Amazfit Balance 3 und Ultra: Mehr Knöpfe, mehr Akku

Amazfits Balance 3 und Balance Ultra setzen auf mehr Tasten, hellere Displays und längere Akkulaufzeiten. Modelle bieten Saphirglas, Dual-GPS, robuste Gehäuse sowie Trainings- und Erholungsfunktionen für Sport und Alltag.

Amazfit Balance 3 und Ultra: Mehr Knöpfe, mehr Akku
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Knöpfe erleben ein Comeback. Das ist das Erste, was an Amazfits neuem Balance-Duo auffällt: mehr physische Bedienelemente, helleres Glas und Akkus, die durchhalten, wenn Ihr Zeitplan es nicht tut. Es ist kein kosmetisches Update. Es ist eine Verschiebung hin dazu, Schwimmern, Rennläufern und Schreibtischathleten die Mittel zu geben, zu verfolgen, zu trainieren und sich zu erholen, ohne ständig aufladen zu müssen.

Die Standardvariante Balance 3 steigt auf ein 1,5-Zoll-OLED mit einer 480 × 480 Pixel großen Anzeige unter Saphirglas und einer Spitzenhelligkeit von rund 3.000 Nits - etwa 50 % heller als zuvor. Die Uhr tauscht Zurückhaltung gegen Nutzwert und bietet vier Tasten: die vertraute drehbare Krone und die rechte Taste bleiben erhalten, ergänzt nun durch zwei zusätzliche Tasten auf der linken Seite, um Workouts, Runden oder Schnellzugriffe unterwegs zu starten.

Die Akkulaufzeit bleibt wettbewerbsfähig. Die Balance 3 verfügt über eine 658-mAh-Zelle, ausgelegt auf bis zu 21 Tage bei typischer Nutzung, während das Dualband-GPS im Genauigkeitsmodus bis zu 41 Stunden durchhält, gegenüber 33 Stunden bei der Balance 2. Das Gehäuse ist als Edelstahlvariante erhältlich, eine Titanversion folgt bald. Das Chassis ist etwas dicker und größer geworden - 51,4 mm im Durchmesser und 12,5 mm tief (14,6 mm mit dem Herzfrequenzsensor) - bietet aber eine 10-ATM-Zertifizierung und ist für Freiwasserschwimmen und Freitauchen bis 45 Meter freigegeben.

Die Balance Ultra geht noch weiter. In Titan gebaut, wächst der Durchmesser auf 51,8 mm und die Dicke auf 13,4 mm (15,5 mm mit Herzfrequenzsensor), und der 780-mAh-Akku verspricht etwa 30 Tage normale Nutzung und rund 50 Stunden mit GPS im Genauigkeitsmodus. Insgesamt stehen fünf Hardwaretasten zur Verfügung - drei auf der linken Seite - plus dasselbe 1,5-Zoll-OLED, Mikrofon und Lautsprecher, der BioTracker 6.0 PPG-Sensor, Dualband-GPS und großzügige 64 GB interner Speicher für Karten, Podcasts und Musik.

  • Display: 1,5" OLED, 480×480, Saphirglas, ca. 3.000 Nits
  • Balance 3 Akku: 658 mAh - bis zu 21 Tage; GPS-Genauigkeitsmodus: 41 Stunden
  • Balance Ultra Akku: 780 mAh - bis zu 30 Tage; GPS-Genauigkeitsmodus: 50 Stunden
  • Wasserdichtigkeit: 10 ATM, geeignet für Freiwasserschwimmen; Freitauchen bis 45 m
  • Sensoren & Speicher: BioTracker 6.0 PPG, Dualband-GPS, 64 GB Offline-Speicher

Warum die zusätzlichen Tasten? Weil Touch-only-Oberflächen frustrierend sein können, wenn Sie schwitzen, frieren oder Handschuhe tragen. Physische Bedienelemente machen Workouts flüssiger und Trainingssessions weniger umständlich. Amazfit positioniert diese Modellreihe als Kernstück eines neuen Hybrid-Training-Systems, bei dem die überarbeitete Zepp-App das Gehirn ist, das Daten, Trainingspläne und Erholungshinweise orchestriert.

Das Unternehmen setzt auch auf Trainingskompetenz: Amazfit ist jetzt offizieller HYROX-Partner und bietet strukturierte Vorbereitungspläne, Rennsimulationen, virtuelle Tempoguides und eventbezogene Workouts. Auf biometrischer Ebene verbindet das neue HybridCharge-Konzept drei Signale. BioCharge schätzt die Energie und Erholung Ihres Körpers; LifeLoad verfolgt lebensstilbedingte Belastungen und die tägliche Beanspruchung; Training Load misst trainingsbedingte Ermüdung. Man kann es sich als dreiseitiges Gespräch darüber vorstellen, wie viel Sie fordern können und wann Sie zurückstecken sollten.

Die Preise sind gestiegen. Die Edelstahlvariante der Balance 3 ist jetzt für £370 erhältlich - im Vergleich zu £300 für die Balance 2 - während eine Titanversion der Balance 3 für £450 geplant ist. Wenn Sie heute Titan wollen, ist die Balance Ultra für £600 verfügbar und wird mit zwei Armbändern geliefert (synthetisches Leder und Silikon). Es ist ein kleiner Aufpreis für längere Laufzeiten und ein robusteres Gehäuse, doch die Frage bleibt: Wollen Sie eine Uhr, die Sie durch lange Trainingszyklen begleitet, oder eine, die eine nächtliche Aufladung benötigt?

So oder so hat Amazfit seine Wahl klar getroffen: mehr Bedienelemente, mehr Ausdauer und ein Firmware- und App-Ökosystem, das erwartet, dass Sie härter trainieren und intelligenter regenerieren - ohne Kompromisse.

Lukas Schmidt

"Als Technik-Journalist analysiere ich seit über 10 Jahren die neuesten Hardware-Trends. Mein Fokus liegt auf objektiven Tests und Daten."

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