5 Minuten
Epomaker präsentierte auf der IFA 2026 eine Produktpalette, die zeigt, wie vielfältig der Markt für mechanische Tastaturen inzwischen ist. Statt sich auf ein einzelnes Flaggschiff zu konzentrieren, nutzte das Unternehmen seinen Stand, um mehrere Produktfamilien für unterschiedliche Nutzergruppen vorzustellen: von erschwinglichen mechanischen Tastaturen und Retro-Designs über Hall-Effekt-Gaming-Modelle und experimentelle Layouts bis hin zu hochwertigen Aluminiumgehäusen.
Bei unserer Standführung erläuterte ein Epomaker-Vertreter die wichtigsten Tastaturserien des Unternehmens und zeigte zudem ein wachsendes Sortiment an Peripheriegeräten, darunter neue Mäuse sowie das GX1, das Epomaker als sein erstes Headset vorstellte.

TH-Serie richtet sich an Einsteiger in die Welt mechanischer Tastaturen
Den Anfang machte Epomakers TH-Serie, die das Unternehmen im preisgünstigeren Bereich seines Portfolios positioniert.
Laut dem Vertreter sollen diese Tastaturen bereits ab Werk ein angenehmes Tippgefühl bieten, ohne dass umfangreiche Modifikationen nötig sind.
Epomaker bietet die TH-Reihe zudem in mehreren Größen und Layouts an. Zu den auf der IFA gezeigten Varianten gehörten eine 108-Tasten-Tastatur im Vollformat, ein 75%-Layout und eine deutlich kleinere 30%-Konfiguration.
Für die Serie sind zudem verschiedene Sprachlayouts erhältlich – ein wichtiges Merkmal für eine Marke, die Nutzer in mehreren europäischen Märkten ansprechen will.
Statt alle Nutzer auf ein einziges Format festzulegen, soll die TH-Familie einen vergleichsweise unkomplizierten Einstieg in das Epomaker-Ökosystem über verschiedene Tastaturgrößen hinweg ermöglichen.

RT-Serie bringt Retro-Charme auf den Schreibtisch
Als Nächstes folgte die RT-Serie, deren Gestaltung klar von Retro-Designs geprägt ist.
Hier soll die Tastatur Teil des Schreibtisch-Setups sein und nicht lediglich als funktionales Eingabegerät dienen. Epomaker zeigte mehrere Designs für Nutzer, die ihre Tastatur auf einen stilisierten Arbeitsplatz abstimmen möchten.
Viele Modelle der RT-Familie bieten zudem Hardware-Features wie integrierte Displays und Lautstärkeregler, wobei die genaue Ausstattung je nach Modell variiert.
Die Kombination aus Retro-Styling und modernen Bedienelementen verleiht der RT-Reihe einen deutlich anderen Charakter als der eher konventionellen TH-Serie.

G84 HE steht für Epomakers Hall-Effekt-Gaming-Reihe
Gaming war ein weiterer Schwerpunkt am Stand.
Epomaker präsentierte die G84 HE als Teil seiner Hall-Effekt-Tastaturpalette. Statt herkömmlicher mechanischer Schalter setzt sie auf magnetische Hall-Effekt-Schalter.
Das Gaming-Portfolio des Unternehmens beschränkt sich dabei nicht auf ein einzelnes Format. Laut der Standpräsentation bietet Epomaker Hall-Effekt-Tastaturen in mehreren Layouts an, darunter Vollformat, 75 % und kompakte 30%-Konfigurationen.
Die uns gezeigte G84 HE gehört zu dieser leistungsorientierten Familie.
Die Serie richtet sich weniger an Nutzer, denen vor allem das Design wichtig ist, sondern an Gamer, die gezielt nach magnetischer Schaltertechnologie suchen.

Maker-Serie experimentiert mit ungewöhnlichen Tastaturlayouts
Einer der interessantesten Bereiche des Stands war die Maker-Serie.
Anders als die Mainstream-Tastaturen im übrigen Portfolio setzt diese Modellreihe auf weniger konventionelle Formate.
Epomaker zeigte mehrere Beispiele, darunter:
- Alice-ähnliche Layouts
- Geteilte Tastaturen
- Flache Designs
- Ortholineare Tastaturen
Im Mittelpunkt der Maker-Serie stehen offenbar Vielfalt und Experimentierfreude.
Diese Tastaturen sind nicht unbedingt für ein möglichst breites Publikum gedacht. Sie richten sich vielmehr an Enthusiasten, die bereits wissen, welches Tipp-Layout oder welchen ergonomischen Ansatz sie bevorzugen, und bereit sind, über die klassische rechteckige Tastatur hinauszugehen.

