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Ein auf Handheld-Gaming spezialisiertes Kraftpaket hat gerade seinen Blick geschärft und Ihnen dann eine Sonnenbrille gereicht. Seltsamer Schachzug. Die ROG Xbox Ally X20 ersetzt das kleine LCD des Originals durch ein größeres, deutlich helleres 7,4-Zoll-OLED, verpackt Asus diese Verbesserung jedoch exklusiv in einem Bundle mit der hochwertigen ROG Xreal R1 Edition 20 Brille. Freuen Sie sich auf Spannung. Rechnen Sie mit einem Schockpreis.
Betrachten Sie den Bildschirm als Hauptattraktion: 7,4 Zoll, 1920 x 1080 Auflösung und eine variable Bildwiederholrate von 30 Hz bis 120 Hz. Die Helligkeit steigt laut Angaben von zuvor 500 auf 1.400 Nits. Hinzu kommen VESA DisplayHDR TrueBlack 1000 und Dolby Vision Unterstützung, und Gorilla Glass Victus mit GG DXC Antireflexbeschichtung sorgt weiterhin für Kratz- und Reflexionsschutz. Kurz gesagt: Das ist ein Display, das Handheld-Gaming hochwertig wirken lässt.

Und die Brille. Die ROG Xreal R1 Edition 20 im Bundle erzeugt einen virtuellen 171-Zoll-Bildschirm mit einem Sichtfeld von 57°, angetrieben von Mikro-OLED-Panels mit 1.920 x 1.080 und einer beeindruckenden Bildwiederholrate von 240 Hz. Sie verfügt sogar über eine elektrochrome Linse mit drei Abdunkelungsstufen zur Regulierung von Umgebungslicht. Die Verbindung ist einfach: ein einzelnes USB-C-Kabel zur Ally oder zu anderen Quellen über das ROG Control Dock, das zwei HDMI-2.0-Anschlüsse und einen DisplayPort 1.4 hinzufügt. Der Haken? Die Brille kostet einzeln knapp 850 US-Dollar, also fast so viel wie das Handheld selbst, weshalb der Bundle-Preis zwangsläufig hoch ausfallen wird.
Unter der Haube ist das X20 erfreulich vertraut. Es verwendet weiterhin eine AMD Z2 Extreme APU mit acht Kernen, 16 Threads, Turbo-Taktraten bis zu 5,0 GHz, 16 Grafik-Kernen und einem konfigurierbaren TDP zwischen 15 und 35 W, kombiniert mit 24 GB LPDDR5X und einer 1 TB PCIe 4.0 NVMe M.2 SSD. Die Leistung hat sich nicht verändert. Verändert wurden jedoch die Bedienelemente: Asus tauschte die Hall-Effekt-Sticks gegen TMR-Sensoren zur Reduzierung von Stick-Drift, überarbeitete die ABXY-Tasten so, dass sie beim Drücken bündig sitzen, und machte das Steuerkreuz drehbar zwischen 4-Wege- und 8-Wege-Betrieb. Solche kleinen Details sind im Alltag wichtig.

Anschlüsse und drahtlose Funktionen sind großzügig. Die Ally X20 bietet einen USB-C 3.2 Gen 2 mit DisplayPort, einen USB-C 4.0 Anschluss mit Thunderbolt 4 und DisplayPort 2.1 mit FreeSync sowie eine 3,5-mm-Hi-Res-Audiobuchse. Tri-Band Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.4 kümmern sich um die Konnektivität, während ein microSD-Express-Slot und ein vom Nutzer austauschbares M.2 Flexibilität für Speichererweiterung bieten. Stereo-Lautsprecher unterstützen Dolby Atmos für Handheld-Audio, das deutlich über seiner Größe liegt.
Natürlich gibt es Kompromisse. Das X20 ist klobiger und schwerer: 300 x 121 x 27,5-51,3 mm und 756 g, statt der Maße des Originalmodells von 290 x 121 x 27,5-50,9 mm und 715 g. Der Akku bleibt die gleiche 80-Wh-Einheit mit 68 W Schnellladung über USB-C, sodass Sie zwar einen größeren Bildschirm, aber keine höhere Akkukapazität erhalten. Das heißt, Energiemanagement und Thermik werden in realen Spielsitzungen entscheidend sein.
- Display: 7,4" OLED, 1920 x 1080, 30-120 Hz VRR, 1.400 Nits, Dolby Vision
- Prozessor: AMD Z2 Extreme APU, 8 Kerne / 16 Threads, bis zu 5,0 GHz
- Arbeitsspeicher & Speicher: 24 GB LPDDR5X, 1 TB PCIe 4.0 NVMe (M.2 2280)
- Steuerung: TMR-Joysticks, überarbeitete ABXY-Tasten, drehbares Steuerkreuz (4/8-Wege)
- Konnektivität: USB-C 3.2 Gen2 (DP), USB-C 4.0 (TB4, DP2.1), 3,5 mm, Wi-Fi 6E, BT 5.4, microSD Express
- Akku & Größe: 80 Wh, 68 W Schnellladung, 300 x 121 x 27,5-51,3 mm, 756 g

Also: Was kaufen Sie wirklich? Einen eleganteren Bildschirm und deutlich robustere Sticks, oder ein kombiniertes Hardware-Statement, das Sie zu einem Nischen-Accessoire drängt? Diese Frage entscheidet, ob das X20-Bundle als echtes Upgrade oder als ungeschickte Preiserhöhung in Special-Edition-Verpackung wirkt. So oder so hat Asus den Handheld-Fans etwas geliefert, über das es sich zu streiten lohnt.
Quelle: gsmarena
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