Samsung Galaxy S26: 10,7Gbps LPDDR5X und RAM-Upgrade

Lecks deuten an, dass Samsung beim Galaxy S26 auf 12 GB LPDDR5X mit 10,7 Gbps setzt. LPDDR6 ist angekündigt, dürfte aber erst später kommen; 16 GB RAM bleiben wahrscheinlich dem S26 Ultra vorbehalten.

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Samsung Galaxy S26: 10,7Gbps LPDDR5X und RAM-Upgrade

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Samsung scheint bei der Galaxy S26-Familie deutlich auf rohe Speicherperformance zu setzen. Nach früheren Berichten über schnelleres Laden deuten frische Leaks nun auf ein spürbares RAM-Upgrade hin, das die Alltagsgeschwindigkeit aller S26-Modelle merklich erhöhen könnte. Diese Entwicklung betrifft zentrale Bereiche wie RAM-Geschwindigkeit, Speicherbandbreite und damit verbunden die wahrgenommene Performance bei Multitasking und anspruchsvollen Anwendungen.

Faster RAM for every Galaxy S26 model

Der verlässliche Tippgeber Ice Universe behauptet, dass jede Galaxy S26-Variante mit 12 GB LPDDR5X-RAM ausgeliefert wird, der mit 10,7 Gbps arbeitet. Das ist ein deutlicher Sprung gegenüber der S25-Serie, deren höchster LPDDR5X-Takt bei 8,5 Gbps lag. Höhere Speicherbandbreite kann sich in schnelleren App-Startzeiten, flüssigerem Multitasking und besserer dauerhafter Performance bei längeren, rechenintensiven Workloads niederschlagen. Für Anwender bedeutet das weniger Wartezeiten beim Wechsel zwischen mehreren Apps, höhere Responsivität bei Bild- und Videobearbeitung und eine allgemein geschmeidigere Nutzererfahrung.

Technisch betrachtet ermöglicht die höhere Übertragungsrate pro Datenleitung eine gesteigerte Peak-Bandbreite des Arbeitsspeichers, was besonders dann relevant ist, wenn SoC, Grafik-Subsystem und KI-Beschleuniger gleichzeitig große Datenmengen verarbeiten. Allerdings sind die realen Vorteile nicht allein von der Rohrate abhängig: Der Speichercontroller im SoC, das Betriebssystem- und App-Management sowie thermische Einschränkungen beeinflussen die tatsächliche Leistung erheblich. Dennoch ist ein Upgrade von 8,5 Gbps auf 10,7 Gbps auf dem Papier ein substantieller Schritt, der die Basis für spürbare Verbesserungen legt.

What the numbers mean

  • Galaxy S25 top RAM speed: LPDDR5X at 8.5Gbps
  • Galaxy S26 rumored speed: LPDDR5X at 10.7Gbps
  • Real-world impact: roughly a ~26% jump in peak bandwidth versus S25

Um die Zahlen einzuordnen: Ein Sprung von 8,5 Gbps auf 10,7 Gbps entspricht in etwa einer ~26% höheren maximalen Bandbreite unter idealen Bedingungen. In der Praxis können sich daraus schnellere Datenbewegungen zwischen RAM und Prozessoren ergeben, was besonders bei intensiven Aufgaben wie 4K-Videobearbeitung, großen Fotobearbeitungsprojekten oder umfangreichen Multitasking-Sessions relevant wird. Stell dir vor, du wechselst zwischen einem Dutzend Apps, führst im Hintergrund Synchronisationen durch und editierst gleichzeitig ein hochauflösendes Foto — in solchen Szenarien hilft höhere Bandbreite, Ruckler zu vermeiden und die App-Zustände schneller wiederherzustellen.

Gleichzeitig sollte man nicht vergessen, dass die Effizienz des Speichercontrollers, die Speicherarchitektur des SoC (etwa Anzahl der Kanäle und die Interleaving-Strategien) sowie Software-Optimierungen den realen Vorteil stark modulieren. Hersteller wie Samsung und die SoC-Hersteller (Qualcomm, Samsung Exynos) arbeiten oft parallel an Abstimmungen, damit das Zusammenspiel von LPDDR5X-Speicher und Chips die maximal mögliche Performance bei vertretbarem Energieverbrauch erreicht.

