Bitwise CIO: Institutionelle Investoren verändern die Krypto-Marktzyklen grundlegend

Bitwise CIO: Institutionelle Investoren verändern die Krypto-Marktzyklen grundlegend

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Institutionen ersetzen klassische Krypto-Marktzyklen laut Bitwise-CIO


Matt Hougan, Chief Investment Officer bei Bitwise, sieht einen grundlegenden Wandel auf dem Kryptowährungsmarkt. Er erklärt, dass der klassische vierjährige Krypto-Marktzyklus an Bedeutung verliert. Entscheidend sei, dass Institutionen und regulatorische Entwicklungen künftig die Dynamik der Digital Asset-Märkte bestimmen und damit die bisherigen zyklischen Muster ablösen.

Schlüsselfaktoren für das Nachlassen traditioneller Krypto-Zyklen


Hougan nennt drei wesentliche Ursachen für diese Entwicklung: den abnehmenden Einfluss der Bitcoin-Halvings, immer günstigere makroökonomische Rahmenbedingungen für Kryptowährungen – insbesondere jetzt, da sich die Zinspolitik mit den Krypto-Märkten deckt – sowie das generelle Sinken von markanten Korrekturrisiken durch bessere Regulierung und stärkere institutionelle Beteiligung.

Auf der Plattform X (ehemals Twitter) betonte er, dass dadurch die traditionellen Boom-and-Bust-Zyklen durch längere, nachhaltigere Wachstumsphasen ersetzt werden. Regulatorische Fortschritte und der Einstieg institutioneller Investoren stabilisieren die Marktmechanismen und machen abrupte, großflächige Korrekturen unwahrscheinlicher.

Langfristige Trends: Institutionelle Investments und Regulierung


Als zentralen Auslöser dieser neuen Marktphase bezeichnet Hougan den Trend, dass immer mehr Kapital in Krypto-ETFs fließt. Dieser Prozess, der 2024 begonnen hat, könnte fünf bis zehn Jahre anhalten. Mit der globalen Zulassung von Kryptofonds durch führende Aufsichtsbehörden steigt die Beteiligung institutioneller Investoren, darunter auch Pensionskassen und Stiftungen, exponentiell.

Regulatorische Schlüsselinitiativen wie der GENIUS Act fördern diese Entwicklung und unterstützen den Ausbau der Krypto-Infrastruktur an der Wall Street langfristig. In einem Gespräch mit den Krypto-Analysten Kyle Chassé und James Seyffart prognostizierte Hougan, dass 2026 ein besonders starkes Jahr für digitale Vermögenswerte werden dürfte – mit anhaltender Volatilität, aber einem stabilen Aufwärtstrend. Er beschreibt das aktuelle Marktumfeld als "nachhaltigen, stetigen Boom" statt der bisher typischen Superzyklen.

Geringere Volatilität und neues Marktbild bei Kryptowährungen


Obwohl einige Experten davon ausgehen, dass klassische Krypto-Zyklen – wenn auch abgeschwächt – weiterhin existieren, ist Hougan überzeugt: Das zunehmende Interesse institutioneller Anleger und strenge regulatorische Standards, die umfangreiche Prüfungen und längere Onboarding-Prozesse erfordern, verändern den Markt fundamental. Auch Seyffart beobachtet, dass institutionelle Akteure zu einer Stabilisierung der Krypto-Märkte beitragen und extreme Kursschwankungen abmildern.

Institutionen, die seit Einführung der Bitcoin-ETFs entsprechende Prüfungen durchführen, werden diese laut Prognosen bis Ende 2025 abschließen. Damit schaffen sie die Basis für signifikante Allokationen im Jahr 2026. Laut Hougan dürften diese Entwicklungen in den kommenden zwei Jahren zu beispiellosen Kapitalzuflüssen in Kryptowährungen führen und den traditionellen Vierjahreszyklus dauerhaft beenden.

Quelle: crypto

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