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Institutionen akkumulieren Bitcoin in großem Stil
River Financials jüngste Fluss-Infografik hebt eine auffällige Dynamik auf dem Bitcoin-Markt hervor: Unternehmen scheinen Bitcoin fast viermal so schnell aufzunehmen, wie Miner neue Münzen produzieren. Die Momentaufnahme vom 25. Aug. zeigt eine breite institutionelle Nachfrage—Treasury-Halter, traditionelle Unternehmen, Fonds und Spot-ETFs—die jeden Tag bedeutende Mengen BTC aus dem liquiden Angebot entziehen.
Wichtige Zahlen aus Rivers Flusskarte
- Unternehmen (Treasuries und operative Firmen): ~1.755 BTC/Tag
- Neue Miner-Ausgabe 2025: ~450 BTC/Tag
- Fonds und Spot-ETFs: ~1.430 BTC/Tag
- Andere institutionelle Flüsse: ~411 BTC/Tag
- Regierungsbezogene Flüsse: ~39 BTC/Tag
- Verlorene oder dauerhaft unzugängliche Bitcoin: ~14 BTC/Tag
- Nettoabfluss von als Privatpersonen gekennzeichneten Adressen: ~–3.196 BTC/Tag
Wie River zu den Zahlen kommt
Rivers Visualisierung ist ein Sankey-ähnliches Flussdiagramm, das Nettobewegungen von BTC zwischen Inhaber-Kategorien abbildet. Das Unternehmen kombiniert öffentliche Meldungen, das Tagging von Custodial-Adressen, Heuristiken und externe Datenbanken, um die Eigentümerschaft von Adressen zu klassifizieren. Für die Miner-Ausgabe verwendet River die Subvention nach dem Halving—3,125 BTC pro Block—multipliziert mit rund 144 Blöcken pro Tag und kommt so auf etwa 450 BTC neue Versorgung täglich in 2025. Diese Berechnungen stützen die Kernbehauptung: Unternehmen absorbieren fast das Vierfache der täglichen Miner-Ausgabe.
Was die Linien in der Flusskarte bedeuten
Es ist wichtig zu betonen, dass das Sankey-Diagramm Nettobilanzen zeigt, nicht jeden Einzelhandel. Dicke Linien deuten auf größere Nettobewegungen in oder aus Kategorien hin. Ein beispielsweise um +1.755 BTC/Tag angestiegener, als Unternehmen getaggter Wallet-Bestand könnte mehrere Aktivitäten widerspiegeln—Spot-Käufe, Over-the-Counter-(OTC)-Geschäfte, Verwahrungsübertragungen oder Treasury-Neugewichtung—und nicht nur Exchange-Käufe.
Institutionelle Nachfrage über Unternehmens-Treasuries hinaus
Neben Unternehmen, die öffentlich BTC in ihren Bilanzen halten, hebt River die wachsende Nachfrage auf Fondsebene hervor. Spot-ETFs und andere Anlagevehikel machen laut der Momentaufnahme ungefähr 1.430 BTC/Tag an Zuflüssen aus und verengen das verfügbare Angebot weiter. Kleinere institutionelle Kanäle und regierungsbezogene Flüsse tragen ebenfalls zur Absorption bei, während ein moderater, aber anhaltender Strom als verlorene Bitcoin kategorisiert wird—Münzen, die River aufgrund von Schlüsselverlust oder anderen Problemen als dauerhaft unzugänglich einstuft.

Retail vs. institutionelle Bewegung
River kennzeichnet individuelle Adressen als die größte Nettoabflusskohorte (etwa –3.196 BTC/Tag). Diese Kennzahl weist nicht zwangsläufig auf Verkaufsdruck im Einzelhandel hin. Stattdessen deutet Rivers Klassifizierung darauf hin, dass viele Coins von Adressen, die als im Besitz von Privatpersonen angesehen werden, zu solchen wechseln, die als institutionell, verwahrt oder unternehmensbezogen identifiziert sind. Kurz gesagt: Der Nettoabfluss von als Retail getaggten Adressen kann teilweise eine Konsolidierung in professionelle Verwahrung statt Marktaustritte widerspiegeln.
Folgen für Bitcoin-Angebot und Marktdynamik
Wenn kumulierte Zuflüsse zu Unternehmen, Fonds und ETFs die Miner-Ausgabe übersteigen, ist die unmittelbare Wirkung eine Verknappung des leicht verfügbaren BTC am Markt. Geringere Liquidität am Rand kann Preisbewegungen verstärken, wenn die Nachfrage stabil bleibt oder steigt. River weist jedoch darauf hin, dass ihre Flusskarte keine Kursprognose ist; sie ist ein Angebotsblick, der zeigt, wie sich Eigentumsverhältnisse im Laufe der Zeit verschieben könnten.
Warum das für Trader und langfristige Anleger wichtig ist
Für Trader kann ein anhaltender Abfluss zirkulierender Bestände in langfristige Halterkonten oder Verwahrung zu stärkerer Volatilität und schärferen Reaktionen auf makroökonomische Nachrichten oder On-Chain-Ereignisse führen. Für langfristige Investoren und Unternehmens-Treasuries kann die anhaltende Akkumulation durch Institutionen die Marktstruktur verändern—indem sie die Rolle von Fonds und Unternehmensbilanzen bei der Definition der verfügbaren Nettoversorgung stärkt.
Grenzen und Vorbehalte: Rivers Schätzungen interpretieren
River ist transparent, dass seine Zahlen Schätzungen sind und keine definitive Zählung. Wallet-Tagging kann Adressen falsch klassifizieren, und öffentliche Offenlegungen decken nicht jeden Inhaber ab. Nettozuflüsse in eine gekennzeichnete Kategorie können durch interne Transfers, Verwahrungs-Migrationen oder OTC-Geschäfte entstehen, die keine frische Spot-Nachfrage wiedergeben. Leser sollten die Infografik als ein Richtungswerkzeug zur Verständnis von Angebotsdynamik sehen, nicht als exakte Aufstellung jeder BTC-Bewegung auf der Blockchain.
Letztlich unterstreicht Rivers Momentaufnahme vom 25. Aug. einen größeren strukturellen Trend: Wenn Unternehmen, Fonds und ETFs weiterhin mehr Bitcoin absorbieren, als Miner produzieren, werden Institutionen zunehmend Einfluss auf das effektive Bitcoin-Angebot haben—und damit mittelfristig bis langfristig Liquidität und Marktverhalten umgestalten.
Quelle: coindesk
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