LPDDR6 is on the horizon, but not for S26

Samsung hat kürzlich die nächste LPDDR-Generation, LPDDR6, vorgestellt. Obwohl die nominale Headline-Geschwindigkeit auf dem Papier ebenfalls bei 10,7 Gbps liegt, bringt LPDDR6 weitere Architekturverbesserungen: zusätzliche I/O-Kanäle, verbesserte Signalverarbeitung und ein dynamisches Power-Management, das in ersten Angaben den Stromverbrauch um etwa 21% senken könnte. Diese Features zielen nicht nur auf Rohleistung, sondern auf bessere Effizienz, reduzierte thermische Belastung und längere Akkulaufzeiten bei intensivem Gebrauch.

LPDDR6 adressiert typische Engpässe aktueller Mobil-Speicherarchitekturen, darunter Limitierungen bei Kanalbandbreiten und Effizienz bei variabler Last. Die zusätzlichen I/O-Kanäle erlauben eine feinere Verteilung von Speicherzugriffen, was Latenzen reduzieren und die Sustained-Performance verbessern kann — also die Leistung, die ein Gerät über längere Zeiträume ohne Throttling liefern kann. Die dynamische Leistungssteuerung hilft dabei, Verbrauch und Wärmeproduktionsspitzen zu dämpfen, was besonders in schlanken Smartphone-Gehäusen ein Vorteil ist.

Dennoch deuten frühe Indikatoren darauf hin, dass LPDDR6 nicht rechtzeitig für den S26-Zyklus verfügbar sein wird: Leaks zeigen, dass Samsung beim S26 weiterhin auf LPDDR5X setzt. Das bedeutet, Käufer der S26-Serie sollten eher mit inkrementellen als mit generationalen Speicher-Verbesserungen rechnen. LPDDR6 bleibt eine vielversprechende Perspektive für spätere Generationen — beispielsweise ab S27 oder in anderen Premium-Produkten, sobald Supply-Chain- und Fertigungs-Limits überwunden sind.

16GB reserved for the Ultra model?

Ein weiterer Leak von Schrodinger legt nahe, dass eine 16-GB-RAM-Option angeboten wird, allerdings exklusiv für das Galaxy S26 Ultra. Das wäre konsistent mit der Vorgehensweise des Vorjahres: Das S25 Ultra bot eine 16-GB-SKU, die auf bestimmte Regionen (Südkorea, China, Taiwan und Hongkong) beschränkt war und typischerweise mit der 1-TB-Speicherstufe kombiniert wurde. Solch regionenspezifische Premium-Konfigurationen dienen häufig dazu, in Märkten mit hoher Nachfrage nach Höchstleistung und großen Speicherkapazitäten ein attraktives Angebot zu haben.

Wenn Samsung diese Strategie wiederholt, ist davon auszugehen, dass die 16-GB-S26-Ultra-Variante als Premium-, regionsspezifisches Angebot positioniert wird — adressiert an Power-User, professionelle Anwender und Kreative, die große Dateien lokal speichern und parallel bearbeiten wollen. Für viele Nutzer dürfte die Standardausstattung mit 12 GB LPDDR5X jedoch ausreichend sein; die zusätzliche Kapazität sowie die Kombination mit 1 TB Flash-Speicher zielt klar auf Nutzergruppen mit besonders hohem Speicher- und Multitasking-Bedarf.

Why this matters

Die Erhöhung der Speichergeschwindigkeit über die gesamte Modellreihe signalisiert, dass Samsung stärker auf die Alltagsperformance achtet und nicht nur auf eindrucksvolle Schlagzeilen. Für Käufer bedeutet das: Selbst Basis-Modelle könnten sich spürbar reaktionsfreudiger anfühlen als die Geräte des Vorjahres. Das ist relevant für typische Nutzer, die in ihrem Alltag viele Hintergrundprozesse, Push-Services und App-Wechsel haben — Dinge, die oft eher von Speicherbandbreite und Systemarchitektur als von reiner CPU-Frequenz abhängen.

