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Powerbanks treten normalerweise in den Hintergrund. Diese hier bemüht sich sehr, das nicht zu tun.
Ugreen hat offiziell die P6 Series 45W vorgestellt, eine neue 10.000-mAh-Powerbank, die sich an Reisende und an alle richtet, die es leid sind, zu raten, wie viel Ladezustand noch übrig ist. Der Einführungspreis in China liegt bei rund 26 €, und inzwischen hat das Unternehmen die Details ergänzt, die beim ersten Erscheinen des Produkts noch fehlten.
Das auffälligste Merkmal ist weder die Batteriekapazität noch die Schnellladefunktion, sondern das winzige TFT-Display am Gehäuse. Statt der üblichen Reihe unklarer LED-Punkte zeigt die P6 Live-Daten aus Ugreens Batteriemanagementsystem an, darunter Spannung, Temperatur, Batteriezustand und sogar die Anzahl der Ladezyklen. Wenn etwas schiefgeht, etwa Überhitzung oder ungewöhnliche Spannung, erscheint die Warnung direkt auf dem Bildschirm. Dadurch wirkt das Gerät etwas ernster, fast wie ein taschengroßes Power-Tool für Smartphone, Tablet oder leichtes Notebook.
Intern verwendet Ugreen laut eigenen Angaben ATL-Akkuzellen, denselben Zulieferer, der auch für Apple-Geräte bekannt ist. Auf dem Papier macht das die P6 nicht automatisch zur Premium-Lösung, liefert aber ein klares Signal in puncto Zuverlässigkeit und Bauteilqualität, zwei Aspekte, die Käufer in diesem Segment oft wichtiger sind als auffälliges Branding.
Mehr als ein einfacher Akku-Klotz
Die Anschlussmöglichkeiten sind für ein kompaktes Modell ziemlich großzügig. Die P6 verfügt über ein integriertes, geflochtenes USB-C-Kabel, was ein Zubehörteil weniger im Gepäck bedeutet. Außerdem gibt es einen zweiten USB-C-Anschluss, und beide können bis zu 45 W Leistung liefern. Das reicht für die meisten Smartphones, Tablets, Handheld-Spielgeräte und einige kleinere Laptops. Für ältere Geräte hat Ugreen zusätzlich einen USB-A-Port mit bis zu 22,5 W Ausgangsleistung eingebaut.
Das Aufladen der Powerbank geht ebenfalls recht schnell. Sowohl das integrierte USB-C-Kabel als auch der USB-C-Anschluss unterstützen bis zu 36 W Eingang, sodass das Nachfüllen deutlich weniger Zeit in Anspruch nehmen sollte als bei älteren Niedrigleistungs-Ladegeräten.

Ugreen setzt auch stark auf Langlebigkeit. Das Unternehmen gibt an, dass die kobaltbasierenden Lithiumzellen bis zu 800 Ladezyklen aushalten, bevor deutliche Verschlechterungen auftreten. Das ist ein erheblicher Sprung gegenüber den 300 Zyklen, die einigen früheren Modellen zugeschrieben wurden. Wärmemanagement ist ein weiteres Verkaufsargument: Laut Ugreen prüft das interne Überwachungssystem während des Betriebs die Temperatur bis zu 14.400 Mal pro Minute.
Und dann ist da noch der Sicherheitsaspekt, den Ugreen kaum verhehlt. Das Unternehmen behauptet, die P6 erfülle bereits Chinas kommende nationale Sicherheitsanforderungen für 2026. Außerdem habe die Batterie eine Reihe strenger Labortests überstanden, darunter Durchstiche mit einer Stahlnadel, Druck bis zu 2,5 Tonnen und Temperaturen von bis zu 140 Grad Celsius, ohne Feuer, Explosion oder Auslaufen. Ugreen ergänzt, dass das Produkt vor dem Versand mehr als 150 Prüfverfahren durchläuft.
Bei einem Gerät, das für Reisen gedacht ist, ist der physische Fußabdruck wichtig. Die P6 wiegt etwa 210 Gramm und misst 109 x 69 x 17,65 mm, sodass sie bequem in die Kategorie der alltäglich tragbaren Geräte fällt. Das Gehäuse kombiniert Aluminiumlegierung, Polycarbonat und ABS-Kunststoff und ist mit einem strukturierten Wellenmuster versehen, das ihr ein etwas markanteres Aussehen als die übliche schlichte Fläche verleiht. Ugreen gibt außerdem an, dass das Gerät für Flugreisen und Hochgeschwindigkeitszüge zugelassen ist, was es besonders für Pendler und Vielflieger geeignet macht.
Der Markt für mobile Stromversorgung ist überfüllt, und viele neue Produkte tun sich schwer, herauszustechen. Ugreens Ansatz ist hier einfach, aber clever: Nutzern mehr Transparenz, mehr Ladeflexibilität und mehr Vertrauen in die Batteriesicherheit zu bieten. Genau dieses kleine Display könnte sich als das Merkmal herausstellen, an das sich die Leute am meisten erinnern.
Im größeren Zubehörwettlauf ist das Timing interessant. Auch Anker hat eine neue ultraflache 10.000-mAh-Magnet-Powerbank mit 15 W kabellosem Laden vorgestellt, was zeigt, wie wettbewerbsintensiv dieses Segment geworden ist.
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