrationsmodus: Beschränkt die Nutzung ablenkender Apps oder sozialer Netzwerke während Lernphasen oder Hausaufgabenzeiten.
Secure Net im Vergleich: Vorteile und Einschränkungen
VodafoneThree positioniert Secure Net als fortschrittlichstes Elternkontrollsystem unter den großen britischen Anbietern und stellt Familien ein umfassendes Set an Überwachungswerkzeugen zur Verfügung. Gerade für vielbeschäftigte Haushalte ist es ein Pluspunkt, sämtliche Geräte zentral überwachen und verwalten zu können. So wird das Online-Verhalten leichter gesteuert und die digitale Sicherheit der Familie gestärkt.
Dennoch stellt Secure Net keinen vollständigen Schutz vor digitalen Gefahren dar. Antivirus-Funktionen, Ransomware-Schutz oder erweiterte Malware-Abwehr fehlen. Statt aktiver Bedrohungserkennung liegt der Fokus auf Zugangskontrolle und Prävention. Wer auf umfassende Cybersicherheit setzen möchte, benötigt daher ergänzende Software-Lösungen gegen komplexere Online-Bedrohungen.

Exklusiver Start: Fragen zur internationalen Verfügbarkeit bleiben
Trotz Vodafones enormer globaler Präsenz wird das erneuerte Elternschutz-Angebot vorerst ausschließlich britischen Nutzer:innen ohne Aufpreis zugänglich gemacht. Diese Beschränkung wirft Fragen auf, denn Herausforderungen wie Bildschirmzeit und Online-Sicherheit betreffen Familien weltweit.
Emma Robertson, Geschäftsführerin von Digital Awareness UK, fasst das Problem zusammen: "Die Ferien bedeuten oft mehr digitale Gefahren und problematische Nutzungsgewohnheiten. Ohne eine kluge Mischung aus Aufklärung und wirksamen Kontrollmöglichkeiten können solche Probleme langfristig Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und digitale Stabilität haben."
Ausblick: Ein bedeutender Schritt mit Erweiterungspotenzial
Da das Thema digitale Kindersicherheit immer mehr ins Blickfeld gerät, gilt Vodafones optimiertes Secure Net als wichtiger Fortschritt für Eltern, die die Herausforderungen moderner Erziehung meistern möchten. Durch seine umfassenden Funktionen hebt sich das Angebot besonders für britische Familien hervor. Während der Wettbewerb unter den Anbietern von Mehrwertdiensten weiter zunimmt, werden auch Eltern in anderen Ländern aufmerksam beobachten, ob solche Schutzlösungen bald globaler verfügbar werden.
Quelle: techradar
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