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Die Akkuangst gehört nach wie vor zu den größten Problemen bei Smartphones, und Vivo weiß das ganz genau. Das neue Vivo Y600 Turbo ist in China angekommen und bietet ein kaum zu übersehendes Hauptmerkmal: einen riesigen 9020mAh-Akku, verpackt in ein überraschend schlankes Gehäuse von nur 8,29 mm. Mit 215 Gramm ist es nicht gerade federleicht, doch für ein Telefon mit so viel Kapazität sind die Proportionen bemerkenswert zurückhaltend.
Damit ist es nun das Smartphone mit dem zweitgrößten Akku von Vivo, direkt hinter dem Vivo Y600 Pro. Das Unternehmen gibt an, dass der Akku nach 1.200 Ladezyklen noch mindestens 80 Prozent seiner Kapazität behalten soll, ein Versprechen, das für langfristig denkende Käufer wichtiger sein dürfte als die reine Kapazitätszahl. Auch beim Laden wird ehrgeizig vorgegangen. Das Y600 Turbo unterstützt 90W Schnellladung, umgekehrtes kabelgebundenes Laden und globale Direktstromversorgung, was eine Flexibilität bietet, die sonst meist Premiumgeräten vorbehalten ist.
Die Vorderseite des Telefons basiert auf einem 6,83 Zoll großen AMOLED-Display mit einer 1,5K-Auflösung von 2800 x 1260 Pixeln. Es bietet außerdem eine Bildwiederholrate von 120 Hz, eine Spitzenhelligkeit von bis zu 5000 nits, Unterstützung für 1,07 Milliarden Farben und ein 4320Hz-Hochfrequenz-PWM-Dimmen zur Verringerung von Augenbelastung. Auf dem Papier gehört das Display damit zu den auffälligeren Panels seiner Klasse, besonders für Nutzer, die streamen, spielen oder viel Zeit im Freien verbringen.

Großer Akku, Mittelklasse-Performance
Im Inneren hat Vivo das Y600 Turbo mit Qualcomms Snapdragon 7s Gen 4 ausgestattet, gefertigt im 4nm-Verfahren. Es ist mit bis zu 12 GB RAM und bis zu 512 GB internem Speicher erhältlich und nutzt LPDDR4X-Arbeitsspeicher sowie UFS 3.1-Speicher. Die Grafik übernimmt die Adreno 810 GPU, die dem Gerät genug Leistung für flüssiges Multitasking im Alltag und solide Gaming-Performance bieten sollte, ohne es in die Preisregion von Flaggschiffen zu treiben.
Das Kamerasetup ist eher unaufgeregt als spektakulär. Auf der Rückseite sitzt ein 50MP-Hauptsensor zusammen mit einem 2MP-Tiefensensor. Selfies übernimmt eine 8MP-Frontkamera. Sowohl Front- als auch Hauptkamera unterstützen elektronische Bildstabilisierung, und die Rückkamera kann in bis zu 4K aufnehmen. Das deutet darauf hin, dass Vivo auf verlässliche Kameraleistung abzielt, statt in einen Megapixel-Wettlauf einzusteigen.

Die Software basiert auf OriginOS 6. Der Rest der Ausstattungsliste ist mit den Essentials bestückt, die moderne Käufer erwarten: 5G, Wi-Fi 6, Bluetooth 5.2, NFC, ein Fingerabdrucksensor im Display und Unterstützung für mehrere Navigationssysteme. Auch die Robustheit wurde verbessert dank IP68- und IP69-Zertifizierungen, eine Kombination, die dem Telefon mehr Widerstand gegen Staub und Wasser verleiht als vielen Konkurrenten in derselben Klasse.
Vivo bietet das Y600 Turbo in den Farben Dune Gold, Electric Blue und Millennium Pink an. In China beginnt der Preis bei etwa 295 € für die 8 GB/256 GB-Version, steigt auf rund 334 € für das 12 GB/256 GB-Modell und erreicht etwa 372 € für die 12 GB/512 GB-Variante. Bei frühen Verkaufsaktionen soll der Einstiegspreis Berichten zufolge dank zusätzlicher Subventionen auf etwa 269 € fallen.
Für alle, die den Smartphone-Markt genau beobachten, fühlt sich das Vivo Y600 Turbo wie Teil eines größeren Wandels an. Hersteller behandeln die Akkulaufzeit nicht länger als Nebensache. Sie machen sie zum Hauptargument. Und mit einer 9020mAh-Zelle, einem hellen AMOLED-Display, 90W-Schnellladung und einem robusten Gehäuse macht Vivos neuestes Modell diese Strategie unübersehbar.
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