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Stellen Sie sich ein Smartphone vor, das zugleich tragbarer Projektor, Camping-Laterne und Powerbank ist und einen ganzen Campingplatz über Tage mit Energie versorgen könnte. Lernen Sie das Tank X vom wenig bekannten Hersteller 8849 kennen — ein bewusst klobiges, funktionsreiches Gerät, das sich an Outdoor-Enthusiasten und Nischenanwender richtet, die mehr wollen als eine elegante Glasplatte.
All-in-one-Ausrüstung für die Wildnis — und das Wohnzimmer
8849 experimentiert seit einiger Zeit leise mit unkonventionellen Ideen, und das Tank X ist der jüngste Ausdruck dieser Philosophie. Im Kern des Geräts befindet sich ein eingebauter Projektor, der nun mit 220 Lumen angegeben ist — heller als das frühere Tank 4 (100 Lumen) der Marke, aber weiterhin deutlich schwächer als ein dedizierter Heimkino-Projektor. Für ein Gerät, das in einem Rucksack transportiert werden kann, sind 220 Lumen jedoch beachtlich: Das reicht für zwanglose Filmabende in einem Zelt, eine Projektion auf eine gedimmte Innenwand oder zur kurzfristigen Präsentation kleinerer Inhalte in dunklen Umgebungen.
Über den Projektor hinaus liefert das Telefon ein 1.200-Lumen-Campinglicht, das als Ersatz für eine separate Laterne auf Touren konzipiert wurde. Diese Kombination aus Taschenlampe und Projektor verleiht dem Tank X den Charakter eines modernen Schweizer Taschenmessers für Camper und Overlander. Praktisch bedeutet das: weniger Gepäck, mehr Funktionen in einem einzigen, robusten Gehäuse.
Aus SEO-Sicht und für Interessenten an Outdoor-Smartphones sind Schlüsselmerkmale wie Projektor-Smartphone, Camping-Laterne, Langzeitausstattung und Powerbank-Funktion zentral. Das Tank X adressiert diese Begriffe direkt, indem es mehrere Werkzeuge in einem Gerät vereint und so Nutzern eine kompakte, mobile Lösung bietet.
Enormer Akku und solide Mittelklasse-Performance
Die auffälligste technische Angabe ist der 17.600-mAh-Akku — eine Kapazität, die für Smartphones extrem groß ist und deutlich über konkurrierenden Modellen wie dem Realme P4 Power liegt. Solch ein Akku ermöglicht bei moderater Nutzung mehrere Tage Laufzeit, was für Campingausflüge, Feldarbeit oder längere Reisen ohne zuverlässige Stromquellen entscheidend ist. Die hohe Kapazität verändert auch die Nutzererwartung: Statt täglich aufzuladen, plant man längere Intervalle zwischen den Ladevorgängen.
Um die Ladezeiten trotz dieses riesigen Energiespeichers zu reduzieren, unterstützt das Tank X bis zu 120W Schnellladung. In der Praxis bedeutet das, dass sich lange Ladezyklen deutlich verkürzen lassen, sofern geeignete Ladegeräte und Kabel verwendet werden. Technisch basiert die Umsetzung solcher hohen Ladeleistungen meist auf einem Multi-Phase-Ladesystem und fortschrittlichem Batterie-Management, das Zelltemperaturen überwacht und Ladeprofile anpasst, um Lebensdauer und Sicherheit zu optimieren.
Unter der Haube arbeitet ein MediaTek Dimensity 8200 Chipset, kombiniert mit bis zu 16 GB RAM und 512 GB internem Speicher. Der Dimensity 8200 platziert sich im oberen Mittelklasse-Segment und bietet eine gute Balance aus Effizienz, Leistung und Energieverbrauch — geeignet, um Alltags-Apps flüssig auszuführen und mobile Spiele bei moderaten Einstellungen stabil darzustellen. Das Display misst 6,78 Zoll mit einer Auflösung von 1080 x 2460 Pixeln und einer Bildwiederholrate von 120 Hz. Diese Kombination verspricht eine geschmeidige Darstellung bei Navigation, Browsing und Gaming und sorgt dafür, dass das Gerät trotz seines Fokus auf Robustheit nicht bei der Nutzererfahrung spart.