LAB-Serie widmet sich neuen Tastaturtechnologien
Epomaker stellte zudem seine LAB-Serie vor, die der Vertreter als Plattform für neuere und experimentellere Tastaturtechnologien beschrieb.
Ein bei der Standführung besonders hervorgehobenes Modell war die Magcore 87. Sie nutzt einen Mechanismus, den Epomaker als induktiven Schalter bezeichnet.
Das Unternehmen positionierte die LAB-Familie als Bereich für Technologien, die möglicherweise die Zukunft von Tastaturen prägen könnten – statt als bloße weitere Variation traditioneller mechanischer Schalter.
Unsere Standpräsentation ging nicht näher auf die technische Funktionsweise des induktiven Schaltersystems ein. Auf Basis der kurzen Demonstration wäre es daher verfrüht, detaillierte Aussagen zur Leistung zu treffen.
Die Magcore 87 wurde dennoch klar als eines der zukunftsorientierteren Produkte in Epomakers Portfolio präsentiert.

Luma-Serie setzt auf Low-Profile-Tastaturen für professionelle Nutzer
Für Büro- und Produktivitätsanwender hob Epomaker seine Luma-Serie hervor.
Diese Tastaturen setzen auf ein flaches Profil und sind für professionelle Büro- und Arbeitsumgebungen gedacht, in denen eine schlankere Tastatur einer klassischen mechanischen Ausführung vorzuziehen sein kann.
Der Vertreter nannte insbesondere Mac-Nutzer als Zielgruppe, die Epomaker mit dieser Reihe ansprechen möchte.
Damit positioniert sich die Luma-Familie anders als die Gaming-orientierten HE-Modelle oder die auf Enthusiasten ausgerichtete Maker-Serie und bietet ein klareres Profil für den täglichen Arbeitseinsatz.

Galaxy-Serie setzt auf massive Aluminiumgehäuse
Die Galaxy-Serie steht für die hochwertigere Seite von Epomakers Sortiment.
Laut Unternehmen nutzen die Galaxy-Tastaturen Aluminiumgehäuse, durch die sie deutlich schwerer und massiver wirken als leichtere Modelle mit Kunststoffgehäuse.
Das zusätzliche Gewicht sorgt zudem dafür, dass die Tastatur fest auf dem Schreibtisch steht.
Für Nutzer, die Premium-Tastaturen mit Metallkonstruktion verbinden, ist die Galaxy-Reihe Epomakers Antwort innerhalb des breiteren Portfolios.

Epomaker geht über Tastaturen hinaus
Die vielleicht größte strategische Veränderung am Stand hatte gar nichts mit Tastaturen zu tun.
Epomaker baut sein Angebot zu einem breiteren Peripherie-Ökosystem aus und zeigte auf der IFA eine neue Reihe von Mäusen.
Das Unternehmen hatte mehrere unterschiedliche Mausdesigns ausgestellt und kündigte an, dass weitere Modelle geplant sind.
Das deutet darauf hin, dass Epomaker seine Marke künftig nicht auf Tastaturen beschränken möchte.

GX1 ist Epomakers erstes Headset
Das Unternehmen steigt zudem in den Bereich persönlicher Audioausstattung für Gaming und Desktop-Nutzung ein.
Epomaker stellte das GX1 als sein erstes Headset vor. Das Produkt soll noch in diesem Jahr erscheinen.
Der Vertreter bestätigte zudem, dass weitere Headsets und Mäuse folgen sollen.
Diese Erweiterung passt zum etablierten Tastaturgeschäft des Unternehmens. Statt nur einen Teil des Desktop-Setups abzudecken, baut Epomaker schrittweise eine breitere Peripheriefamilie für dieselbe Zielgruppe auf.

Acht Produktfamilien zeigen, wie fragmentiert der Tastaturmarkt geworden ist
Am Epomaker-Stand auf der IFA 2026 fiel nicht ein einzelnes spektakuläres Merkmal auf, sondern vor allem die enorme Bandbreite der Tastaturstrategie.
Die TH-Serie richtet sich an Nutzer, die einen vergleichsweise unkomplizierten Einstieg suchen. RT setzt auf visuelle Akzente. Die Hall-Effekt-Reihe zielt auf Gamer. Maker experimentiert mit unkonventionellen Layouts. LAB erforscht neue Schaltertechnologien. Luma setzt auf professionelle Low-Profile-Designs, während Galaxy schwere Aluminiumgehäuse in den Mittelpunkt stellt.
Gleichzeitig geht Epomaker mit seinem ersten Headset und einer wachsenden Mauspalette über Tastaturen hinaus.
Für ein Unternehmen, das stark mit mechanischen Tastaturen verbunden wird, zeigte die IFA 2026 eine Marke, die nahezu jede Nische des enthusiastischen Desktop-Markts bedienen möchte und sich zugleich schrittweise zu einem breiter aufgestellten Peripheriehersteller entwickelt.





Kommentar hinterlassen
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.