Für Enthusiasten und professionelle Anwender bleibt das Ultra-Modell wahrscheinlich die einzige Option, um die höchste RAM-Kapazität zu erhalten. Diese Segmentierung erlaubt Samsung, klare Produktunterschiede zu schaffen: Das reguläre S26-Angebot fokussiert auf ausgeglichene Performance und Preis-Leistung, während das S26 Ultra als Spitzenmodell für Nutzer mit maximalen Anforderungen positioniert wird. Zusätzlich beeinflussen Speichertechnologien wie LPDDR5X oder zukünftig LPDDR6 nicht nur die Performance, sondern auch thermisches Verhalten, Energieverbrauch und die langfristige Nutzbarkeit bei intensiven Workloads.

Wir werden voraussichtlich konkretere Details sehen, sobald Samsung offizielle Spezifikationen veröffentlicht und LPDDR6 auf der CES 2026 näher vorstellt. Bis dahin geben die Leaks einen klaren Hinweis: Die S26-Generation wird den Schwerpunkt auf gleichmäßigere, schnellere Speicherperformance legen, was sich in Alltagsanwendungen, Profi-Workflows und bei länger andauernder Belastung bemerkbar machen sollte.

Zusätzlich zu den direkten Performance-Verbesserungen gibt es weitere indirekte Effekte, die Käufer bedenken sollten. Höhere Speicherbandbreite kann die Arbeitsteilung zwischen CPU-Kernen und spezialisierten Beschleunigern verbessern, da Daten schneller zwischen Komponenten transferiert werden können. Dies ist besonders relevant für KI-gestützte Features, die zunehmend in modernen Smartphones integriert werden: Echtzeit-Funktionen wie Bildverbesserung, Sprachverarbeitung oder On-Device-ML-Modelle profitieren von niedrigeren Latenzen und höherer Bandbreite, wodurch die Verzögerung bei der Abarbeitung komplexer Aufgaben reduziert wird.

Ein weiterer Aspekt betrifft die Software-Optimierung. Android-Updates, OEM-Anpassungen und App-Optimierungen sind entscheidend, damit die Hardware-Vorteile tatsächlich spürbar werden. Selbst schnelle LPDDR5X-Module erreichen ohne passende Speicherverwaltung und effiziente Nutzung durch Betriebssystem und Anwendungen nicht ihr volles Potenzial. Daher bleibt die Zusammenarbeit zwischen Hardware- und Software-Teams ein Schlüsselfaktor dafür, wie groß der Performance-Gewinn für Endnutzer am Ende ausfällt.

Aus Marktsicht ist die Entscheidung, die RAM-Basis auf 12 GB anzuheben, auch ein taktisches Signal: Samsung will vermutlich die Produktlinie gegen Konkurrenzprodukte stärken, die in manchen Regionen mit ähnlichen oder höheren RAM-Konfigurationen erscheinen. Ein konstantes Minimum an 12 GB LPDDR5X könnte helfen, die wahrgenommene Latenz und Multitasking-Fähigkeiten der gesamten S26-Serie anzuheben und somit die Position im oberen Smartphone-Segment auszubauen.

Schließlich sollten Käufer die Balance zwischen RAM-Geschwindigkeit, Kapazität und Energieeffizienz berücksichtigen. Höhere Datenraten bedeuten nicht automatisch höheren Verbrauch — moderne Speicherarchitekturen und adaptive Power-Management-Systeme können hier ausgleichend wirken. Dennoch sind thermische Limits und die Gesamtenergieaufnahme Faktoren, die Einfluss auf Dauerleistung und Akkulaufzeit haben. Hersteller setzen daher auf Kombinationen aus schnelleren Chips, intelligenter Leistungssteuerung und optimierten Kühlmaßnahmen, um die besten Alltagswerte zu erzielen.

Insgesamt deuten die Leaks darauf hin, dass Samsung bei der S26-Generation pragmatisch vorgeht: Auf der einen Seite ein spürbares Upgrade der LPDDR5X-Bandbreite, auf der anderen Seite eine konservative Einführung neuer Speicherstandards wie LPDDR6, die noch etwas Zeit benötigen. Für Nutzer bedeutet das eine Verbesserung der täglichen Performance, insbesondere beim Multitasking und bei speicherintensiven Anwendungen, während echte Generationssprünge voraussichtlich erst mit späteren Modellen kommen werden.

Quelle: gizmochina

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