Für technisch versierte Leser: Der Dimensity 8200 nutzt eine moderne Fertigung und bringt eine gute Energieeffizienz mit, was in Verbindung mit dem riesigen Akku zu besonders langen Laufzeiten führen kann. Gleichzeitig ist das SoC nicht auf dem Niveau aktueller Flaggschiff-Prozessoren, bietet jedoch in der Praxis genügend Performance für produktives Arbeiten und Freizeitnutzung.
Kamera-Setup für nächtliche Abenteuer
Die Fotografie mit dem Tank X ist praxisorientiert ausgelegt. Die Rückseite beherbergt ein Array aus einer 50-Megapixel-Hauptkamera, einem 64-Megapixel-Nachtsichtsensor und einer 8-Megapixel-3x-Telelinse. Hinzu kommt eine 50-Megapixel-Frontkamera für Selfies. Diese Kombination signalisiert, dass 8849 besonderen Wert auf nützliche Sensoren legt, die in typischen Outdoor-Szenarien Vorteile bringen.
Besonders hervorzuheben ist das Night-Vision-Modul: Es dient dazu, bei schlechten Lichtverhältnissen mehr Details einzufangen, ohne dass zusätzliche Beleuchtung oder externe Infrarotgeräte nötig wären. Solche Sensoren arbeiten häufig mit Lichtverstärkung, längeren Belichtungsmodi und speziellen Algorithmen zur Rauschunterdrückung, um im Dunkeln noch brauchbare Aufnahmen zu ermöglichen. Für Camper, Rettungskräfte oder Feldarbeiter, die Situationen dokumentieren müssen, ist das ein nützlicher Zusatz.
Bei der praktischen Nutzung sollten Anwender jedoch realistische Erwartungen an die Bildqualität stellen: Nachtmodus und spezielle Sensoren können in sehr dunklen Umgebungen helfen, liefern aber nicht immer die gleiche Detailfülle wie professionelle Nachtsichtgeräte oder Kameras mit großem Sensor. Dennoch bietet das integrierte Setup einen deutlichen Mehrwert gegenüber typischen Smartphone-Kameras, wenn es um dokumentarische Bilder bei Nacht geht.
Größe und Kompromisse: Kein Telefon für die Hosentasche
All diese Funktionen haben ihren Preis in Form von Volumen und Gewicht. Das Tank X ist massiv — 31,9 mm dick und 750 g schwer. Zum Vergleich: Ein weit verbreitetes großes Smartphone wie das iPhone 17 Pro Max misst rund 8,8 mm in der Dicke und wiegt etwa 233 g. Diese Zahlen verdeutlichen, dass das Tank X ein zweckgebundenes Gerät ist, kein unauffälliges Alltagsgerät für Pendler oder Minimalisten.
In der Praxis bedeutet das: Packen Sie das Tank X ein, wenn Sie spezielle Anforderungen haben — etwa lange Stromautonomie, integrierten Projektor, eine sehr helle Laterne und Nachtsichtfunktionen — aber erwarten Sie nicht, dass es den ganzen Tag unbemerkt in der Hosentasche bleibt. Nutzer sollten stattdessen überlegen, das Gerät in einem Rucksack, in einer Kameratasche oder in spezieller Outdoor-Ausrüstung zu transportieren, wo Gewicht und Dicke weniger ins Gewicht fallen.
Diese konsequente Priorisierung von Funktion über Form macht das Tank X zu einer bewusst Nischen-orientierten Lösung: Es ist für Anwender gedacht, die bereit sind, Mobilität gegen Multifunktionalität einzutauschen — etwa Expeditionsleiter, Überlandreisende, Handwerker im Außendienst oder Content-Ersteller, die an entlegenen Orten arbeiten.
Praktische Einsatzzwecke und einige Einschränkungen
Wie lässt sich der Projektor im Alltag konkret nutzen? Werbebilder zeigen das Telefon auf einem Felsen positioniert, das Bild auf eine nicht sichtbare Oberfläche projizierend. In der Praxis wird der Projektor des Tank X am effektivsten in dunklen oder leicht gedimmten Umgebungen funktionieren — zum Beispiel an einer Zeltwand, im Inneren eines Wohnmobils oder auf einer sauberen Innenwand. Im Freien kann er bei sehr dunklen Nächten funktionieren, doch Umgebungslicht reduziert die Sichtbarkeit der Projektion rasch.
