GP Batteries auf der IFA 2026: Von Zellen zu Power-Tools

GP Batteries präsentierte auf der IFA 2026 ein erweitertes Portfolio: Alkaline- und ReCyko-Akkus, Powerbanks, Taschenlampen, Arbeitsleuchten und nachhaltigere Verpackungen. Fokus: tragbare Energie und Design.

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GP Batteries auf der IFA 2026: Von Zellen zu Power-Tools

6 Minuten

GP Batteries nutzte die IFA 2026, um Besucher daran zu erinnern, dass das Unternehmen längst mehr bietet als herkömmliche AA- und AAA-Zellen. Am Stand in Berlin präsentierte der Hersteller ein breites Portfolio aus Alkaline-Batterien, wiederaufladbaren Akkus, Powerbanks, Taschenlampen, Arbeitsleuchten und wiederaufladbaren Stirnlampen.

Während unseres Besuchs führte uns Peter von GP Batteries durch die wichtigsten Produktfamilien und erläuterte, wie sich GP nicht nur als Batteriehersteller, sondern als umfassendere Marke für portable Energie positionieren will.

Alkaline-Batterien bleiben das Kerngeschäft von GP

Den Auftakt machte das Alkaline-Portfolio von GP, das weiterhin zu den bekanntesten Produktkategorien des Unternehmens zählt.

An der Spitze des Sortiments steht GP Ultra+, entwickelt für Geräte mit höherem Energiebedarf. Laut GP kann Ultra+ in bestimmten Einsatzszenarien bis zu 150% mehr Leistung liefern als im entsprechenden branchenüblichen Referenztest.

Am Stand waren auch die weiteren Alkaline-Stufen des Unternehmens zu sehen. Die auf der Messe mündlich genannten Prozentwerte stimmen jedoch nicht vollständig mit den aktuellen offiziellen Produktseiten von GP überein.

So wird die aktuelle Ultra-Alkaline-Reihe offiziell mit bis zu 80% mehr Leistung in bestimmten Anwendungen beworben. Die Super-Linie hatte das Unternehmen zuvor unter den entsprechenden Testbedingungen als bis zu 50% leistungsstärker beschrieben.

Treffender ist es daher, das Sortiment als abgestuftes Angebot für unterschiedliche Leistungsanforderungen zu verstehen, statt die am Stand genannten 150%, 120% und 80% als unmittelbar vergleichbare, universelle Leistungswerte zu interpretieren.

ReCyko steht für GPs wiederaufladbares Sortiment

Neben Einweg-Alkaline-Batterien zeigte GP auch seine wiederaufladbaren Produkte.

Im Fokus stand die ReCyko-Familie, die mehrere Kapazitätsvarianten für unterschiedliche Gerätetypen umfasst.

Zu den Varianten mit höherer Kapazität gehört ein 2600mAh AA-NiMH-Akku, der für Geräte mit höherem Energiebedarf ausgelegt ist. GP bietet zudem wiederaufladbare Zellen mit geringerer Kapazität für Produkte an, bei denen die maximale Kapazität weniger entscheidend ist.

Grundsätzlich will GP damit für Geräte mit hohem ebenso wie mit geringerem Energiebedarf eine wiederaufladbare Alternative bieten, statt Akkus als Einheitslösung zu behandeln.

GP erweitert sein Angebot um Powerbanks

Powerbanks waren ein weiterer Schwerpunkt der Standpräsentation.

Peter betonte, dass GP zunehmend Produkte rund um Batterien anbietet und nicht nur die Zellen selbst. Mobiles Laden sei eine logische Erweiterung dieses Geschäfts.

Das Unternehmen verwies zudem auf das Produktdesign als Teil dieser Strategie sowie auf Designpreise, die Produkte aus dem Portfolio erhalten haben.

Statt die Powerbank-Reihe losgelöst von der eigenen Kernidentität zu platzieren, versteht GP sie als eine weitere Form portabler Energiespeicherung unter derselben Marke.

Discovery-Leuchtenreihe erhält ein Update

Zu den praxisnaheren Produktbereichen auf der IFA gehörte die Discovery-Leuchtenreihe von GP.

Das Unternehmen zeigte überarbeitete Taschenlampen mit Verbesserungen bei Lichtleistung und Preisgestaltung sowie Modelle für den Outdoor-Einsatz und den professionellen Gebrauch.

Peter beschrieb eine der leistungsstärkeren Taschenlampen der Reihe als besonders hilfreich beim Gehen in dunkler Umgebung.

Zum aktuellen Discovery-Portfolio gehören wiederaufladbare Outdoor-Taschenlampen, kompakte Alltagsmodelle und Arbeitsleuchten mit seitlich angebrachten COB-LEDs.

Da die während der Standpräsentation genannte genaue Modellnummer nicht eindeutig war, ordnen wir die Demonstration keinem konkreten Produkt zu, solange keine belastbarere Bestätigung vorliegt.

Neue Arbeitsleuchten für Mechaniker und andere Fachleute

GP richtet sich auch an professionelle Anwender.

Am Stand war eine neue Arbeitsleuchte zu sehen, die sich an Mechaniker und andere Nutzer richtet, die regelmäßig in schlecht ausgeleuchteten Bereichen arbeiten.