Wichtig zu verstehen ist auch das Verhältnis von Lumen zu wahrgenommener Bildhelligkeit: Lumen messen den gesamten Lichtstrom, aber die Bildqualität bei einer Projektorprojektion hängt zusätzlich von Fokus, Projektionsdistanz, Kontrastverhältnis und der Projektionsfläche ab. Eine raue oder unebene Oberfläche kann die Bildschärfe mindern; helle Zelte oder glatte Leinwände erzeugen hingegen bessere Ergebnisse. Außerdem ist die Auflösung des Projektors oft geringer als die des Displays, sodass gestochen scharfe Details nicht immer gegeben sind.
Trotz dieser Einschränkungen beseitigt ein integrierter Projektor die Notwendigkeit, ein separates, zusätzliches Gerät mitzuführen — ein Vorteil für schnelle Vorführungen, Filmabende oder Präsentationen in abgelegenen Gebieten. Kombiniert mit der sehr starken Camping-Lampe und dem großen Akku ergibt sich ein kompaktes Paket für bestimmte Nutzergruppen: Camper, Overlander, Rettungsteams, Feldforscher und Outdoor-Fotografen könnten diesen All-in-One-Ansatz besonders begrüßen.
Zu den weiteren praktischen Überlegungen gehört das thermische Management. Geräte mit leistungsstarken Akkus und langlebigen Funktionen wie Projektoren müssen effektiv Wärme ableiten, um Überhitzung zu vermeiden. 8849 wird vermutlich eine Kühlarchitektur integriert haben, die das Gehäuse, interne Heatpipes oder wärmeleitende Materialien nutzt, um bei längerer Nutzung stabile Temperaturen zu gewährleisten. Nutzer sollten jedoch beachten, dass intensive Nutzung — etwa langer Projektorbetrieb in Verbindung mit schnellen Ladevorgängen — die Temperatur erhöhen und automatische Drosselungen zur Folge haben kann.
Verfügbarkeit
8849 plant, das Tank X ab dem 1. Februar zu verkaufen. Der Hersteller hat bisher keinen Preis bekanntgegeben, sodass Interessenten abwägen müssen, ob die Kombination aus Projektor, Campinglicht, Nachtsichtkamera und riesigem Akku die offensichtlichen Kompromisse hinsichtlich Größe und Gewicht wert ist. Beim Kaufentscheid spielen neben dem Preis auch Faktoren wie Garantie, Support, verfügbare Zubehörlösungen (Tragetaschen, Stative für Projektor, externe Ladegeräte) und die Softwareunterstützung eine Rolle.
Für Käufer ist außerdem relevant, wie gut Updates und Sicherheits-Patches bereitgestellt werden — ein Aspekt, der gerade bei Nischenherstellern variieren kann. Wer das Gerät für berufliche Zwecke anschafft, sollte die Verfügbarkeit von Servicezentren und Ersatzteilen prüfen, um im Feld nicht plötzlich ohne Unterstützung dazustehen.
Technische Daten auf einen Blick
- Projector: 220 Lumen
- Camping-Licht: 1.200 Lumen
- Akkukapazität: 17.600 mAh mit bis zu 120W Schnellladung
- Display: 6,78 Zoll, 1080 x 2460, 120 Hz
- Chipset: MediaTek Dimensity 8200
- Arbeitsspeicher & Speicher: bis zu 16 GB RAM, 512 GB Speicher
- Kameras: 50MP Haupt, 64MP Nachtsicht, 8MP 3x Tele, 50MP Front
- Maße & Gewicht: 31,9 mm dick, 750 g
Wenn Sie genug haben von gleich aussehenden Smartphones und ein einziges Gerät suchen, das Überlebensausrüstung und Entertainment verbindet, lohnt es sich, das Tank X im Blick zu behalten. Seien Sie nur darauf vorbereitet, es zu tragen — seine Stärken liegen klar in Funktionalität und Vielseitigkeit, nicht in minimalistischem Design oder Hosentaschenfreundlichkeit.
Quelle: techradar
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