Das Konzept ist einfach: Statt eine klassische Handtaschenlampe zu nutzen, kann eine Arbeitsleuchte den Arbeitsbereich großflächiger ausleuchten und beide Hände freihalten.

Das fügt sich in die bestehende Discovery-Reihe von GP ein, die neben klassischen Taschenlampen auch spezielle Arbeitsleuchten umfasst.

USB-C wird bei GPs wiederaufladbaren Leuchten zum Standard

Ein weiterer Schwerpunkt der Präsentation war die Umstellung auf USB-C-Laden.

Peter erklärte, dass sich die neueren wiederaufladbaren Leuchtprodukte von GP per USB-C laden lassen. Damit fügen sie sich besser in das Lade-Ökosystem ein, das bereits von Smartphones, Laptops und zahlreichem anderem Zubehör genutzt wird.

Das Unternehmen zeigte außerdem eine wiederaufladbare Stirnlampe aus der aktualisierten Reihe.

Die während der Präsentation genannte exakte Modellbezeichnung ließ sich anhand der aktuellen internationalen Produktlisten von GP nicht unabhängig bestätigen. Um nicht versehentlich eine falsche Modellnummer zu veröffentlichen, haben wir sie daher bewusst weggelassen.

GP Batteries hat seine Wurzeln in Hongkong

Im Gespräch ging es auch um das Unternehmen selbst.

GP Batteries begann vor mehr als sechs Jahrzehnten mit der Herstellung von Trockenbatterien in Hongkong und ist heute weltweit als Batteriehersteller und Anbieter portabler Energielösungen tätig.

Zu den europäischen Aktivitäten gehört GP Batteries Europe B.V. in Venlo, Niederlande, was den Angaben am Stand entspricht.

Darüber hinaus betreibt das Unternehmen Produktionsstätten in China, Vietnam und Malaysia, unterstützt von Vertriebs- und Marketingteams in mehreren Regionen.

Mehr als 6 Milliarden Batterien pro Jahr

Eine der auffälligsten Zahlen aus unserem Gespräch betraf den Produktionsumfang von GP.

Peter zufolge produziert das Unternehmen rund 6 Milliarden Batterien pro Jahr.

Diese Zahl wird von GP selbst bestätigt. Das Unternehmen gibt an, weltweit jährlich mehr als 6 Milliarden Batterien zu produzieren, und zählt sich damit zu den größten Herstellern von Primär- und wiederaufladbaren Batterien.

Der Vertreter bezeichnete GP zudem als weltweit zweitgrößten Hersteller hinter Energizer. Die Produktionszahl und die Selbsteinordnung von GP als einer der weltweit größten Hersteller konnten wir verifizieren. Ein aktuelles offizielles globales Ranking, das Platz zwei zweifelsfrei bestätigt, konnten wir jedoch nicht finden. Deshalb stellen wir diese Rangfolge nicht als gesicherte Tatsache dar.

Nachhaltigkeit wird Teil der Batteriegeschichte

GP rückte bei der Standpräsentation auch das Thema Nachhaltigkeit in den Fokus.

Dazu zählen wiederaufladbare Produkte, die die Abhängigkeit von Einwegbatterien verringern sollen, ebenso wie Maßnahmen rund um recycelbare Verpackungen und recycelte Materialien.

So gibt GP an, dass sein 2600mAh-ReCyko-AA-Akku zu mehr als 10% aus recycelten Materialien besteht, während mehr als 94% des gesamten Batteriepakets einschließlich Verpackung recycelbar sind.

Die neuere Alkaline-Verpackung reduziert zudem den Kunststoffanteil und setzt verstärkt auf papierbasierte Materialien.

Für ein Unternehmen, dessen Kerngeschäft auf Einweg-Energiespeicherung basiert, gewinnt dieser Nachhaltigkeitsdruck für die künftige Markenpositionierung zunehmend an Bedeutung.

GP will als Anbieter portabler Energie wahrgenommen werden – nicht nur als Batteriemarke

Die wichtigste Erkenntnis vom IFA-Auftritt von GP Batteries 2026 ist die Breite des Angebots.

Traditionelle Alkaline-Batterien bleiben für das Unternehmen zentral, während ReCyko eine wiederaufladbare Alternative bietet. Rund um diese Kernprodukte baut GP jedoch kontinuierlich ein größeres Ökosystem auf, das Powerbanks, Outdoor-Taschenlampen, professionelle Arbeitsleuchten und wiederaufladbare Stirnlampen umfasst.

Die Ausrichtung ist damit klar: GP will weiterhin mit Batterien verbunden werden, zunehmend aber auch mit tragbarer Energie in einem viel breiteren Sinne.

Mit einer Jahresproduktion von mehr als 6 Milliarden Batterien und einem Vertriebsnetz, das Europa, Asien und weitere große Märkte umfasst, verfügt GP bereits über die nötige Größe. Auf der IFA 2026 stellte sich vielmehr die Frage, wie weit das Unternehmen diese Bekanntheit auf Produkte jenseits des Batterieregals ausdehnen kann.

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